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Das IFRS Interpretations Committee hat im März 2019 die bilanzielle Darstellung von „Verträgen
                                      über den Kauf oder Verkauf von nicht-finanziellen Vermögenswerten im Rahmen des IFRS 9“ be-
                                      handelt. Aufgrund der daraus resultierenden Agenda Decision wurde die Darstellung des Bewer-
                                      tungsergebnisses von Energiederivaten in der Gewinn- und Verlustrechnung dahingehend geän-
                                      dert, dass das Bewertungsergebnis von Derivaten nach Kauf- und Verkaufsverträgen aufgeteilt
                                      und entsprechend in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Umsatzerlösen oder dem Materi-
                                      alaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen dargestellt wird. Das bisher in den Umsatzer-
                                      lösen saldierte Bewertungsergebnis von Derivaten wird im KELAG-Konzern aus Wesentlichkeits-
                                      gründen nicht retrospektiv angepasst. Eine retrospektive Änderung der Bilanzierungsmethode
                                      gemäß IAS 8 hätte folgende Korrekturbeträge für die Vergleichsperiode mit sich gebracht:




                                       Umsatzerlöse                                                      -3,0
                                       Strom- und Gasbezug                                                3,0
                                       PERIODENERGEBNIS                                                  0,0








                                      Bei der Bilanzierung eines Unternehmenszusammenschlusses ist die übertragene Gegenleistung
                                      (zuzüglich etwaiger nicht beherrschender Anteile) dem beizulegenden Zeitwert des übernom-
                                      menen Reinvermögens gegenüberzustellen, um einen allfälligen Unterschiedsbetrag aus dem
                                      Unternehmenszusammenschluss zu ermitteln.

                                      Ist der Unterschiedsbetrag negativ, so sind die Ermittlung der übertragenen Gegenleistung und
                                      die Kaufpreisallokation erneut zu überprüfen. Ergibt sich nach neuerlicher Überprüfung ein ne-
                                      gativer Unterschiedsbetrag, so wird dieser in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.


                                      Bei Vorliegen eines positiven Unterschiedsbetrags wird ein Firmenwert angesetzt. Dieser wird auf
                                      jene zahlungsmittelgenerierenden Einheiten verteilt, die erwartungsgemäß von den infolge ei-
                                      nes Unternehmenszusammenschlusses entstehenden Synergien profitieren werden. Diese zah-
                                      lungsmittelgenerierenden Einheiten entsprechen dabei  der untersten Ebene, auf der das Ma-
                                      nagement den Firmenwert für interne Managementzwecke überwacht.

                                      Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 zu Anschaffungs- o-
                                      der Herstellungskosten und allfälliger Wertminderungen sowie, sofern ihre Nutzungsdauer nicht
                                      als unbestimmbar klassifiziert wird, abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet.
                                      Die Nutzungsdauern von Wassernutzungsrechten sowie sonstigen Rechten in Zusammenhang
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