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Nachhaltigkeit im Alltag: Energieeffizienz im Fokus

Ein bewusster Umgang mit Energie lässt sich einfach in den Alltag integrieren. Energieeffizienz und erneuerbare Energien sind dabei zwei wichtige Pfeiler.
Der ökologische Fußabdruck zeigt die natürlichen Grenzen der Erde auf. Aktuelle Berechnungen zeigen, dass wir mehr Ressourcen verbrauchen, als uns langfristig zur Verfügung steht. Ein Mensch in Österreich beansprucht im Schnitt etwa 5,3 Hektar auf der Erde, um seine persönlichen Ansprüche zu erfüllen. Wenn alle Menschen so leben würden wie der Durchschnitt in Österreich, würde die Menschheit 3,8-mal mehr natürliche Ressourcen verbrauchen, als die Erde dauerhaft bereitstellen kann. Oder anders gesagt: Bei unserer Lebensweise bräuchte die Weltbevölkerung 3,8 Planeten.

In welchem Ausmaß beanspruchen Sie die Umwelt? Berechnen Sie Ihren persönlichen ökologischen Fußabdruck unter www.footprintcalculator.org

Ein Vorreiter in Sachen Energieeffizienz ist Werner Morgenfurt, der Inhaber der Ferienhäuser Morgenfurt am Weissensee. Bei seiner Ferienanlage wurden zahlreiche Maßnahmen für eine energieeffiziente und erneuerbare Energie- und Wärmeversorgung umgesetzt. Dazu gehören unter anderem eine Solaranlage, eine 10-kWp-Photovoltaik-Anlage, eine Ladestation für Elektroautos und eine Wärmepumpe.

„Man muss selbst etwas zu einem bewussten Umgang mit Energie und Ressourcen beitragen.“, so Morgenfurt.

Sechs Erdhäuser sollen ein Leben im Einklang mit der Natur verkörpern. „Vier der Erdhäuser sind neu, diese werden bereits mit Wärmepumpe geheizt und mit Warmwasser versorgt. Auch das Haupthaus wurde umgebaut. Dort gibt es nun zusätzlich einen 2.000 Liter Pufferspeicher mit Frischwassermodul“, erzählt Morgenfurt. Ein ausgeklügeltes Energiemanagementsystem sorgt für ein optimales Zusammenspiel all dieser Komponenten. Die erzeugte Energie wird so ideal genutzt.
Die Ferienanlage Morgenfurt verbindet Naturerlebnis mit ressourcenschonenden Energielösungen.

Energie aus erneuerbaren Quellen erzeugen

Ein bewusster Umgang mit Ressourcen hilft, die negativen ökologischen Auswirkungen zu verringern und gleichzeitig die Lebensqualität zu erhöhen. Wichtige Faktoren beim Umgang mit Energie sind die Energieerzeugung und der Energieverbrauch. Bei der Produktion ist die oberste Priorität: Weg von fossilen und hin zu erneuerbaren Energieträgern, um die CO2-Emissionen einzudämmen – hier ist die Rede von der Dekarbonisierung.

Strom aus erneuerbarer Energie

In Kärnten wird bilanziell mehr Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt, als im Land verbraucht wird. Bedeutet das aber, dass auch der gesamte Kärntner Endenergiebedarf durch erneuerbare Quellen gedeckt wird? Leider nein. Denn zum Endenergiebedarf zählen nicht nur Strom, sondern auch Wärme und Verkehr. Laut der Österreichischen Energieagentur (AEA) werden derzeit rund 55 % des Kärntner Endenergiebedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt.

Wollen wir in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr komplett aus den fossilen Energieträgern aussteigen, müsste in Kärnten die Stromerzeugung mittelfristig verdoppelt werden. Das heißt, dass rund vier bis fünf Milliarden kWh Strom aus erneuerbaren Energiequellen kommen müssen – aus Wasserkraft, Photovoltaik, Biomasse und Windkraft.

Energieeffizienz im Alltag

Neben dem Ausbau der erneuerbaren Energie ist es genauso wichtig, für mehr Energieeffizienz im Alltag zu sorgen. Dafür gibt es zahllose Möglichkeiten, die sich auf lange Sicht nicht nur ökologisch, sondern auch finanziell lohnen.

Eine eigene Photovoltaik-Anlage kann einen erheblichen Teil an Energie zum täglichen Verbrauch beitragen. Smarte Energiemanagement-Systeme sorgen für höhere Eigenverbrauchsquoten der selbst erzeugten Energie. E-Autos sorgen beim Individualverkehr für ein Umdenken.

Tipps für einen bewussten Umgang mit Energie

Jeder kann seinen Teil dazu beitragen, unser Ökosystem zu erhalten. Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, was zu einem nachhaltigen Lebensstil gehört. Hier vier Beispiele aus den Bereichen Strom, Heizen und Mobilität:

  • Fernsehgeräte, Kaffeemaschinen, Kühlschränke – so ziemlich jedes Haushaltsgerät ist in sogenannte Energieeffizienzklassen eingeteilt (von A bis G). In dieses Label fließen auch wichtige Parameter wie Wasserverbrauch, Zeitbedarf oder Lautstärke mit ein. Sie helfen dabei, sparsame Geräte zu erkennen. Die effizientesten Geräte sind mit A gekennzeichnet.

  • Weniger CO2 beim Heizen. Ein Grad mehr oder weniger in der Wohnung bemerkt man kaum. Dieser kleine Unterschied kann aber die eigene Energiebilanz stark beeinflussen. Jeder Grad weniger Raumtemperatur spart ungefähr 6% Energie und somit auch Geld.

  • Elektro-, Benzin- oder Dieselmotor – egal, welche Antriebsart man beim eigenen Pkw bevorzugt: Energieeffizienz beim Autofahren hängt zu einem Gutteil vom Lenker ab. Bei kluger Fahrweise können bis zu 30 % an Sprit bzw. Energie gespart werden. Dazu gehört, vorausschauend und möglichst konstant zu fahren.'

  • Bei der Stromerzeugung mittels Photovoltaik entstehen keine Schadstoffe. Würde man auf 3 % der Fläche Österreichs Photovoltaikmodule installieren, könnte man den Energiebedarf Österreichs zu 100 % decken (Quelle: PV Austria).



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Mehr Tipps, wie Sie Energie effizient nutzen können, ohne auf Komfort zu verzichten, finden Sie unter: www.kelag.at/energiesparen.

Fazit

Österreich hinterlässt einen zu großen ökologischen Fußabdruck. Wichtige Faktoren bei den Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind die Energieerzeugung und der Energieverbrauch. Oberste Priorität bei der Produktion hat die Dekarbonisierung – weg von fossilen hin zu erneuerbaren Energieträgern. Ein weiterer Baustein, um den ökologischen Fußabdruck zu verkleinern, ist die Energieeffizienz im Alltag. Dabei bedarf es oft nicht viel, um den eigenen Energie- und Ressourcenverbrauch bewusster zu gestalten.

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