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vorgenommen, da auf dieser Ebene ein eindeutiger Zusammengang zwischen Sicherungs-
          und Grundgeschäften besteht. Da ein Kausalzusammenhang zwischen den Wertänderungen
          von  Sicherungsinstrumenten  und  dem  zukünftig  erwarteten  Absatz  besteht  ist  eine
          kompensatorische Wirkung mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten. Für die beschriebenen
          Portfolien sind die angeführten Voraussetzungen kumulativ erfüllt.


          Die Bewertung auf Ebene der definierten Bewertungseinheiten hat zur Folge, dass nur bei
          negativen Deckungsbeiträgen auf Portfolioebene Rückstellungen für drohende Verluste zu
          bilden sind. Zum 31. Dezember 2019 wurden Rückstellungen aus Bewertungseinheiten im
          Vertriebs bereich Gas in Höhe von rd. 271 Tausend EUR gebildet. Für die restlichen Bereiche
          hat sich kein Rückstellungsbedarf ergeben.


          Erzeugungsbereich

          Zur  Absicherung  der  Cash  Flows  aus  Verkäufen  von  künftigen  Erzeugungsmengen  für
          Strom  werden  derivative  Instrumente  zur  Absicherung  gegen  Marktpreisschwankungen
          eingesetzt. Die Bilanzierung dieser Geschäfte erfolgt analog der AFRAC-Stellungnahme 15
          „Die unternehmensrechtliche Bilanzierung von Derivaten und Sicherungsgeschäften“.

          Die Möglichkeit der Bildung einer Bewertungseinheit zwischen derivativen Instrumenten und
          den erwarteten Cashflows aus dem Verkauf künftiger Erzeugungsmengen ist gegeben, da
          die  Grundgeschäfte  hochwahrscheinlich  und  eindeutig  identifizierbar  sind,  sodass  ein
          eindeutiger  Zusammenhang  zwischen  Sicherungs-  und  Grundgeschäft  vorliegt  und  ein
          Kausalzusammenhang zwischen den Wertänderungen von Sicherungsgeschäften  und den
          hochwahrscheinlichen zukünftigen Verkäufen besteht.

          Für  die  derivativen  Finanzinstrumente  im  Rahmen  dieser  Sicherungsbeziehungen
          wird  im  Fall  von  negativen  Marktwerten  nur  für  einen  etwaigen  ineffektiven  Anteil
          eine  Drohverlustrückstellung  gebildet.  Die  Ermittlung  allfällig  zu  berücksichtigender
          Ineffektivitäten  erfolgt  hierbei  anhand  der  Hypothetischen  Derivate-Methode.  Zum
          31.12.2019 musste hierfür keine Drohverlustrückstellung erfasst werden.

          Eigenhandel

          Die  im  Rahmen  des  Eigenhandels  geschlossenen  derivativen  Instrumente  werden  als
          Bewertungseinheit  im  Sinne  des  Portfolio-Handelshedge  gem.  AFRAC-Stellungnahme  15
          „Die   unternehmensrechtliche   Bilanzierung   von   Derivaten   und   Sicherungs-
          geschäften“  behandelt,  wobei  ein  Portfolio  für  den  Strom-  und  ein  Portfolio  für  den
          Gasbereich besteht. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 musste hierfür keine Drohverlust-
          rückstellung erfasst werden.
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