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Konferenz Erneuerbare Energie Kärnten 2018

Konferenz Erneuerbare Energie Kärnten 2018

Am 14. November 2018 veranstaltete die Kelag zum 13. Mal die "Konferenz Erneuerbare Energie Kärnten".

Unter dem Tagungsmotto „Woran die Energiewende scheitern wird? und wie sie dennoch gelingt“ verfolgten über 300 Teilnehmer im Casineum Velden unter der Moderation von Ernst Sittinger die spannenden Ausführungen der hochkarätigen Referenten.

„Wir haben den Titel der Konferenz bewusst provokant gewählt, denn wir müssen aufrütteln und bewusst machen, welche Aufgaben noch zu erfüllen sind. Die Energiewende ist keine reine Stromwende. Wir benötigen auch eine Wärme- und Mobilitätswende. Hier haben wir alle noch große Hausaufgaben zu erledigen, um die Ziele der ?mission2030? zu erreichen“, betont Kelag-Vorstand Manfred Freitag und ergänzt, die Energiewende werde nur dann gelingen, wenn es für Energieversorger eine Investitionssicherheit gibt, Genehmigungsverfahren rascher abgearbeitet werden und das Zusammenwirken des gesamten Systems funktioniert.

Gilbert Isep, Aufsichtsratsvorsitzender der Kelag, hält in seiner Eröffnungsrede fest, dass die Energiewende an jedem Einzelnen scheitern könne und umgekehrt auch nur dann gelingen werde, wenn alle einen Beitrag leisten. „Wir müssen unseren Energieverbrauch erkennen und analysieren, Ziele setzen und diese mit großer Konsequenz verfolgen“, so Isep.

Für Gaby Schaunig, Landeshauptmann-Stellvertreterin, ist die Konferenz Erneuerbare Energie eine wichtige Plattform, um sich zu vernetzen. „Die Energiewende kann nur gelingen, wenn wir es schaffen, neue Energieformen in den Mittelpunkt zu stellen. Wenn jeder nur den anderen dafür verantwortlich macht, dann wird nichts passieren — jeder und jede muss persönlich Verantwortung dafür übernehmen. Das große Ganze kann dann gelingen, wenn gemeinschaftlich daran gearbeitet wird“, betont Schaunig.

Netze
Netze spielen beim Umbau des Energiesystems eine zentrale Rolle. „Erneuerbare Energien, begleitet durch Netzausbau, zusätzliche Flexibilitätsoptionen und Einsatz neuer Technologien sowie das passende Marktdesign sind dabei die zentralen Eckpfeiler“, erläutert Gerhard Christiner, Mitglied des Vorstandes der Austrian Power Grid AG.

Es werde immer stürmischer um unsere Netze, attestiert Robert Schmaranz, Leiter der Netzführung der KNG-Kärnten Netz GmbH. Lokale Extremereignisse, wie z. B. der Föhnsturm „Yves“ im Dezember des vergangenen Jahres oder der Starkregen und der Föhnstürm „Vaia“ Ende Oktober/Anfang November 2018, werden nicht nur in Kärnten, sondern auch in anderen Bundesländern mit einer regelmäßigen Häufigkeit registriert und zeigen eine zunehmende Tendenz. Zusätzliche Herausforderungen für den Netzbetrieb seien der massive Zuwachs der Erzeugung aus erneuerbarer Energie, sinkende Verfügbarkeiten von Kraftwerken und ein schleppender Netzausbau. „Österreichische Netzbetreiber bereiten sich auf diese neuen Herausforderungen umfangreich vor, indem unterschiedliche Szenarien und mögliche Auswirkungen betrachtet werden“, so Schmaranz.
  

Infrastruktur
Energiewende bedeute den vollständigen Umbau der Energie-Infrastruktur und die Vernetzung mit den betroffenen Bereichen wie Mobilität, Wasser, Wärme, Wohnen, Gesundheit oder Bildung, betont Robert Grüneis, Geschäftsführer der Aspern Smart City Research GmbH & Co KG. „Wir arbeiten in unserem Projekt ?Seestadt Aspern? an der zukünftigen Energieversorgung für eine Smart City. Ziel für unsere kommenden Generationen muss es sein, in der Stadt selbst so viel Energie verfügbar zu machen, zu speichern und zu verteilen, wie wir intelligent verbrauchen wollen“, so Grüneis.

Kann der großflächige Um- und Ausbau überhaupt wie gewünscht funktionieren? Oder stoßen wir an physikalische und technische Grenzen? „Die Physik der Energiewende bringt eine neue Dynamik ins Zusammenspiel der Infrastrukturkomponenten, die die Marktmechanismen grundsätzlich aufnehmen müssen, wenn eine realistische Umsetzung der Energiewende-Ziele angestrebt werden soll“, erklärt Reinhard Haas vom Institut für Energiesysteme und Elektrische Antriebe der Technischen Universität Wien.

Die Energiewende brauche einfache Regeln, fordert Andreas Eigenbauer, Vorstand der E-Control: „Die Liberalisierung hat die Strom- und Gasmärkte sukzessive komplexer gemacht. Die künftige Entwicklung ist durch den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien, Sektorkopplung und die verstärkte Mitwirkung der Kundinnen und Kunden vorgezeichnet. Ziel sollte jedoch nicht sein, die erforderliche Steuerung durch komplizierte Regeln zu gewährleisten, sondern durch klare Zielvorgaben an die Akteure, verbunden mit wirkungsvollen Sanktionsmechanismen“, so Eigenbauer.


Flexibilität
Das Zauberwort für erneuerbare Energien heiße Flexibilität, meint Irene Knauber, technische Leiterin Geschäftseinheit Deutschland, Energiedienst Holding AG. „Wenn erneuerbare Energien die Stromversorgung zu einem überwiegenden Teil übernehmen, wird Flexibilität und regionaler Ausgleich immer wichtiger. Jede Form der Flexibilität sollte ermittelt und zur Steuerung unter gewissen Rahmenbedingungen freigegeben werden“, so Knauber.
 

Konzernkommunikation/Corporate Affairs
 

Am 14. November 2018 veranstaltete die Kelag zum 13. Mal die "Konferenz Erneuerbare Energie Kärnten".

Unter dem Tagungsmotto „Woran die Energiewende scheitern wird? und wie sie dennoch gelingt“ verfolgten über 300 Teilnehmer im Casineum Velden unter der Moderation von Ernst Sittinger die spannenden Ausführungen der hochkarätigen Referenten.

„Wir haben den Titel der Konferenz bewusst provokant gewählt, denn wir müssen aufrütteln und bewusst machen, welche Aufgaben noch zu erfüllen sind. Die Energiewende ist keine reine Stromwende. Wir benötigen auch eine Wärme- und Mobilitätswende. Hier haben wir alle noch große Hausaufgaben zu erledigen, um die Ziele der ?mission2030? zu erreichen“, betont Kelag-Vorstand Manfred Freitag und ergänzt, die Energiewende werde nur dann gelingen, wenn es für Energieversorger eine Investitionssicherheit gibt, Genehmigungsverfahren rascher abgearbeitet werden und das Zusammenwirken des gesamten Systems funktioniert.

Gilbert Isep, Aufsichtsratsvorsitzender der Kelag, hält in seiner Eröffnungsrede fest, dass die Energiewende an jedem Einzelnen scheitern könne und umgekehrt auch nur dann gelingen werde, wenn alle einen Beitrag leisten. „Wir müssen unseren Energieverbrauch erkennen und analysieren, Ziele setzen und diese mit großer Konsequenz verfolgen“, so Isep.

Für Gaby Schaunig, Landeshauptmann-Stellvertreterin, ist die Konferenz Erneuerbare Energie eine wichtige Plattform, um sich zu vernetzen. „Die Energiewende kann nur gelingen, wenn wir es schaffen, neue Energieformen in den Mittelpunkt zu stellen. Wenn jeder nur den anderen dafür verantwortlich macht, dann wird nichts passieren — jeder und jede muss persönlich Verantwortung dafür übernehmen. Das große Ganze kann dann gelingen, wenn gemeinschaftlich daran gearbeitet wird“, betont Schaunig.

Netze
Netze spielen beim Umbau des Energiesystems eine zentrale Rolle. „Erneuerbare Energien, begleitet durch Netzausbau, zusätzliche Flexibilitätsoptionen und Einsatz neuer Technologien sowie das passende Marktdesign sind dabei die zentralen Eckpfeiler“, erläutert Gerhard Christiner, Mitglied des Vorstandes der Austrian Power Grid AG.

Es werde immer stürmischer um unsere Netze, attestiert Robert Schmaranz, Leiter der Netzführung der KNG-Kärnten Netz GmbH. Lokale Extremereignisse, wie z. B. der Föhnsturm „Yves“ im Dezember des vergangenen Jahres oder der Starkregen und der Föhnstürm „Vaia“ Ende Oktober/Anfang November 2018, werden nicht nur in Kärnten, sondern auch in anderen Bundesländern mit einer regelmäßigen Häufigkeit registriert und zeigen eine zunehmende Tendenz. Zusätzliche Herausforderungen für den Netzbetrieb seien der massive Zuwachs der Erzeugung aus erneuerbarer Energie, sinkende Verfügbarkeiten von Kraftwerken und ein schleppender Netzausbau. „Österreichische Netzbetreiber bereiten sich auf diese neuen Herausforderungen umfangreich vor, indem unterschiedliche Szenarien und mögliche Auswirkungen betrachtet werden“, so Schmaranz.
  

Infrastruktur
Energiewende bedeute den vollständigen Umbau der Energie-Infrastruktur und die Vernetzung mit den betroffenen Bereichen wie Mobilität, Wasser, Wärme, Wohnen, Gesundheit oder Bildung, betont Robert Grüneis, Geschäftsführer der Aspern Smart City Research GmbH & Co KG. „Wir arbeiten in unserem Projekt ?Seestadt Aspern? an der zukünftigen Energieversorgung für eine Smart City. Ziel für unsere kommenden Generationen muss es sein, in der Stadt selbst so viel Energie verfügbar zu machen, zu speichern und zu verteilen, wie wir intelligent verbrauchen wollen“, so Grüneis.

Kann der großflächige Um- und Ausbau überhaupt wie gewünscht funktionieren? Oder stoßen wir an physikalische und technische Grenzen? „Die Physik der Energiewende bringt eine neue Dynamik ins Zusammenspiel der Infrastrukturkomponenten, die die Marktmechanismen grundsätzlich aufnehmen müssen, wenn eine realistische Umsetzung der Energiewende-Ziele angestrebt werden soll“, erklärt Reinhard Haas vom Institut für Energiesysteme und Elektrische Antriebe der Technischen Universität Wien.

Die Energiewende brauche einfache Regeln, fordert Andreas Eigenbauer, Vorstand der E-Control: „Die Liberalisierung hat die Strom- und Gasmärkte sukzessive komplexer gemacht. Die künftige Entwicklung ist durch den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien, Sektorkopplung und die verstärkte Mitwirkung der Kundinnen und Kunden vorgezeichnet. Ziel sollte jedoch nicht sein, die erforderliche Steuerung durch komplizierte Regeln zu gewährleisten, sondern durch klare Zielvorgaben an die Akteure, verbunden mit wirkungsvollen Sanktionsmechanismen“, so Eigenbauer.


Flexibilität
Das Zauberwort für erneuerbare Energien heiße Flexibilität, meint Irene Knauber, technische Leiterin Geschäftseinheit Deutschland, Energiedienst Holding AG. „Wenn erneuerbare Energien die Stromversorgung zu einem überwiegenden Teil übernehmen, wird Flexibilität und regionaler Ausgleich immer wichtiger. Jede Form der Flexibilität sollte ermittelt und zur Steuerung unter gewissen Rahmenbedingungen freigegeben werden“, so Knauber.
 

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