energie aus Kärnten 2015/1 - page 11

Stichwort
Energieeffizi-
enz-Offensive: Was ist un-
ter diesem nachhaltigen
Beitrag
des
Kelag-Kon-
zerns im Rahmen seiner
unternehmerischen
Ge-
sellschaftsverantwortung
(CSR) für Kärnten zu verste-
hen?
Freitag:
Wichtig zu wissen
ist: Unsere Energieeffizi-
enz-Offensive haben wir
nicht auf Druck des neuen
Energieeffizienzgesetzes gestartet, son-
dern bereits vor eineinhalb Jahren. Mit
dem Maßnahmenpaket verfolgen wir das
Ziel, einen nachhaltigen Beitrag zum Kli-
maschutz, zur Energieeffizienz und zur
Nutzung Erneuerbarer Energie zu leisten.
Die Schwerpunkte liegen dabei auf Privat-
kunden, Gemeinden und Gewerbebetrie-
ben sowie Haushalten mit sehr niedrigem
Einkommen.
Wiersma:
Wir sind uns der gesellschaftli-
chen Verantwortung als Leitbetrieb be-
wusst. Allein die Wertschöpfung für das
Land Kärnten durch die Aktivitäten der
Kelag beträgt 330 Millionen Euro pro Jahr.
Wir leisten einen Beitrag für die Sicher-
stellung von über 3.000 Arbeitsplätzen in
Kärnten, wir haben eine Ausbildungsquo-
te von 8,5% bei über 120 Lehrlingen. Wir
fördern das gesellschaftliche Leben von
Kultur über Sport bis hin zu sozialen The-
men. Und dieser Verantwortung wollen
wir auch in Zukunft gerecht werden, das
geht aber nur, wenn man wirtschaftlich
erfolgreich ist.
Mit welchen neuen Produkten und Innova-
tionen reagiert der Kelag-Konzern auf die
sich ändernden Kundenbedürfnisse?
Wiersma:
Wir entwickeln unser Produkt-
und Dienstleistungsspektrum stetig wei-
ter und bieten unterschiedliche Preismo-
delle für verschiedene Kundenwünsche.
Neu ist z. B. der Kelag-ÖKO-Fix-Tarif, der,
wie der Name schon sagt, einen fixen
Strompreis über drei Jahre garantiert. Das
Gegenstück dazu für risikofreudige Kun-
den ist der Kelag-ÖKO-Flex. Dieser Tarif ist
an den Österreichischen Strompreisindex
gebunden und wird monatlich neu be-
rechnet. Daneben haben wir mit Blick auf
Wärmepumpen und Fotovoltaik weitere
attraktive Angebote und bieten auch viel
im Bereich Energie-Dienstleistungen an.
Freitag:
Alle unsere Aktivitäten bündeln
wir unter der Dachmarke „Generation Kli-
maschutz“. Das ist kein Lippenbekenntnis,
sondern mittlerweile zu einer Philosophie
des Unternehmens geworden. Diese Linie
beizubehalten ist manchmal nicht so ein-
fach, aber sie kontinuierlich weiterzuentwi-
ckeln ein ganz wesentlicher Punkt. Es geht
uns nicht darum, dass wir über den Preis-
kampf amMarkt reüssieren wollen, sondern
wir wollen versuchen, gemeinsam mit dem
Kunden auch für den Klimaschutz und für
den Natur- und Umweltschutz etwas zu tun.
Die Rückführung auf einen Zweier-Vor-
stand hat einen Konzern-Umbau zur Folge
gehabt. Wie sieht die neue strategische
Ausrichtung für die sichere Energieversor-
gung und -verteilung aus?
Wiersma:
Unsere Unternehmensphiloso-
phie, aber auch die Dachmarke „Genera-
tion Klimaschutz“ ist Nachhaltigkeit, also
wirtschaftliche Stabilität auf der einen
Seite, Versorgungssicherheit, Klimaschutz
und soziale Verantwortung andererseits.
Unsere strategische Ausrichtung liegt auf
Erneuerbarer Energie und Energieeffizi-
enz. Unsere neue Produktkampagne läuft
daher unter dem Motto „Intelligent spa-
ren“.
Freitag:
Es geht uns darum, unsere Kunden
für das Energiesparen zu sensibilisieren
und sie dabei mit attraktiven Preismodel-
len zu unterstützen. Nur den Einheitspreis
zu reduzieren wäre sehr unkreativ. Wir wis-
sen auch, dass die Senkung der Kilowatt-
stundenpreise nicht wirklich zu einem
Sparverhalten führt. Das was billig ist, da-
von wird normalerweise mehr verbraucht
und nicht weniger.
Als Motor der Kärntner Wirtschaft steht
der Kelag-Konzern alljährlich für sehr gro-
ße Investitionen und regionaleWertschöp-
fung. Ist er auch zukünftig ein verlässlicher
Partner für Kunden sowie sicherer und at-
traktiver Arbeitgeber?
Freitag:
Als öffentlicher Auftraggeber sind
wir dem Bundesvergabegesetz verbun-
den. Aber nach Maßgabe der Möglichkei-
ten schauen wir natürlich, dass die Wert-
schöpfung in Kärnten bleibt, ohne dabei
ein Gesetz zu verletzen.
Wiersma:
Wir sind ein moderner Energie-
dienstleister und attraktiver Arbeitgeber
und wollen alle Anstrengungen unterneh-
men, um auch in zehn Jahren erfolgreich zu
sein.
Armin Wiersma (l.) und Manfred Freitag
leiten die Geschicke des Kelag-Konzerns
als Zweier-Vorstand.
Vielen Dank für das Gespräch!
„Es geht uns
darum, unsere
Kunden dabei
zu unterstüt-
zen, ihre Kos-
ten zu senken.“
Manfred Freitag
Kelag-Vorstand
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Vorstands-Talk
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