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Wenn keine verlässlichen Prognosen für einen längeren Zeitraum vorliegen, wird den Berechnun-
                                      gen ein Detailplanungszeitraum von fünf Jahren zugrunde gelegt. In der Regel stehen spezielle
                                      Planungsannahmen (z. B. Strompreisprognosen) für einen längeren Zeitraum zur Verfügung und
                                      werden daher verwendet.

                                      In der Regel stellen Strompreisentwicklungen wesentliche Schätzannahmen dar; falls diese für
                                      Werthaltigkeitstests einzelner CGUs relevant sind, werden diese zur Bestimmung des erzielbaren
                                      Betrages wie folgt ermittelt:


                                      Für erzielbare Beträge aus Wind- und Wasserkraft, die auf Basis des Nutzungswertes ermittelt wer-
                                      den, werden Preisprognosen basierend auf einem Strompreisprognosemodell herangezogen. Für
                                      den Beginn des Planungszeitraumes (2020 bis 2023) wird das Preisgerüst anhand der Preisnotie-
                                      rungen für Energieforwards bzw. geschlossener Verträge bestimmt. In weiterer Folge erfolgt dann
                                      (durch lineare Interpolation) bis 2026 ein Heranführen des Preisniveaus an die Strompreisprogno-
                                      sen. Für den Planungszeitraum 2026 bis 2040 wird das Preisgerüst durch ein energiewirtschaftli-
                                      ches Strompreisprognosemodell zur Erstellung mittel- und langfristiger Strompreisszenarien für
                                      Energiemärkte determiniert. Für die Extrapolation der Strompreisprognosen (ab 2041) wird von
                                      einer nachhaltigen Preissteigerungsrate in Höhe von 2,0 % ausgegangen. In jenen Fällen, in de-
                                      nen garantierte Einspeisetarife durch die jeweiligen öffentlichen Stellen gegeben sind, wurden
                                      diese für den relevanten Zeitraum angesetzt. Für erzielbare Beträge aus Wärmeprojekten dienen
                                      die Planpreisentwicklungen der Energieeinsatzmedien als Preisgerüst zur Ermittlung des erziel-
                                      baren Betrages. Diese werden vertragsgemäß über entsprechende Indexierungen auch zur An-
                                      passung der Wärmeverkaufspreise angewendet.

                                      Das Preisgerüst für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Veräußerungskosten
                                      auf  Basis  des  kapitalwertorientierten  Ansatzes  wird  analog  zur  oben  angeführten Vorgehens-
                                      weise ermittelt, wobei ein Abschlag für Veräußerungskosten angesetzt wird.


                                      Der Abzinsungssatz stellt eine durchschnittlich gewichtete Verzinsung von Eigen- und Fremdka-
                                      pital  dar.  Dieser  errechnet sich aus  dem  risikolosen  Zins  zuzüglich  eines  Risikozuschlages  für
                                      Fremdkapital sowie einer Marktrisikoprämie.

                                      Der risikolose Basiszinssatz wird auf Grundlage von laufzeitäquivalenten Zinssätzen deutscher
                                      Bundesanleihen nach der sogenannten „Svensson-Methode" ermittelt. Dabei wurden für die Ge-
                                      schäftsbereiche Österreich Wärme, Windkraft und Wasserkraft ein laufzeitäquivalenter Zinssatz
                                      von 0,04 % und 0,34 % (im Vorjahr 0,95 %) für eine Laufzeit von 15 und 30 Jahren und in den üb-
                                      rigen Geschäftsbereichen von -0,19 % bis 0,34 % (im Vorjahr 0,57 %) für Laufzeiten von 10 bis
                                      30 Jahren herangezogen. Die Festlegung des laufzeitäquivalenten Zinssatzes erfolgte grundsätz-
                                      lich in Ableitung von der Restnutzungsdauer einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit.

                                      Die Marktrisikoprämie wurde einheitlich mit 8,25 % (im Vorjahr 7,50 %) festgelegt.
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