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Energie aus Kärnten
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ach der Familie Mordax im 14. Jahrhundert scheinen 1513
Kaiser Maximilian I. und ab 1515 die Brüder Siegmund
und Wolfgang von Keutschach als Besitzer auf. Diese errich-
teten das Hauptgebäude, welches in vier Trakten um einen
rechteckigen Hof angelegt ist. Das Schloss zählt zu den be-
deutendsten Renaissance-Anlagen Österreichs.
Den Rittern von Keutschach folgten seit der Mitte des 17.
Jahrhunderts mehrere adelige Beistzer, unter diesen die Gra-
fen Attems. Im 19. Jahrhundert verfielen die Gebäude. Schon
1802 war das bedeutendste Kunstwerk, ein hexagonales
Brunnenmonument, dessen Reliefplatten Szenen aus Ovids
Metamorphosen zeigen, aus dem Arkadenhof entfernt und auf
dem Hauptplatz in Friesach aufgestellt worden.
Im Jahre 1891 kaufte Georg von Gutmannsthal das Schloss,
verkaufte es aber bereits 1898 an den Olivetanerorden, der
das Schloss Tanzenberg umbaute und ein Kloster errichtete.
Im ersten und zweiten Geschoss ist der Hof von Renaissance-
arkaden umgeben. Der Renaissancebau erhielt ein drittes Ge-
schoß. Im Nordosttrakt wurden Bauteile der mittelalterlichen
Burg erhalten. Anstelle des ehemaligen Festsaales im Süd-
westtrakt wurde eine neuromanische, dreischiffige Emporen-
basilika mit Rundapsis errichtet, in der Fresken von Valentin
Oman zu sehen sind, die den Kreuzweg Jesu Christi darstel-
len.
Das Kloster ging 1953 in den Besitz der Diözese Gurk-Klagen-
furt über. Die Gebäude werden als humanistisches und neu-
sprachliches Gymnasium genutzt (Bundesgymnasium und
Marianum Tanzenberg). Bekannte Absolventen sind u. a. Peter
Handke, Florjan Lipuš und Valentin Oman.
Welches Kärntner Rittergeschlecht erbaute das Renais-
sance-Schloss?
Sie können die Antwort auch mailen: raetsel@kelag.at
Zu gewinnen gibt es:
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4. und 5. Preis: Je ein Bildband: Wörthersee
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Gewinner:
Erhard Mettnitzer, 9545 Radenthein
Karin Glanznig, 9853 Gmünd
Bruno Weiss, 9556 Liebenfels
Christina Pollitzer, 2104 Spillern
Anna Keber, 9121 Tainach
Wie heißt es?
Auf dem Kahlenberg über dem Zollfeld, liegt weithin sichtbar das Schloss
Tanzenberg. Es wurde erstmals im Jahre 1247 erwähnt.
TEXT: WERNER WATZENIG