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Zur Berücksichtigung von höheren politischen und makroökonomischen Risiken ausländischer
           Geschäftsbereiche wurden in den Eigenkapitalkosten und in den Fremdkapitalkosten gesonderte
           Länderrisikoprämien berücksichtigt. Die Länderrisikoprämien wurden vorzugsweise direkt aus in
           Euro denominierten Staatsanleihen des betreffenden Landes bzw. mangels Verfügbarkeit indirekt
           auf Basis von Staatsanleihen vergleichbaren Ratings zum 31. Dezember 2019 ermittelt. Diese Me-
           thodik ist an die Ermittlung der von Damodaran publizierten Länderrisikoprämien angelehnt.

           Die Betafaktoren wurden auf Basis einer Peer-Group, bestehend aus europäischen Vergleichsun-
           ternehmen  in  der  Stromerzeugung  und  einer  mit  der  KELAG  vergleichbaren  operativen  Risi-
           kostruktur,  ermittelt.  Für  die  kapitalmarktbezogene  Berechnung  der  Peer-Groups  wurden  ein
           fünfjähriger Berechnungszeitraum, monatliche Renditeintervalle und lokale Referenzindizes ver-
           wendet.

           Die Fremdkapitalkosten der einzelnen Geschäftsbereiche werden auf Basis des jeweiligen risiko-
           losen Basiszinssatzes zuzüglich der Länderrisikoprämie und dem Credit Spread der Peer-Group
           ermittelt. Zur Berechnung der Fremdkapitalkosten nach Steuern werden die lokalen nominellen
           Grenzsteuersätze herangezogen.

           Vor dem Hintergrund des volatilen Finanzmarktumfeldes wird die Entwicklung der Kapitalkosten
           (und insbesondere der Länderrisikoprämien) kontinuierlich beobachtet.
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