5 Schritte zum E-Auto – wie PV-Kunden den Umstieg auf E-Mobilität einfach umsetzen
Mit einem E-Auto sind Sie also nicht nur unabhängiger von schwankenden Sprit- und Ölpreisen, Sie fahren auch günstiger: Rund 5 € pro 100 km mit Strom stehen 10–13 € beim Verbrenner gegenüber. Bei etwa 15.000 km Jahresfahrleistung sparen Sie so rund 1.000 € pro Jahr – on top kommen noch die E-Mobilitäts-Prämien der Kelag, die es derzeit zusätzlich für Kelag-Kunden gibt.
Dieser Beitrag zeigt Ihnen in 5 klaren Schritten, wie Sie als PV-Kunden in Kärnten den Umstieg auf Elektromobilität technisch einfach und wirtschaftlich sinnvoll planen können.
Dieser Beitrag zeigt Ihnen in 5 klaren Schritten, wie Sie als PV-Kunden in Kärnten den Umstieg auf Elektromobilität technisch einfach und wirtschaftlich sinnvoll planen können.
Schritt 1: Fahrprofil & Photovoltaik-Anlage analysieren – wie viel E-Auto passt zu mir?
Bevor Sie ein E-Auto auswählen, lohnt sich ein Blick auf zwei Dinge: Ihre jährliche Fahrleistung und Ihre Photovoltaik-Anlage.
1. Fahrprofil prüfen
Stellen Sie sich u. a. folgende Fragen:
- Wie viele Kilometer fahren Sie pro Jahr? (z. B. 10.000, 15.000 oder 20.000 km)
- Wie sieht Ihr Alltag aus? Viele kurze Fahrten oder regelmäßige Langstrecken?
- Steht das Auto tagsüber zu Hause (z. B. Homeoffice), am Arbeitsplatz oder am Bahnhof/Park&Ride?
Diese Punkte bestimmen, wie viel Ladeleistung Sie wirklich brauchen und wie viel Ihres Ladebedarfs sinnvoll aus der eigenen Photovoltaik-Anlage kommen kann.
Faustregel zum Überschussladen*:
- 15.000 km/Jahr entsprechen grob einem Energiebedarf von etwa 2.500–3.000 kWh.
- Dafür brauchen Sie nur ungefähr 4 % der Wochenstunden zum Laden.
- Wenn diese 4 % möglichst oft in die sonnigen Stunden fallen, laden Sie einen großen Teil Ihres Jahresbedarfs mit eigenem PV-Überschuss – also praktisch gratis.
* Berechnungsbasis: Verbrenner: 7l/100km (˜ 1.050 Liter/ Jahr) zum Preis von 1,52 €/Liter laut Bundesministerium Wirtschaft, Energie und Tourismus. E-Auto: 20kWh/100km (˜ 3.000kWh/Jahr), davon 90% Heimladungen im Tarif „Kelag Strom Energiezukunft“ (24,5ct/kWh) inklusive Netz, Steuern und Abgaben im Netzgebiet der KNG sowie 10% öffentliches Laden im Tarif „Kelag eStart“ (66,0ct/kWh).
Wichtig ist:
- Größe der Photovoltaik-Anlage (kWp)
- Ausrichtung (Süd, Ost/West etc.)
In Kärnten liefern Photovoltaik-Anlagen im Sommer besonders hohe Erträge. Ein E-Auto passt daher ideal, um diese Spitzen sinnvoll zu nutzen, statt den Strom einzuspeisen.
Was Sie mitnehmen sollten:
- Je besser Sie Ihr Fahrprofil und Ihre PV-Erzeugung kennen, desto genauer lässt sich abschätzen, wie groß Ihr E-Auto-Akku sein sollte und welche Ladeleistung zu Ihrem Alltag passt.
Schritt 2: Die richtige Ladeinfrastruktur zu Hause – Wallbox als Basis
Für einen komfortablen und sicheren Umstieg ist eine Wallbox zu Hause die wichtigste Grundlage. Auch wenn ein E-Auto theoretisch an einer Schuko-Steckdose geladen werden kann, ist das nicht empfehlenswert.
Warum eine Wallbox unverzichtbar ist:
- Sicherheit: Wallboxen sind für Dauerlast ausgelegt und von Fachbetrieben normgerecht installiert.
- Komfort: Schnellere Ladezeiten, feste Kabel, einfache Bedienung
- Steuerung: Viele Wallboxen lassen sich mit Photovoltaik-Anlagen und Energiemanagement-Systemen via Apps sinnvoll verbinden.
- Wallbox-Prämie: Die Kelag bietet eine Wallbox-Prämie in Höhe von 100 € beim Kauf einer Kelag-Wallbox im Webshop.
Worauf Sie achten sollten:
Wirtschaftlicher Vorteil:
Mit einer eigenen Wallbox laden Sie:
- Leistung: 11 kW reicht für die meisten Anwendungsfälle völlig aus. Über einen längeren Zeitraum lässt sich ein PKW-Akku somit ausreichend nachladen.
- Montageort: Ideal in der Garage, im Carport oder an der Hauswand mit Stellplatz.
- Netzanschluss: Prüfung durch eine Elektrofachkraft, ob Hausanschluss und Zählerkasten für die geplante Leistung ausreichend dimensioniert sind.
Wirtschaftlicher Vorteil:
Mit einer eigenen Wallbox laden Sie:
- überwiegend günstig (PV-Strom bzw. Netzstrom)
- flexibel, wann es zu Ihrem Tagesablauf und zur Sonneneinstrahlung passt
Schritt 3: Intelligentes PV-Überschussladen
Der größte Hebel für mehr Wirtschaftlichkeit ist die intelligente Nutzung Ihres eigenen Solarstroms. Ziel ist, dass Ihr E-Auto vor allem dann lädt, wenn Ihre Photovoltaik-Anlage Überschüsse produziert.
Was bedeutet PV-Überschussladen?
- Ihre Photovoltaik-Anlage erzeugt mehr Strom, als Haushaltsgeräte aktuell verbrauchen.
- Dieser „Überschuss“ würde normalerweise ins Netz eingespeist.
- Beim Überschussladen wird dieser Strom automatisch zum Laden des E-Autos verwendet.
Warum ein Controller wichtig ist:
Ohne intelligente Steuerung laden viele E-Autos einfach los, sobald sie angesteckt werden – unabhängig davon, ob die Sonne scheint oder nicht. Das kann dazu führen, dass:
- Sie viel Strom aus dem Netz statt PV-Strom nutzen
- Ihr Eigenverbrauch nur gering steigt
- der wirtschaftliche Vorteil deutlich kleiner ausfällt
Mit einem go-e Controller (oder einem vergleichbaren Last- und Energiemanagementsystem) wird das Laden dagegen automatisch optimiert:
- Der Controller misst laufend, wie viel PV-Strom gerade zur Verfügung steht.
- Er regelt die Ladeleistung zur Wallbox dynamisch hoch oder runter.
- Es wird bevorzugt geladen, wenn PV-Überschuss vorhanden ist.
Jetzt go-e-Controller im Kelag-Webshop kaufen!
Faustregel zur Wirtschaftlichkeit:
- Fahren Sie etwa 15.000 km pro Jahr, reichen rund 4 % der Wochenstunden zum Laden.
- Wenn Sie diese Ladezeit konsequent in die sonnigen Stunden verlegen, können Sie einen Großteil Ihres Fahrstroms mit eigenem PV-Überschuss decken.
- Ergebnis: Sie laden im Sommer nahezu gratis und sparen übers Jahr mehrere hundert Euro.
Tipp: Achten Sie beim Kauf eines Controllers bzw. einer Wallbox auf die Kompatibilität und einfache Bedienung mit Ihrer Photovoltaik-Anlage. Die Kelag unterstützt Sie bei der Auswahl und Abstimmung der Komponenten.
Schritt 4: Unterwegs laden – Ladeinfrastruktur in Österreich intelligent nutzen
Viele Umsteiger unterschätzen, wie stark das öffentliche Ladenetz in Österreich bereits gewachsen ist – und wie schnell es weiter ausgebaut wird.
Aktuelle Situation:
- Über 36.000 öffentliche Ladepunkte in Österreich, 450 davon sind von der Kelag
- Davon rund 3.500 Ultraschnelllader (High Power Charger), mit denen Sie in kurzer Zeit große Reichweiten nachladen können
Reichweite realistisch einschätzen
Aktuelle E-Autos bieten in der Praxis meist 350–450 km Reichweite pro Ladung (je nach Modell, Fahrweise, Temperatur). Für den Alltag in Kärnten reicht das in vielen Fällen mehrere Tage, ohne zu laden.
Typische Sorge: Reichweitenangst
- In der Praxis nur selten ein Problem, wenn Sie einmal Ihr Fahrprofil kennen.
- Mit einer Wallbox zu Hause starten Sie meist täglich mit vollem Akku.
- Auf längeren Strecken planen Sie 1–2 kurze Ladestopps an Schnellladern ein.
Die Kelag-App für das Laden unterwegs
Mit der Kelag-App können Sie:
- öffentliche Ladepunkte finden
- Ladevorgänge starten, stoppen und abrechnen
Schritt 5: Kelag-Prämien & Beratung nutzen – so wird der Umstieg noch attraktiver
Die Kelag bietet Kunden seit 2025 Prämien, die den Umstieg auf ein E-Auto zusätzlich wirtschaftlich attraktiv machen:
1. Elektroauto-Prämie
- Beim Kauf eines rein elektrischen Fahrzeugs (BEV) können Sie als Kelag-Kunde die Elektroauto-Prämie in Anspruch nehmen.
2. Wallbox-Prämie
- Für den Kauf einer privaten Wallbox im Kelag-Webshop gibt es ebenfalls eine Kelag-Prämie, die direkt beim Kauf abgezogen wird.
- Die Kelag bzw. Ihr Installationsbetrieb kann Sie hier konkret unterstützen.
3. THG-Bonus
- Für E-Autos können Kelag-Kunden mit Ladevertrag österreichweit jährlich den sogenannten THG-Bonus (Treibhausgas-Bonus) beantragen.
- Damit erhalten Sie derzeit rund 200 € pro Jahr
Fazit: Mit einer Photovoltaik-Anlage in Kärnten ist der schritt zum e-Auto besonders attraktiv
Für bestehende PV-Kunden in Kärnten ist der Umstieg auf ein E-Auto ein logischer und wirtschaftlich sinnvoller Schritt:
- Sie nutzen die hohe Sonneneinstrahlung und steigern Ihren Eigenverbrauch.
- Sie fahren deutlich günstiger (rund 5 € statt 10–13 € pro 100 km).
- Sie sparen bei 15.000 km im Jahr rund 1000 €
- Sie laden im Sommer dank PV-Überschuss oft nahezu gratis.
- Sie machen sich unabhängiger von schwankenden Sprit- und Ölpreisen.
Mit einer gut geplanten Wallbox, einem intelligenten Controller für PV-Überschussladen und der App für die Steuerung zu Hause und unterwegs steht einem komfortablen Einstieg in die Elektromobilität nichts im Weg.
Nächster Schritt:
Vereinbaren Sie einen Beratungstermin mit der Kelag und klären Sie:
- wie Ihre bestehende Photovoltaik-Anlage bestmöglich für das Laden eines E-Autos genutzt werden kann
- welche Kelag-Wallbox zu Ihrem Haus passen
- welche Prämien und Förderungen Sie konkret in Anspruch nehmen können
So wird aus Ihrer Idee „E-Auto mit Solarstrom“ ein nachhaltiges, wirtschaftlich sinnvolles Gesamtsystem – optimal abgestimmt auf Ihr Zuhause und Ihren Alltag in Kärnten.