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durch die Implementierung von Limitsystemen und einem laufenden Monitoring der Limitaus-
           nutzung. Das Kontrahentenrisiko wird konzerneinheitlich limitiert, bewertet und überwacht.








           Das Zinsänderungsrisiko hält sich aktuell aufgrund der Struktur der Finanzverbindlichkeiten in
           einem überschaubaren Rahmen. Der Anteil des variabel verzinsten Fremdkapitals beträgt 10,47 %
           des gesamten Fremdkapitalschuldenstandes (im Vorjahr 6,63 %). Der überwiegende Teil des Fi-
           nanzierungsportfolios weist eine fixe Verzinsung auf und unterliegt deshalb keinen zahlungswirk-
           samen Schwankungen. Der variabel verzinste Anteil wird laufend überwacht und ist aus Risikoas-
           pekten auf Konzernebene mit 40 % limitiert. Ein Zinsanstieg in Höhe von 1 % bei den zum Bilanz-
           stichtag bestehenden variabel verzinsten Finanzverbindlichkeiten hätte eine Verringerung des Fi-
           nanzerfolges in Höhe von 0,5 Mio. EUR (im Vorjahr 0,3 Mio. EUR) p. a. zur Folge. Ein Zinsabfall in
           Höhe von 1 % bei den zum Bilanzstichtag bestehenden variabel verzinsten Finanzverbindlichkei-
           ten hätte eine Erhöhung des Finanzerfolges in Höhe von 0,5 Mio. EUR (im Vorjahr 0,3 Mio. EUR)
           p. a. zur Folge. Der KELAG-Konzern ist mit einem durchschnittlichen Effektivzinssatz in Höhe von
           2,67 % (im Vorjahr 2,78 %) finanziert. Die äquivalente Nominalverzinsung beträgt 2,59 % (im Vor-
           jahr 2,70 %). Eine Änderung von +1 % wirkt sich auf den Marktwert des Zinssicherungsinstrumen-
           tes in Höhe von 0,1 Mio. EUR (im Vorjahr 0,2 Mio. EUR) aus, während eine Änderung von -1 % sich
           mit -0,1 Mio. EUR (im Vorjahr -0,2 Mio. EUR) zu Buche schlägt.






           In der Konzernrahmenrichtlinie Finanzen ist geregelt, dass für die vollkonsolidierten Konzernge-
           sellschaften mit Sitz in Österreich nur Geschäfte in Euro zugelassen sind. Der Konsolidierungskreis
           der KELAG weist per Ultimo keine Finanzverbindlichkeiten in Fremdwährung auf und aus diesem
           Grund ist das Fremdwährungsrisiko von geringer Bedeutung. Aufgrund der geringen Vermögens-
           werte in Fremdwährungen (3,62 % des Gesamtvermögens 2019 bzw. 3,79 % des Gesamtvermö-
           gens 2018) ist im Bereich der Währungsrisiken ebenso das Translationsrisiko vernachlässigbar.





           Im Bereich der Marktrisiken stellen für die KELAG das Risiko aus Preisänderungen der Commodi-
           ties Strom und Gas das Hauptrisiko dar. Diese Risiken entstehen durch die Beschaffung und Ver-
           kauf von Strom und Gas. Beschaffungs- und Verkaufsvorgänge werden im Rahmen der Einde-
           ckung für den Vertrieb (Strom und Gas), der Vermarktung von Erzeugungsmengen (Strom) und
           für den Eigenhandel (Strom und Gas) durchgeführt.
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