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Wissenswertes

Wissenswertes

Offene Fragen? Hier gibt es die Antworten.

CCF

Der CO₂-Fußabdruck misst, wie viele Treibhausgase durch eine Organisation, ein Produkt oder eine Aktivität direkt oder indirekt verursacht werden. Die Angabe erfolgt in CO₂-Äquivalenten und dient als zentrale Kennzahl für Klimastrategien und Dekarbonisierungsmaßnahmen. Der Coporate Carbon Footprint (CCF) ist der CO2-Fußabdruck eines Unternehmens. 

CSRD

Die Corporate Sustainability Reporting Directive ist eine EU-Richtlinie, die Unternehmen dazu verpflichtet, umfassend und detailliert über ihre Nachhaltigkeitsleistung zu berichten. Sie ersetzt die bisherige Non Financial Reporting Directive (NFRD) und weitet die Berichtspflichten inhaltlich aus. Ziel ist es, Transparenz, Vergleichbarkeit und Qualität von Nachhaltigkeitsinformationen zu verbessern.

Dekarbon­isierungspfad

Der Dekarbonisierungspfad ist ein strategischer Fahrplan, der die schrittweise Reduktion von Treibhausgasemissionen beschreibt. Unternehmen nutzen ihn, um ihre Klimaschutzstrategie langfristig und messbar umzusetzen.

DMA / DWA

Die Doppelte Wesentlichkeitsanalyse betrachtet Nachhaltigkeit aus zwei Perspektiven. Einerseits, wie Umwelt- und Sozialthemen die wirtschaftliche Lage des Unternehmens beeinflussen. Andererseits, welchen Einfluss das Unternehmen selbst auf Umwelt und Gesellschaft hat. Die DWA dient dazu, die für Berichterstattung und Strategie wichtigsten Themen zu identifizieren.

EU-Taxonomie

Die EU-Taxonomie ist ein Klassifizierungssystem, das festlegt, welche wirtschaftlichen Aktivitäten als ökologisch nachhaltig gelten. Die EU definiert sechst Umweltziele: Klimaschutz, Anpassung an den Klimawandel, nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen, Übergang zur Kreislaufwirtschaft, Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung, Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme.

ESRS

Die European Sustainability Reporting Standards konkretisieren die Vorgaben der CSRD und geben vor, welche Informationen Unternehmen offenlegen müssen — etwa zu Klima, Biodiversität, sozialen Belangen oder Governance. Sie sorgen für Transparenz, Einheitlichkeit und ermöglichen Branchenvergleiche im ESG-Bereich.

GHG-Protocol

Das Greenhouse Gas Protocol (dt. Treibhausgas-Protokoll) ist der weltweit anerkannte Standard zur Erfassung und Berichterstattung von Treibhausgasemissionen. Es definiert Methoden zur Berechnung von Scope 1, 2 und 3 Emissionen und bildet die Grundlage für Klimabilanzen, Reduktionsmaßnahmen und Dekarbonisierungsziele.

Net Zero

Bezeichnet den Zustand, in dem die durch ein Unternehmen, ein Produkt oder eine Aktivität verursachten Treibhausgasemissionen vollständig ausgeglichen werden. Grundlage ist der Grundsatz „Vermeidung und Reduktion vor Kompensation“. Unvermeidbare Restemissionen werden durch Maßnahmen wie CO₂-Bindung oder hochwertige Klimaschutzprojekte neutralisiert. Ziel ist eine Netto-Bilanz von null, auch wenn weiterhin geringe Emissionen entstehen können.

Scope 1, 2, 3

Diese Kategorien stammen aus dem GHG-Protocol und ermöglichen die systematische Erfassung von Emissionen. Scope 1 umfasst direkte Emissionen aus eigenen Quellen wie Fuhrpark oder Heizungen. Scope 2 indirekte Emissionen durch eingekaufte Energie und Scope 3 alle weiteren indirekten Emissionen entlang der Wertschöpfungskette, etwa durch Lieferanten, Geschäftsreisen oder Nutzung der Produkte.

SBTi

Die Science Based Targets initiative ist eine globale Zusammenarbeit von Organisationen und Unternehmen, die einen Standard für die Festlegung und Validierung wissenschaftsbasierter Klimaziele entwickelt hat. Sie stellt sicher, dass die Reduktionsziele für Treibhausgasemissionen mit dem Pariser Klimaabkommen in Einklang stehen und die Erderwärmung auf deutlich unter 2 °C, idealerweise auf 1,5 °C, begrenzt wird.

Häufige Fragen und Antworten rund um Nachhaltigkeit

Der ausgewogene regionale Ausbau aller erneuerbaren Energieträger ist entscheidend für die Energieunabhängigkeit. Saubere Energie ist die Voraussetzung für den Schutz unserer Natur und hilft im Kampf gegen den Klimawandel. Die Nutzung von Wasser, Sonne, Wind, Biomasse und Wasserstoff stärkt den Standort. Derzeit sind sowohl Kärnten als auch Österreich stark von Stromimporten abhängig. 

Vor allem im Winter ist der Stromverbrauch besonders hoch, während gleichzeitig die Erzeugung aus den erneuerbaren Quellen Wasser und Sonne gering ist. Dies führt dazu, dass Österreich während der Heizperiode stark auf teure Energieimporte durch Strom aus Kohle, Gas und Öl oder Atomstrom angewiesen ist, um den Energiebedarf zu decken. Um über das ganze Jahr ausreichend Energie aus regionalen erneuerbaren Quellen erzeugen zu können, müssen wir den ausgewogenen Energiemix nutzen. Sonnenkraft vorwiegend im Sommer, Wasserkraft im Frühjahr, Sommer und Winter sowie Windkraft im Winterhalbjahr.

Nachhaltigkeit bedeutet nicht nur Klimaschutz, sondern auch finanzielle Vorteile. Der Umstieg von fossilen Systemen auf erneuerbare senkt die jährlichen Energiekosten für einen durchschnittlichen Privathaushalt deutlich. Zusätzlich profitiert man von langfristiger Preisstabilität. Fossile Energieträger sind stark von internationalen Märkten, geopolitischen Krisen und CO₂-Abgaben abhängig was zu Preisschwankungen führt. Mit erneuerbaren Lösungen sind die Kosten kalkulierbar und das Risiko steigender Energiepreise sinkt.  

Als führendes Energieunternehmen setzt die Kelag auf den Ausbau erneuerbarer Energien wie Wind-, Wasserkraft und Photovoltaik. Durch Investitionen in nachhaltige Infrastruktur, intelligente Netze und innovative Speicherlösungen leisten wir einen aktiven Beitrag zur Dekarbonisierung und zur Versorgungssicherheit in Österreich.

Wir integrieren ESG-Kriterien in unsere Geschäftsprozesse, Investitionsentscheidungen und strategische Planung. Dazu gehören Maßnahmen zur CO₂-Reduktion, faire Arbeitsbedingungen, Diversitätsförderung, Compliance und transparente Berichterstattung.

Für die Kelag bilden die ESG-Kriterien Environmental (Umwelt), Social (Soziales) und Governance (Unternehmensführung) die zentralen Handlungsfelder unserer nachhaltigen Unternehmensentwicklung. Sie strukturieren unser Engagement entlang ökologischer Verantwortung, sozialer Fairness und transparenter, ethischer Unternehmensführung.

Diese drei Dimensionen sind nicht nur Grundlage unserer strategischen Ausrichtung, sondern auch Maßstab für konkrete Maßnahmen, Fortschrittsmessung und glaubwürdige Kommunikation gegenüber unseren Stakeholdern. Durch die konsequente Integration von ESG in unsere Geschäftsprozesse leisten wir einen aktiven Beitrag für eine nachhaltige Energiezukunft in Österreich und darüber hinaus.

Der Dekarbonisierungspfad beschreibt unsere langfristige Strategie zur Reduktion von Treibhausgasemissionen. Er basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und orientiert sich an nationalen und europäischen Klimazielen. Wir setzen dabei auf erneuerbare Energien, Energieeffizienz und innovative Technologien.

ESG-Kriterien sind zunehmend entscheidend für Investoren, Ratingagenturen und andere Stakeholder. Unsere Nachhaltigkeitsleistung wird regelmäßig durch externe Stellen bewertet und fließt in unsere Berichterstattung nach den europäischen Standards der CSRD ein. Da uns ein externes Rating wichtig ist, lassen wir jährlich unsere ESG-Leistung von der international Ratingagentur EcoVadis bewerten.

Unsere ESG-Aktivitäten und Fortschritte werden jährlich in der Nachhaltigkeitserklärung und über digitale Kanäle kommuniziert. Transparenz und Dialog mit unseren Stakeholdern sind dabei zentrale Prinzipien. Zusätzlich erscheint jährlich das Nachhaltigkeitsmagazin „Wertvoll“, in dem unsere Aktivitäten kommuniziert werden.

Nachhaltigkeit endet nicht an der Unternehmensgrenze. Die Kelag achtet entlang der gesamten Lieferkette auf Umwelt- und Sozialstandards der Lieferanten. 

Taxonomiefähig: Eine wirtschaftliche Aktivität fällt grundsätzlich unter die EU-Taxonomie, weil sie in einem relevanten Bereich liegt (z. B. Energie, Transport, Bau). 

Taxonomiekonform: Die Aktivität erfüllt zusätzlich alle technischen Bewertungskriterien der EU-Taxonomie (z. B. Grenzwerte für CO₂-Emissionen, Umweltauflagen) und trägt damit nachweislich zu einem Umweltziel bei, ohne anderen Zielen erheblich zu schaden.

Unser Ziel ist es daher, dass 80 % der taxonomiefähigen Aktivitäten der Kelag taxonomiekonform sind.