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börsen sowie von Netz- und Energiedienstleistungen. Die Umsatzerlöse aus Netzleistungen um-
           fassen Erlöse aus nationalen Netztarifen, die seitens der Energie-Control Austria für die Regulie-
           rung der Elektrizitäts- und Erdgaswirtschaft (E-Control) per Verordnung zur Abdeckung der Kos-
           ten des Netzes gewährt werden. Zum Teil werden bei Verträgen zur Lieferung von Strom und Gas
           den Kunden auch Netzkosten von Drittanbietern in Rechnung gestellt. Da keine Kontrolle über
           die Netzdienstleistungen vor Übertragung an den Kunden durch die KELAG vorliegt, ist die KELAG
           in Bezug auf diese Leistungen als Agent anzusehen. Die Erlöse aus diesen Netzdienstleistungen
           werden somit saldiert mit den entsprechenden Netzaufwendungen dargestellt, womit es zu kei-
           ner gesonderten Umsatzrealisierung hieraus kommt.

           Umsatzerlöse aus Strom-, Gas- und Wärmelieferungen sowie aus Netzdienstleistungen werden
           grundsätzlich über den Zeitraum der Leistungserbringung erfasst. Die Umsatzerlöse werden in
           jener Höhe realisiert, in derer der KELAG-Konzern seinen Bemühungen hinsichtlich der Lieferung
           von Strom und Gas nachgekommen ist (der Kunde also jederzeit seine Leistung beziehen konnte
           bzw. bezogen hat) und ein Recht zur Verrechnung der bereits erbrachten Leistung besteht. Der
           Erfassung der Erlöse aus dem Haushalts- und Gewerbekundensegment, welches in der Regel ein-
           mal jährlich abgerechnet wird, liegt eine bilanzielle Abgrenzung und Simulation von bereits ge-
           lieferten, aber nicht abgelesenen und abgerechneten Erlösen zugrunde. Umsatzerlöse werden
           um allfällige Erlösschmälerungen gekürzt und ohne Umsatzsteuer sowie nach Eliminierung kon-
           zerninterner Transaktionen ausgewiesen. Bei Strom-, Gas- und Wärmelieferungen an Haushalts-,
           Gewerbe- und Industriekunden beträgt das Zahlungsziel typischerweise 14 Tage. Signifikante Fi-
           nanzierungskomponenten liegen daher nicht vor.

           Soweit möglich werden die praktischen Vereinfachungen des IFRS 15, Umsätze in Höhe des Be-
           trages zu erfassen, die der KELAG-Konzern in Rechnung stellen darf, signifikante Finanzierungs-
           komponenten bei einem Zeitraum zwischen Erbringung einer Leistung und Bezahlung von bis zu
           einem Jahr nicht zu berücksichtigen sowie Kosten einer Vertragsanbahnung im Aufwand zu er-
           fassen, sofern der Abschreibungszeitraum nicht mehr als ein Jahr betragen würde, in Anspruch
           genommen.

           Die Realisierungen und Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten im Energiebereich, deren
           Hauptzweck die finale physische Energielieferung ist, werden bei Verkaufsgeschäften unter den
           Umsatzerlösen und bei Einkaufsgeschäften unter dem Materialaufwand und Aufwand für bezo-
           gene Leistungen dargestellt.

           Die Realisierungen und Bewertung von Terminkontrakten im Energiehandel, deren Hauptzweck
           nicht die finale physische Energielieferung, sondern die Bewirtschaftung einer Eigenhandelspo-
           sition ist, werden in den Umsatzerlösen ausgewiesen, wobei die zugrundeliegenden Umsätze, Be-
           zugskosten und Bewertungen miteinander verrechnet und saldiert in den Umsatzerlösen darge-
           stellt werden.
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