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Die Beurteilung der Werthaltigkeit der Beteiligungsansätze von Unternehmen, welche at-Equity
           bilanziert werden, erfolgt auf Basis von Vorschaurechnungen für künftige Zahlungsströme sowie
           unter Anwendung eines an die Branche und das Unternehmensrisiko angepassten Abzinsungs-
           satzes (siehe RZ 12).


           Vor allem bei folgenden Hinweisen kommt es zu einer Überprüfung der Werthaltigkeit von Betei-
           ligungsansätzen von Unternehmen, welche at-Equity in den Konzernabschluss einbezogen wer-
           den:

               Erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Beteiligungsunternehmens;
               Vertragsbruch wie beispielsweise ein Ausfall oder Verzug von Zins- oder Tilgungszahlungen;
               Eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass das Beteiligungsunternehmen in Insolvenz oder ein
                sonstiges Sanierungsverfahren geht;
               Beobachtbare Daten, die auf eine messbare Verringerung der erwarteten zukünftigen Cash-
                flows des Beteiligungsunternehmens hinweisen.

           Bei  Firmenwerten  und  immateriellen Vermögenswerten  mit  unbestimmbarer  Nutzungsdauer
           wird die Beurteilung der Werthaltigkeit zu jedem Abschlussstichtag vorgenommen. Bei anderen
           nicht finanziellen Vermögenswerten wird die Werthaltigkeit dann neu beurteilt, wenn interne o-
           der externe Anhaltspunkte für mögliche Wertminderungen vorliegen. Beispielsweise kommt es
           bei folgenden Anhaltspunkten zu einer Überprüfung der Werthaltigkeit nicht finanzieller Vermö-
           genswerte:

               Absinken des Marktwertes (über die nutzungsbedingte Abwertung hinaus);
               Nachteilige Entwicklung im technischen, marktbezogenen, wirtschaftlichen oder rechtlichen
                Umfeld;
               Anstieg der Marktzinsen;
               Überalterung oder physischer Schaden;
               Schlechter als erwartete wirtschaftliche Ertragskraft eines Vermögenswertes.

           Für die Berechnung einer eventuellen Wertminderung (siehe RZ 10 und RZ 11) eines nicht finan-
           ziellen Vermögenswertes ist es erforderlich, den Nutzungswert bzw. den beizulegenden Zeitwert
           der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, welcher der nicht finanzielle Vermögenswert zugeord-
           net ist, zu ermitteln. Die Ermittlung des Nutzungswertes basiert auf Schätzungen künftiger Cash-
           flows unter Berücksichtigung von Risiken der zahlungsmittelgenerierenden Einheit sowie auf der
           Festlegung eines geeigneten Abzinsungssatzes. Bei der Berechnung des Nutzungswertes kommt
           es grundsätzlich zu keiner Berücksichtigung von Erweiterungsinvestitionen bzw. nicht beschlos-
           sener Restrukturierungsmaßnahmen. Eine Berücksichtigung spezifischer Synergien bei der Nut-
           zungswertermittlung kann jedoch zum Tragen kommen.
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