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zepte für kleinere Städte. Der Fokus liegt dabei auf dem ge-
                                                                  samtheitlichen Personenbeförderungskonzept „e-Mobility
                                                                  as a Service“. Unter anderem wird dabei in der Stadt Villach
                                                                  der Einsatz von E-Bike- und E-Car-Sharing erprobt.

                                                                  Weitere  aktuelle  anwendungsorientierte  F&E-Themen  im
                                                                  KELAG-Konzern betreffen die Themenbereiche Technische
                                                                  Diagnostik von Betriebsmitteln, Einsatz alternativer Isolier-
                                                                  flüssigkeiten  in Transformatoren,  Beeinflussung  von  Gas-
                                                                  rohrleitungen,  Strategien  für  den  Netzwiederaufbau,  Zu-
                                                                  standsbewertung  von  Betriebsmitteln  unter  anderem
                                                                  durch  den  Einsatz  von  Big  Data  sowie  Digitalisierung  im
                    Veränderte Marktbedingungen sowie neue Kundenbedürf-  Netzbetrieb  durch  sukzessive  Erweiterung  der  Berech-
                    nisse stellen hohe Anforderungen an die Innovationsfähig-  nungs-,  Simulations-  und  Visualisierungswerkzeuge.  Im
                    keit des Unternehmens. Um in diesem Umfeld flexibel auf   Rahmen von F&E-Projekten werden auch Technologien wie
                    Marktanforderungen reagieren zu können, ist es notwen-  Drohnen, Smart Poles oder Machine Learning auf ihre Pra-
                    dig, Innovationsprozesse nach außen hin zu öffnen und in-  xistauglichkeit  hin  untersucht. Wesentlich  sind  weiterhin
                    ternes Wissen mit externen Impulsen zu verknüpfen. Dies   auch anwendungsorientierte Grundsatzüberlegungen zum
                    geschieht unter anderem auch im Rahmen von zielgerich-  Thema Smart Grids und Smart Metering.
                    teten Forschungs- und Entwicklungsprojekten.
                                                                  Als Ergänzung zu den unternehmensinternen Aktivitäten
                    Im  Bereich  Forschung  und  Entwicklung  (F&E)  werden   werden Projekte im Rahmen des Ausschusses „Forschung
                    schwerpunktmäßig Projekte mit anwendungsorientiertem   und Innovation“ von Österreichs Energie mitfinanziert. Zu
                    Charakter bearbeitet. Dies erfolgt vielfach in Form von Ko-  den  wichtigsten  Themenfeldern  gehörten  im  Jahr  2019
                    operationen  mit  Industriepartnern,  Forschungsinstitutio-  weiterhin  Regulierung,  Netze  und Versorgungssicherheit,
                    nen sowie Fachhochschulen und Universitäten. Hervorzu-  Energiepolitik, Anwendung von Blockchain in elektrischen
                    heben ist dabei weiterhin die Stiftungsprofessur für „Nach-  Netzen, Cyber Security und Informations- und Kommunika-
                    haltiges Energiemanagement“ an der Alpen-Adria-Univer-  tionstechnik in Bezug auf die neue Datenschutz-Grundver-
                    sität Klagenfurt. Im Rahmen von Forschungsprojekten wer-  ordnung (DSGVO).
                    den  auch  immer  wieder  HTL-Diplomarbeiten  sowie  Ba-
                    chelor- und Masterarbeiten betreut.

                    Aktuelle  anwendungsorientierte  F&E-Arbeitsfelder  sind
                    beispielsweise die Projekte VirtueGrid und STEVE. Im For-
                    schungsprojekt VirtueGrid erforscht die KELAG gemeinsam
                    mit der KNG-Kärnten Netz GmbH und weiteren Projektpart-
                    nern, wie IKT-Systeme in Zukunft beim Betrieb von Strom-
                    netzen und anderer Infrastruktur eingesetzt werden kön-
                    nen. Im einem EU-Projekt erforscht die KELAG mit Partnern
                    aus  anderen  europäischen  Ländern  neue  Mobilitätskon-
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