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Kelag-Kraftwerk Schütt: Sanierung und Erneuerung

Im Juni 2018 beginnt die Kelag mit den Arbeiten zur Sanierung und Erneuerung des Gailkraftwerks Schütt.
Projektleiter Peter Macher, Kelag-Vorstand Manfred Freitag, Bürgermeister Erich Kessler, Leiter Erzeugung Christian Rupp

Kelag-Kraftwerk Schütt: Sanierung und Erneuerung

Im Juni 2018 beginnt die Kelag mit den Arbeiten zur Sanierung und Erneuerung des Gailkraftwerks Schütt.

Rund 25 Millionen Euro investiert die Kelag in die teilweise mehr als 100 Jahre alte Anlage, bis zu 100 Fachkräfte werden mit den Bauarbeiten beschäftigt sein. Nach Abschluss der Arbeiten im März 2019 wird das Kraftwerk Schütt über eine Leistung von 12,5 MW verfügen und rund 62 Mio. kWh Strom erzeugen, das entspricht dem Jahresbedarf von rund 17.000 Haushalten. Das Gailkraftwerk Schütt ist das größte Laufkraftwerk der Kelag. Durch die Sanierung und Teilerneuerung werden sowohl Leistung als auch Jahreserzeugung gesteigert.

 

 

Das Kraftwerk Schütt ging 1911 in Betrieb, wurde zu Beginn der 1960er Jahre erweitert und nützt eine Fallhöhe von 28 Metern. „Wir sanieren bzw. erneuern die Wehranlage, den Oberwasserkanal und den Maschinensatz mit der Turbine und dem Generator, einschließlich der elektrischen Schaltanlage, der Automatik und der Leittechnik“, sagt Kelag-Vorstand Manfred Freitag. „Den Fischaufstieg bei der Wehranlage realisieren wir in Form einer Fischschnecke.“ Die Sanierung und Erneuerung des Kraftwerks Schütt ist aktuell die größte Investition der Kelag im Erzeugungsbereich.

Arbeiten am Maschinensatz
Im Krafthaus Schütt 2 sind umfangreiche Arbeiten geplant. „Bei der 55 Jahre alten Kaplanturbine in diesem Krafthaus installieren wir ein neues Laufrad, außerdem erneuern wir den Generator und bringen die elektrische Schaltanlage, die Automatik und die Leittechnik auf den aktuellen Stand der Technik“, erklärt Christian Rupp, Bereichsleiter Erzeugung/Technische Services der Kelag. Diese Arbeiten werden voraussichtlich bis Februar 2019 dauern, danach beginnt die Inbetriebsetzung. „Im Sommer und Herbst 2018 wird es vermehrt Transporte durch Unterschütt und Oberschütt geben, dafür ersuchen wir die Anrainer um Verständnis“, sagt Rupp. Nicht betroffen von den Arbeiten ist das mehr als 100 Jahre alte Krafthaus Schütt 1, es bleibt unverändert. Die Maschinensätze im Kraftwerk Schütt 1 sind nur bei sehr guter Wasserführung der Gail in Betrieb, insgesamt rund 1.000 Stunden pro Jahr.

Oberwasserkanal
Der Oberwasserkanal des Kraftwerks Schütt soll auf der gesamten Länge mit Kunststoffdichtungsbahnen ausgekleidet werden. „Auf diese Weise wird der Oberwasserkanal absolut dicht, außerdem verringern wir die Rauigkeit und verbessern so das Fließen des Wassers“, erläutert Projektleiter Peter Macher. „Im älteren Abschnitt des Oberwasserkanals müssen wir vor dem Verlegen der Kunststoffdichtungsbahnen den Untergrund durch Injektionen verfestigen.“ Bis Weihnachten 2018 sollen die Arbeiten am Oberwasserkanal abgeschlossen sein. 

Wehranlage
Um den Oberwasserkanal und die mehr als 100 Jahre alte Wehranlage sanieren zu können, wird die Gail von Juni 2018 bis März 2019 durch ihr altes Flussbett fließen.  Die Wehranlage wird in zwei Schritten saniert, im Sommer die rechte Hälfte, im Herbst folgt die linke Hälfte. „Als ersten Schritt öffnen wir die Wehrfelder und nehmen so die Wehranlage und den Oberwasserkanal außer Betrieb“, sagt Peter Macher. „Erst danach können wir mit den Arbeiten beginnen.“

Fischschnecke
Neu gebaut wird der Fischaufstieg bei der Wehranlage. Peter Macher: „Die bestehende Fischtreppe ist für den Leitfisch Huchen zu klein, deswegen errichten wir eine sogenannte Fischschnecke, mit der die Fische die Wehranlage passieren können.“ Mit der Fischschnecke ist es neben dem Fischaufstieg zusätzlich möglich, die Fließenergie des Wassers für die Stromerzeugung zu nutzen. Damit setzt die Kelag eine technisch-ökologische Innovation um. 

Auswirkungen auf die Umgebung
Die geplanten Arbeiten beim Kraftwerk Schütt haben Auswirkungen auf Anrainer, Erholungssuchende und Wanderer sowie auf die Natur und Umwelt. Durch den freien Durchfluss über die Wehranlage werden der Wasserspiegel und der Wasserabfluss in diesem Abschnitt der Gail höher sein als gewohnt. „Die bei vielen Menschen beliebten Sandbänke im Flussbett der Gail werden heuer unter dem Wasserspiegel liegen“, erklärt Macher. „Außerdem ist während der Bauarbeiten der Übergang über die Wehranlage nicht möglich, Spaziergänger und Wanderer müssen zur Querung der Gail die Nepomukbrücke benützen. Das Gasthaus ?Almwirtschaft Schütt? ist von der Südseite der Gail vorübergehend nur über die Nepomukbrücke erreichbar.“

Die Bauarbeiten sind zeitlich auf die Natur und Umwelt abgestimmt. „Wir warten die Laichzeit von Äschen, Huchen, Koppen und anderen Fischen ab, ebenso die Brutzeit von Flussuferläufern und Flussregenpfeifern, bevor wir mit den Arbeiten beginnen“, erläutert Bereichsleiter Christian Rupp. Die Anlagen des Kraftwerks Schütt befinden sich im gleichnamigen Natura-2000- und Naherholungsgebiet in der Marktgemeinde Arnoldstein. Die Arbeiten werden von einer ökologischen Bauaufsicht begleitet.

Im Juni 2018 beginnt die Kelag mit den Arbeiten zur Sanierung und Erneuerung des Gailkraftwerks Schütt.

Rund 25 Millionen Euro investiert die Kelag in die teilweise mehr als 100 Jahre alte Anlage, bis zu 100 Fachkräfte werden mit den Bauarbeiten beschäftigt sein. Nach Abschluss der Arbeiten im März 2019 wird das Kraftwerk Schütt über eine Leistung von 12,5 MW verfügen und rund 62 Mio. kWh Strom erzeugen, das entspricht dem Jahresbedarf von rund 17.000 Haushalten. Das Gailkraftwerk Schütt ist das größte Laufkraftwerk der Kelag. Durch die Sanierung und Teilerneuerung werden sowohl Leistung als auch Jahreserzeugung gesteigert.

 

 

Das Kraftwerk Schütt ging 1911 in Betrieb, wurde zu Beginn der 1960er Jahre erweitert und nützt eine Fallhöhe von 28 Metern. „Wir sanieren bzw. erneuern die Wehranlage, den Oberwasserkanal und den Maschinensatz mit der Turbine und dem Generator, einschließlich der elektrischen Schaltanlage, der Automatik und der Leittechnik“, sagt Kelag-Vorstand Manfred Freitag. „Den Fischaufstieg bei der Wehranlage realisieren wir in Form einer Fischschnecke.“ Die Sanierung und Erneuerung des Kraftwerks Schütt ist aktuell die größte Investition der Kelag im Erzeugungsbereich.

Arbeiten am Maschinensatz
Im Krafthaus Schütt 2 sind umfangreiche Arbeiten geplant. „Bei der 55 Jahre alten Kaplanturbine in diesem Krafthaus installieren wir ein neues Laufrad, außerdem erneuern wir den Generator und bringen die elektrische Schaltanlage, die Automatik und die Leittechnik auf den aktuellen Stand der Technik“, erklärt Christian Rupp, Bereichsleiter Erzeugung/Technische Services der Kelag. Diese Arbeiten werden voraussichtlich bis Februar 2019 dauern, danach beginnt die Inbetriebsetzung. „Im Sommer und Herbst 2018 wird es vermehrt Transporte durch Unterschütt und Oberschütt geben, dafür ersuchen wir die Anrainer um Verständnis“, sagt Rupp. Nicht betroffen von den Arbeiten ist das mehr als 100 Jahre alte Krafthaus Schütt 1, es bleibt unverändert. Die Maschinensätze im Kraftwerk Schütt 1 sind nur bei sehr guter Wasserführung der Gail in Betrieb, insgesamt rund 1.000 Stunden pro Jahr.

Oberwasserkanal
Der Oberwasserkanal des Kraftwerks Schütt soll auf der gesamten Länge mit Kunststoffdichtungsbahnen ausgekleidet werden. „Auf diese Weise wird der Oberwasserkanal absolut dicht, außerdem verringern wir die Rauigkeit und verbessern so das Fließen des Wassers“, erläutert Projektleiter Peter Macher. „Im älteren Abschnitt des Oberwasserkanals müssen wir vor dem Verlegen der Kunststoffdichtungsbahnen den Untergrund durch Injektionen verfestigen.“ Bis Weihnachten 2018 sollen die Arbeiten am Oberwasserkanal abgeschlossen sein. 

Wehranlage
Um den Oberwasserkanal und die mehr als 100 Jahre alte Wehranlage sanieren zu können, wird die Gail von Juni 2018 bis März 2019 durch ihr altes Flussbett fließen.  Die Wehranlage wird in zwei Schritten saniert, im Sommer die rechte Hälfte, im Herbst folgt die linke Hälfte. „Als ersten Schritt öffnen wir die Wehrfelder und nehmen so die Wehranlage und den Oberwasserkanal außer Betrieb“, sagt Peter Macher. „Erst danach können wir mit den Arbeiten beginnen.“

Fischschnecke
Neu gebaut wird der Fischaufstieg bei der Wehranlage. Peter Macher: „Die bestehende Fischtreppe ist für den Leitfisch Huchen zu klein, deswegen errichten wir eine sogenannte Fischschnecke, mit der die Fische die Wehranlage passieren können.“ Mit der Fischschnecke ist es neben dem Fischaufstieg zusätzlich möglich, die Fließenergie des Wassers für die Stromerzeugung zu nutzen. Damit setzt die Kelag eine technisch-ökologische Innovation um. 

Auswirkungen auf die Umgebung
Die geplanten Arbeiten beim Kraftwerk Schütt haben Auswirkungen auf Anrainer, Erholungssuchende und Wanderer sowie auf die Natur und Umwelt. Durch den freien Durchfluss über die Wehranlage werden der Wasserspiegel und der Wasserabfluss in diesem Abschnitt der Gail höher sein als gewohnt. „Die bei vielen Menschen beliebten Sandbänke im Flussbett der Gail werden heuer unter dem Wasserspiegel liegen“, erklärt Macher. „Außerdem ist während der Bauarbeiten der Übergang über die Wehranlage nicht möglich, Spaziergänger und Wanderer müssen zur Querung der Gail die Nepomukbrücke benützen. Das Gasthaus ?Almwirtschaft Schütt? ist von der Südseite der Gail vorübergehend nur über die Nepomukbrücke erreichbar.“

Die Bauarbeiten sind zeitlich auf die Natur und Umwelt abgestimmt. „Wir warten die Laichzeit von Äschen, Huchen, Koppen und anderen Fischen ab, ebenso die Brutzeit von Flussuferläufern und Flussregenpfeifern, bevor wir mit den Arbeiten beginnen“, erläutert Bereichsleiter Christian Rupp. Die Anlagen des Kraftwerks Schütt befinden sich im gleichnamigen Natura-2000- und Naherholungsgebiet in der Marktgemeinde Arnoldstein. Die Arbeiten werden von einer ökologischen Bauaufsicht begleitet.

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