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Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit IFRS erfordert Ermessensbeur-
                                      teilungen bei der Anwendung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Des Weiteren sind
                                      Annahmen über künftige Entwicklungen durch die Unternehmensleitung zu treffen, welche den
                                      Ansatz und den Wert der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von sonstigen Verpflich-
                                      tungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während des Ge-
                                      schäftsjahres wesentlich beeinflussen können.


                                      Nachfolgend werden die wesentlichen Ermessensausübungen und zukunftsbezogenen Annah-
                                      men, die dem vorliegenden IFRS-Konzernabschluss zugrunde liegen, beschrieben.






                                      Bei einem Anteilsbesitz von unter 20 % wird vermutet, dass das Unternehmen über keinen maß-
                                      geblichen Einfluss verfügt, es sei denn, dieser Einfluss kann eindeutig nachgewiesen werden.


                                      KELAG hält 10,02 % an der VERBUND Hydro Power GmbH. Für die KELAG steht jedoch fest, dass
                                      die Gewährung eines vertraglich zugesicherten Verwässerungs- und Squeeze-out-Schutzes so-
                                      wie die gemeinsame Realisierung von bedeutenden Kapazitätserhöhungen im Kraftwerksbereich
                                      samt Bereitstellung bedeutender technischer Informationen neben der Entsendung eines Auf-
                                      sichtsratsmitgliedes  und  der  damit  verbundenen Teilnahme  an  Entscheidungsprozessen  den
                                      maßgeblichen Einfluss gemäß IAS 28.6 begründen.

                                      Fremdkapitalkosten werden im Konzern bei Vorliegen eines qualifizierten Vermögenswertes akti-
                                      viert. Gemäß den darauf abzielenden Bilanzierungsregeln entsteht aus einem Projekt nur dann
                                      ein qualifizierter Vermögenswert, wenn die Errichtungsdauer mindestens sechs Monate beträgt
                                      und die geplanten Herstellungskosten eine Wesentlichkeitsgrenze von 2,0 Mio. EUR überschrei-
                                      ten. Insoweit eine spezifische Fremdfinanzierung des qualifizierten Vermögenswertes vorliegt,
                                      werden die tatsächlichen Fremdkapitalkosten aktiviert. Erfolgt hingegen eine allgemeine Kon-
                                      zernfinanzierung,  so  werden  die  durchschnittlichen  Fremdkapitalkosten  aktiviert.  Für  im  Ge-
                                      schäftsjahr 2019 zu Buche stehende Investitionen beträgt der durchschnittliche Finanzierungs-
                                      kostensatz 2,70 % (im Vorjahr 2,70 %).
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