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der Bezugsbestandteile bis zur ASVG-Höchstbemessungsgrundlage (HBG) und 15 % der Bezugs-
           bestandteile über der HBG. Als Bezug gilt der jeweils laufende Monatsbezug inkl. Treueprämie,
           evtl. Mehrbezug, Funktionszulage exkl. aller sonstigen Zulagen, Zuschläge, Überstunden- und Er-
           reichbarkeitsvergütungen etc. Arbeitnehmerbeiträge können auf freiwilliger Basis in Höhe des
           Arbeitgeberbeitrages oder in Höhe von 2 % für Bezugsbestandteile unterhalb der HBG und 10 %
           über der HBG oder 1 % für Bezugsbestandteile unterhalb der HBG und 5 % über der HBG geleistet
           werden.





           Mitarbeiter, deren (österreichisches) Dienstverhältnis bis zum 31. Dezember 2002 begann, erhal-
           ten auf Basis arbeitsrechtlicher Verpflichtungen bei Kündigung durch den Arbeitgeber bzw. zum
           Pensionsantrittszeitpunkt eine einmalige Abfertigung. Die Anspruchshöhe richtet sich nach der
           Anzahl der Dienstjahre und des bei Abfertigungsanfall maßgeblichen Bezuges. Die Berechnung
           dieser Verpflichtung erfolgt gemäß IAS 19 nach der Projected-Unit-Credit-Methode mit einem An-
           sparzeitraum von 25 Jahren. Daraus entfallende versicherungstechnische Gewinne und Verluste
           werden ebenfalls im sonstigen Ergebnis berücksichtigt.

           Für sämtliche nach dem 31. Dezember 2002 beginnenden (österreichischen) Arbeitsverhältnisse
           besteht kein Direktanspruch des Arbeitnehmers auf gesetzliche Abfertigung. Für die von dieser
           Regelung betroffenen Arbeitnehmer zahlt der Arbeitgeber monatlich 1,53 % des Entgeltes in eine
           Mitarbeitervorsorgekasse, in der die Beiträge auf einem Konto des Arbeitnehmers veranlagt wer-
           den. Durch dieses Abfertigungsmodell ist der Arbeitgeber nur zur regelmäßigen Leistung der Bei-
           träge verpflichtet und es wird daher als beitragsorientierter Plan gemäß IAS 19 bilanziert.






           Im Konzern wird Mitarbeitern im Rahmen von Altersteilzeitmodellen die Möglichkeit geboten, vor
           dem Eintritt des ASVG-Pensionsanspruches unter Entgeltfortzahlung bis zum gesetzlich veran-
           kerten Pensionseintrittsalter ein gefördertes Altersteilzeitmodell in Anspruch zu nehmen. Das Al-
           tersteilzeitmodell sieht ein Blockmodell vor, wobei die ersten 40 % des Zeitraumes vom Beginn
           der Altersteilzeit bis zum Pensionsantritt voll zu arbeiten sind und der Begünstigte für die restli-
           chen 60 % des Zeitraumes freigestellt wird. Die Höhe des Bezugs während der Altersteilzeit wird
           mit 70 % des Monatsbezuges vor Antritt der Altersteilzeit vereinbart.


           Bei der Bewertung der in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellung kommt die Projected-Unit-Cre-
           dit-Methode gemäß IAS 19 zur Anwendung, wobei die Neubewertung sofort ergebniswirksam
           realisiert wird. Die Bewertungsparameter entsprechen im Wesentlichen jenen für pensionsähnli-
           che Verpflichtungen. Die daraus zu erfassenden Aufwendungen werden in der Gewinn- und Ver-
           lustrechnung großteils unter den Gehältern ausgewiesen.
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