Page 38 - Nachhaltigkeitsmagazin 2020
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Produkte und Innovationen                                                                                              Nachhaltigkeitsmagazin 2020






             Mobilität






             neu                                                                                                                                                                        PARTNER IN DIESEM
                                                                                                                                                                                        „DIE KELAG IST ALS


                                                                                                                                                                                            PROJEKT AKTIV
             denken                                           Der Ausbau der E-Mobilitätsinfrastruktur in                                                                               UND LEISTET EINEN
                                                              Städten hat großes Potenzial, zu einer umwelt-
                                                              freundlicheren Form der Mobilität auf lokaler
                                                                                                                                                                                              WERTVOLLEN
                                                              Ebene beizutragen. Die Kelag ist Teil des EU-For-
                                                              schungsprojekts „STEVE“, das sich dem umwelt-                                                                               BEITRAG FÜR DEN
                                                              freundlichen Stadtverkehr der Zukunft widmet.
                       |                                                                                                                                                                  PROJEKTERFOLG.“

                                                                                                                                                                                                     Christina Strasser
                                                                      arkplätze in Städten sind rar und häu  g mit länge-                                                                          Projektleiterin der Kelag
                                                                      ren Fußwegen verbunden. Zudem kommt es durch
                                                                      das hohe Verkehrsaufkommen in den Ballungs-
                                                             P zentren häu  g zu Staus, die eine große Belastung
                                                              für Luft und Umwelt zur Folge haben. Besonders im urbanen
                                                              Raum gewinnen deshalb E-Leichtfahrzeuge, Elektromotor-                 Martin Ernst, Techniker Betrieb E-Ladeinfrastruktur und Christina Strasser,
                                                              räder oder E-Bikes als Alternativen zu fossil betriebenen Trans-       Business Development, bringen ihr Fachwissen in das Projekt ein.
                                                              portmitteln immer mehr an Bedeutung.

                                                              Verknüpfung verschiedenster Mobilitätsangebote                         Umweltfreundlicher Stadtverkehr mit „STEVE“
                                                              Heute ist es notwendig, für die Fahrt mit einem ö  entlichen           Vor diesem Hintergrund startete im Jahr 2017 mit dreijähriger   beteiligt war. Darin geht es vor allem um Handlungsalternati-
                                                              Verkehrsmittel, egal ob Bahn, Bus oder Leihfahrrad, ein                Laufzeit das von der EU   nanzierte Projekt „STEVE“ (Smart-  ven und die Einbindung von Stadtgemeinden in der Etablie-
                                                              einzelnes Ticket über die Plattform des jeweiligen Anbieters           Taylored L-category Electric Vehicle demonstration in hEtero-  rung verschiedener Mobilitätskonzepte im urbanen Raum.
                                                              zu kaufen. Werden aber die individuellen Bedürfnisse der               geneous urban use cases). In diesem Projekt erforschen die   Auch die Bedeutung von Energieversorgungsunternehmen
                                                              Verkehrsteilnehmer in den Mittelpunkt gestellt, könnte sich            Kelag und Partner aus Finnland, Italien, Österreich, Spanien,   im Bereich E-Ladeinfrastruktur ist ein zentrales Thema“,
                                                              die Mobilität der Zukunft mit maßgeschneiderten Mobili-                Großbritannien, Slowenien und Deutschland neue Mobili-  erklärt Strasser.
                                                              tätslösungen und einer intelligenten Infrastruktur grund-              tätskonzepte für kleinere Städte. In den vier Städten Villach,
                                                              legend verändern. Genau darum geht es auch beim Ansatz                 Turin, Venaria und Calvià wird der Einsatz von E-Bike- und   E-Mobilität im Kelag-Konzern
                                                              von „Mobility as a Service“ (MaaS), bei dem unterschiedliche           E-Car-Sharing erprobt. Dafür wurden neue elektrisch be-  Als nachhaltigem, umweltbewusstem Unternehmen ist es der
                                                              Transportmöglichkeiten zu einem multimodalen Service                   triebene Leichtfahrzeuge konzipiert, die für die Testphase zur   Kelag ein großes Anliegen, im Sinne einer e-mobilen Zukunft
                                                              gebündelt werden. Dies erfordert eine gemeinsame Routen-               Verfügung gestellt werden. Die einzelnen Städte haben dabei   eine gut ausgebaute und leistungsfähige Ladeinfrastruktur
                                                              planung und Abrechnung verschiedener Anbieter. Doch was                unterschiedliche Schwerpunkte und Ziele und unterscheiden   bereitzustellen. Derzeit stehen österreichweit insgesamt 246
                                                              heißt das genau?                                                       sich in Bezug auf Bevölkerungsgröße, geogra  sche Lage,   Ladepunkte mit Ladeleistungen zwischen 11 und 160 kW für
                                                                                                                                     Mobilitätsausbau und Handlungsabsichten.        das Laden von E-Autos zur Verfügung. Zusätzlich gibt es für
                                                              Ein MaaS-Konzept vereint verschiedene Services. Das                                                                    Kunden individuelle Ladelösungen für zu Hause, für Wohnan-
                                                              bedeutet beispielsweise, dass ein und dasselbe Ticket für              „Die Kelag ist als Partner in diesem Projekt aktiv und leistet mit   lagen oder den Geschäftsbereich. Der Autostrom stammt zu
                                                              unterschiedliche Transportmittel gültig ist. Dadurch soll der          ihrer umfangreichen Kompetenz im Bereich Ladeinfrastruktur   100 Prozent aus Wasserkraft und Ökoenergie. Die Kelag stellt
                                                              Bedarf an Park  ächen verringert und das gesamte Verkehrs-             für E-Fahrzeuge einen wertvollen Beitrag für den Projekt-  auch ihren eigenen Fuhrpark schrittweise auf E-Fahrzeuge
                                                              aufkommen in innerstädtischen Bereichen reduziert werden.              erfolg“, sagt Christina Strasser, Projektleiterin der Kelag. Die   um. Insgesamt 66 E-Fahrzeuge stehen derzeit für Dienstreisen
                                                              Um die Klimaziele zu erreichen, muss zunehmend Abstand                 Testphase des Projekts wurde Ende Oktober 2020 erfolgreich   bereit.
                                                              von fossilen Brennsto  en genommen und E-Mobilität weiter              abgeschlossen. Eine de  nierte Benutzergruppe konnte dabei
                                                              gefördert werden – auch in Servicekonzepten. Besonders aus             mithilfe einer speziell entwickelten App die Sharing-Dienste   Im Kelag-Kompetenzzentrum E-Mobilität erhalten Kunden
                                                              Sharing-Diensten kann ein großer Nutzen für zukünftige und             nutzen und ausführlich testen. Die gesammelten Daten wer-  außerdem herstellerunabhängige Informationen zu E-Autos
                                                              nachhaltige Mobilitätskonzepte gezogen werden. Durch die               den ausgewertet und   ießen in Handlungsanleitungen der   und zur Ladeinfrastruktur im ö  entlichen und im privaten Be-
                                                              nutzerzentrierte Perspektive tragen sie dazu bei, die Anzahl           Europäischen Kommission für nachhaltige urbane Mobilitäts-  reich. Wer E-Mobilität hautnah erleben möchte, ist hier richtig:
                                                              der Privatwägen zu verringern und damit den Anteil des           SDG 9, 11, 13  konzepte ein. „Im Zuge des Projekts ,STEVE‘ ist außerdem ein   Testfahrten mit E-Autos, E-Mopeds oder E-Motorrädern sind
             In Villach wurde im Rahmen des Projekts eine eigene
             Ladeinfrastruktur aufgebaut.                     motorisierten Individualverkehrs zu reduzieren.                        Diskussionspapier entstanden, an dessen Erstellung die Kelag   nach Terminvereinbarung jederzeit möglich.   >|

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