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für weitere betriebliche Regelungen, die sowohl branchen-
           Im Zuge der Implementierung des CMS wurde die konzern-  als  auch  landestypische  Besonderheiten  berücksichtigen
           weite Möglichkeit geschaffen, sich bei Rechtsverstößen von   können.
           Entscheidungsträgern direkt und bei Bedarf anonym an die   GRI 102-16, 102-17
                                                           http://www.kelag.at/corporate/kelag-verhaltenskodex-1689.htm
           Compliance-Verantwortlichen  zu  wenden,  die  die  an  sie    https://www.kelag.at/corporate/werte-5508.htm
           herangetragenen Informationen mit der gebotenen Sorg-
           falt und Vertraulichkeit behandeln müssen. Im Vordergrund   Die Effizienz des KELAG-Compliance-Managementsystems
           des CMS stehen jedoch präventive Maßnahmen. In diesem   zeigte sich auch im Geschäftsjahr 2019. Es liegen keine Kor-
           Sinne bilden Schulungen und Vorträge sowie im Bedarfsfall   ruptionsfälle, Rechtsverfahren aufgrund von wettbewerbs-
           individuelle Beratungen und Auskünfte zu konkreten Fra-  widrigem  Verhalten,  Nichteinhaltungen  von  Umwelt-
           gen  wichtige  Schwerpunkte  der  Compliance-Arbeit.  Die   schutzgesetzen oder Verstöße im Zusammenhang mit Mar-
           Compliance-Schulung im Konzern wird seit Mai 2010 jähr-  keting  und  Kommunikation  oder  sozioökonomische Ver-
           lich  von Vortragenden  einer  Rechtsanwaltskanzlei  durch-  stöße vor.
           geführt. Die Einladung zu den Schulungen ergeht jeweils
                                                           GRI 205-3, 206-1, 307-1, 417-3, 419-1
           an die entsprechende Führungsebene, welche für die Ent-
           sendung der Mitarbeiter in ihren Bereichen verantwortlich
           ist. Im Berichtsjahr wurde das Format der Schulungen auf E-
           Learning geändert, um den Mitarbeitern mehr Flexibilität
           zu gewähren. Insgesamt nahmen 89 Mitarbeiter an Compli-
           ance-Schulungen teil – davon im E-Learning Format elf  Per-
           sonen  zum  Thema  Kartellrecht  und  20  Personen  zum
           Thema  Korruptionsprävention,  rd.  50 %  dieses  Schlüssel-
           personenkreises sind Führungskräfte. Das oberste Manage-
           ment  wurde  in  einem  separatem  Termin  persönlich  ge-
           schult.
             GRI 205-2



           Der Verhaltenskodex gilt einheitlich für die KELAG. Auslän-
           dische  Tochterunternehmen  können  bei  der  Umsetzung
           des Verhaltenskodex nationalen Besonderheiten Rechnung
           tragen,  wenn  und  insofern  dies  die  Grundprinzipien  des
           konzernweiten Kodex nicht beeinträchtigt. Durch ihr Han-
           deln will die KELAG auf eine weitere Verbreitung der im Ver-
           haltenskodex  aufgestellten  Grundsätze  hinwirken.  Unter-
           nehmen, mit denen die KELAG in einer geschäftlichen Be-
           ziehung steht, werden daher ermutigt, sich an den Regeln
           des KELAG-Verhaltenskodex zu orientieren. Sollten im Rah-
           men  geschäftlicher  Beziehungen  konkurrierende  Regel-
           werke aufeinanderstoßen, strebt das Unternehmen einver-
           nehmliches Handeln an. Der Verhaltenskodex ist die Basis
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