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 dem Betrag, der in Übereinstimmung mit den oben beschriebenen Leitlinien für Rückstellungen
                erfasst werden würde (IAS 37); oder
               dem erstmalig angesetzten Betrag ggf. abzüglich der in Übereinstimmung mit den allgemei-
                nen Leitlinien für Ertragsrealisierung erfassten kumulativen Abschreibung.

           Zuwendungen der öffentlichen Hand werden mit dem beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn hin-
           reichende Sicherheit besteht, dass die Zuwendungen gewährt werden und das Unternehmen die
           damit verbundenen Bedingungen erfüllt. Aufwandsbezogene Zuwendungen werden planmäßig
           als Ertrag über den Zeitraum erfasst, der erforderlich ist, um sie mit den entsprechenden Aufwen-
           dungen, die sie kompensieren sollen, zu verrechnen.

           Die Investitionszuschüsse der öffentlichen Hand werden mit den entsprechenden Anschaffungs-
           bzw. Herstellungskosten verrechnet.

           Bei den in der Bilanz ausgewiesenen Baukostenzuschüssen handelt es sich um von Kunden erhal-
           tene Baukostenzuschüsse für Netzbereitstellung und Anschlusskosten an das Strom- und Gasnetz
           sowie sonstige Anschlusskostenbeiträge aus dem Wärmebereich, die als Vertragsverbindlichkei-
           ten nach IFRS 15 einzustufen sind. Diese werden als Passivposten unter den Schulden erfasst und
           ergebniswirksam im Wesentlichen über einen Zeitraum von 20 Jahren aufgelöst. Die Auflösungs-
           beträge werden in den Umsatzerlösen ausgewiesen.

           Werden Netztarife durch einen Regulator auf Basis von Kosten- bzw. Erlösschätzungen festgelegt
           und Minder- oder Mehrkosten bzw. -erlöse aus der Vergangenheit bei der Tariffestsetzung in der
           Zukunft berücksichtigt, so ist der Netzbetreiber berechtigt, Mehrkosten bzw. Mindererlöse in zu-
           künftigen Jahren von den Netznutzern im Wege höherer Tarife abgegolten zu bekommen oder
           verpflichtet, Minderkosten bzw. Mehrerlöse den Netznutzern im Wege niedrigerer Tarife rückzu-
           vergüten. Solche Ansprüche bzw. Verpflichtungen werden als regulatorische Vermögenswerte
           bzw. Schulden bezeichnet.

           Der KELAG-Konzern ist im Tätigkeitsbereich Netz einem regulierten Tarifregime unterworfen, wo-
           bei die Energie-Control Austria für die Regulierung der Elektrizitäts- und Erdgaswirtschaft (E-Con-
           trol) in Österreich als Regulierungsbehörde auftritt.


           In diesem Konzernabschluss werden weder regulatorische Vermögenswerte aktiviert noch regu-
           latorische Schulden passiviert, da der Ansatz solcher Vermögenswerte und Schulden gem. aktuell
           gängiger Auslegung der IFRS nicht sachgerecht ist.

           Als Energiezertifikate werden im KELAG-Konzern v.a. Grünstromzertifikate verwendet. Diese fal-
           len unter die erfolgsbezogenen Zuwendungen und sind gem. IAS 20.7 zu dem Zeitpunkt bilanz-
           ansatzfähig, an dem gewährleistet ist, dass das Unternehmen die Voraussetzungen erfüllt und die
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