energie aus Kärnten 2015/1 - page 8

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energie
aus Kärnten
jährlich rund drei Milli-
onen Kilowattstunden
Strom. Das entspricht
dem
durchschnittli-
chen Jahresbedarf von
800 Haushalten.
Mira trippelt munter
hinter ihrer großen
Schwester her durch
die
Maschinenhalle,
welche auch für Vernissagen und Seminare genutzt
wird. Auf dem Fußboden sind die Namen berühmter
Physiker und Elektrotechniker sowie die wichtigsten
Formeln der Elektrotechnik zu sehen. „Fortschrittliche
Mühlenbesitzer erzeugten ab den 1880ern Elektrizi-
tät. Die erste öffentliche elektrische Beleuchtung gab
es 1892 in Spittal an der Drau“, erzählt Watzenig, „an-
dere Gemeinden folgten, aber der Strom konnte nur
über kurze Entfernungen transportiert werden und so
entstanden viele kleine lokale Netze – wie Inseln – ne-
beneinander.“
Die Schwächen der Stromversorgung in den einzelnen
Gebieten sind imWinter 1921 deutlich geworden. Ext-
remes Niedrigwasser setzte der Stromerzeugung enge
Grenzen und ließ die Netze immer wieder zusammen-
brechen. Die Lösung dieses Problems war ein Spei-
cherkraftwerk für die Produktion von Spitzenstrom.
Adolf Wolf, der Obmann des städtischen Elektrizitäts-
werks Klagenfurt, initiierte den Bau des Speicherkraft-
werks Forstsee durch die Kärntner Wasserkraftwer-
ke-AG (KÄWAG). Davon ausgehend sollten die vielen
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Schau-Kraft-
werk Forstsee
Das Wasser aus dem
Speicher Forstsee wird
durch einen Stollen und
über eine rd. 335 Meter
lange Stahldruckrohr­
leitung zur Turbine
im Krafthaus geleitet.
Inbetriebnahme:
3.2.1925
Speicherinhalt:
4,7 Mio. m
3
Erzeugung im Regeljahr:
3 Mio. kWh
Fallhöhe:
rd. 160m
Geöffnet:
im Sommer täglich
von 10 bis 18 Uhr
Führungen:
bis max. 20 Personen, An-
meldung: T 0463 525-1440
„Die
Kraft des
Wassers
ersetzte
die Mus-
kelkraft.“
FOTOS
Gernot Gleiss, Chris Zenz, beigestellt
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