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den Erwartungen und verfolgten Strategien der KELAG im Umgang mit den historisch begünstig-
           ten Verträgen.

           In der Berichtsperiode 2015 wurden von mehreren Parteien Schadenersatzforderungen in Zusam-
           menhang mit dem Drau-Hochwasser 2012 gegenüber der VERBUND Hydro Power GmbH – in die-
           sem Konzernabschluss als assoziiertes Unternehmen einbezogen – erhoben. Die anteilig auf die
           KELAG  entfallende  Verpflichtung  wird  weiterhin  als  langfristige  Rückstellung  in  Höhe  von
           rd. 16,2 Mio. EUR (im Vorjahr 15,2 Mio. EUR) ausgewiesen.


           Für Zwecke des Werthaltigkeitstests wurden die im KELAG-Konzern entstandenen Firmenwerte
           wie folgt auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten (Cash Generating Units, CGUs) alloziert und
           weisen nach erfolgtem Werthaltigkeitstest folgende Werte auf:




            SUMME FIRMENWERTE IM KELAG-KONZERN                  3,8            3,4
              BWI Biowärme Imst GmbH & Co KG                     0,2           0,2
              Fernwärme Friesach                                 0,7           0,7
              Fernwärme Obertauern                               2,5           2,5
              Zarja Ekoenergija d.o.o.                           0,1           0,0
              ZHO Fernwärmeversorgung Ottenschlag GmbH           0,3           0,0



           Für die genannten Firmenwerte wurde als erzielbarer Betrag der Nutzungswert ermittelt, wobei
           bei der Kalkulation ein Diskontierungssatz nach  Steuern von 4,55 % in Österreich (im Vorjahr
           4,96 %) bzw. 5,40 % in Slowenien unterstellt wurde. Für wesentliche Annahmen, die den erzielba-
           ren Betrag beeinflussen, sei auf die Beurteilung der Werthaltigkeit nichtfinanzieller Vermögens-
           werte verwiesen. Die Werthaltigkeitstests in Bezug auf die genannten Firmenwerte haben keinen
           Wertminderungsbedarf gezeigt.


           Da im KELAG-Konzern Leasingverhältnisse teilweise eine unbefristete Laufzeit aufweisen bzw. mit
           Kündigungsrechten ausgestattet sind, sind für die Ermittlung der Vertragslaufzeit nach IFRS 16
           entsprechende Ermessensentscheidungen notwendig. Denn neben einer etwaigen Mindestver-
           tragslaufzeit erfordert IFRS 16 in diesen Fällen eine Berücksichtigung von (optionalen) Zeiträu-
           men, für die KELAG mit hinreichender Sicherheit im Vertrag verbleiben wird. Im Rahmen dieser
           Einschätzung werden sämtliche Umstände in Erwägung gezogen, die einen Einfluss auf die etwa-
           ige Vertragslaufzeit für KELAG haben können, wie z.B. wirtschaftlicher Anreiz aufgrund von mit
           dem Mietvertrag in Verbindung stehenden Vermögenswerten, operative Bedeutung der gemie-
           teten Gegenstände oder Kosten für Alternativen.
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