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Dem Risiko aus Marktpreisschwankungen wird durch ein aus dem zentralen Risikomanagement
                                      abgeleiteten Commodity Risikomanagement-System mit seinen Limitmechanismen begegnet.
                                      Kernbestandteil ist hierbei eine Risikominimierung durch eine langfristige Veräußerungs- und Be-
                                      schaffungsstrategie sowie durch ein enges Limitsystem für Eigenhandel. Die Absicherung erfolgt
                                      durch Forwards mit physischer Erfüllung bzw. im Eigenhandel auch durch Futures, die in Cash
                                      ausgeglichen werden. Für einige der in diesem Zusammenhang abgeschlossenen Derivate wird
                                      Hedge Accounting angewandt, für andere ergibt sich zu großen Teilen eine „natürliche Absiche-
                                      rung“ in der Gewinn- und Verlustrechnung. Jene Verträge, die gemäß dem erwarteten Einkaufs-,
                                      Verkaufs- oder Nutzungsbedarf dienen, werden als Own Use Geschäfte beurteilt.

                                      Mittels Sensitivitätsanalysen werden die Auswirkungen von potentiellen Preisschwankungen am
                                      Strom- bzw. Gasmarkt auf das Ergebnis bzw. das Eigenkapital gemessen.




                                                                    Ergebnis               Ergebnis
                                      in Mio. EUR                nach Steuern   Eigenkapital   nach Steuern   Eigenkapital
                                       Strom                           -2,5       -7,9        2,5         7,9
                                       Gas                             -0,1        2,2        0,1        -2,2



                                      Für den Ergebniseffekt nach Steuern wurde ein einheitlicher Konzernsteuersatz von 25 % ange-
                                      nommen. In der Sensitivität des Eigenkapitals wirkt neben der Sensitivität des Periodenergebnis-
                                      ses auch die Sensitivität aus den Cashflow Hedges im sonstigen Ergebnis.





                                      Der KELAG-Konzern agiert als international tätiger Energieversorger in einem zunehmend kom-
                                      plexer werdenden Umfeld. Die risikoaverse, auf Kontinuität ausgerichtete und dennoch den viel-
                                      fältigen  Herausforderungen  des  Wirtschaftsalltages  angepasste  Finanzierungsstrategie  des
                                      KELAG-Konzerns hat sich im aktuell vorherrschenden instabilen Umfeld gut bewährt. Im Bereich
                                      Finanzmanagement dienen Richtlinien als Grundlage für die Geschäftsausübung, in der strikte
                                      Risikomaßnahmen, Verantwortlichkeiten und Kontrollen verbindlich vorgeschrieben werden.


                                      Das Rating der KELAG wurde für 2019 von Standard & Poor‘s mit „A/stable“ bestätigt, womit das
                                      Unternehmen sowohl im nationalen als auch internationalen Vergleich eine Spitzenposition ein-
                                      nimmt. Das Bekenntnis zu einer nachhaltig stabilen und robusten Kapitalstruktur, die Einhaltung
                                      der wesentlichen ratingrelevanten Kennzahlen sowie eine regelmäßige intensive Kommunikation
                                      und Diskussion der strategischen Zielsetzungen des Konzerns mit der Ratingagentur sind Grund-
                                      voraussetzungen, um diese Position zu halten.
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