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Für Leasingnehmer werden durch IFRS 16 bislang als operative Leasingverhältnisse eingestufte
                                      Leasingvereinbarungen  nun  ähnlich  wie  frühere  IAS-17-Finanzierungsleases behandelt.  Für  in
                                      dieser Art und Weise verändert zu bilanzierende Leasingverhältnisse kommt es zu einer Bilanz-
                                      verlängerung durch Aktivierung eines Nutzungsrechtes am zugrundeliegenden Vermögenswert
                                      und der gleichzeitigen Passivierung einer Leasingverbindlichkeit in Höhe des Barwerts der künf-
                                      tigen Leasingzahlungen. Während das Nutzungsrecht in der Folge planmäßig abzuschreiben ist,
                                      ist die Leasingverbindlichkeit finanzmathematisch fortzuschreiben.  Die Leasingverhältnisse im
                                      KELAG-Konzern  umfassen  im  Wesentlichen  Vereinbarungen  über  die  Nutzung  von  Ge-
                                      bäude(teile)n, Grundstücken, Leitungen und Fahrzeugen.

                                      Erleichterungen gibt es für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasinggegenstände von gerin-
                                      gem Wert, für welche IFRS 16 jeweils Ansatzwahlrechte vorsieht. Der KELAG-Konzern macht von
                                      beiden Erleichterungen Gebrauch und weist die Leasingzahlungen aus betroffenen Verträgen da-
                                      her weiterhin ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung aus. Kurzfristige Leasingver-
                                      hältnisse liegen in diesem Zusammenhang dann vor, wenn zwölf Monate an Vertragslaufzeit nicht
                                      überschritten werden bzw. wenn im Erstanwendungszeitpunkt die verbleibende Vertragslaufzeit
                                      zwölf Monate nicht überschritten hat. Leasinggegenstände von geringem Wert liegen im KELAG-
                                      Konzern grundsätzlich dann vor, wenn der Neuwert des zugrunde liegende Vermögenswerts rd.
                                      5 Tsd. EUR nicht überschreitet.

                                      Darüber hinaus wurde im KELAG-Konzern von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, bei Leasing-
                                      verhältnissen auf eine Wertminderungsprüfung zu verzichten. Stattdessen wurde auf die Beurtei-
                                      lung von Rückstellungen aus belastenden Verträgen zurückgegriffen; hieraus hat sich keine An-
                                      passung der Nutzungsrechte ergeben. Bei der Erstanwendung auf Portfolien ähnlich ausgestalte-
                                      ter Leasingverhältnisse wurde ein einheitlicher Abzinsungssatz angewandt. Im KELAG-Konzern
                                      wurde entsprechend dem vorliegenden Wahlrecht ferner nicht erneut beurteilt, ob ein Vertrag
                                      ein Leasingverhältnis im Sinne von IFRS 16 enthält oder nicht, sofern dieser zum Erstanwendungs-
                                      zeitpunkt bereits bestand, sondern es wurde für diese Verträge auf die bisherige Einstufung nach
                                      IAS 17. bzw. IFRIC 4 zurückgegriffen. Außerdem wurde im KELAG-Konzern die Entscheidung ge-
                                      troffen, IFRS 16 nicht auf Mieten von immateriellen Vermögenswerten freiwillig anzuwenden.

                                      Die erstmalige Anwendung von IFRS 16 im KELAG-Konzern erfolgte rückwirkend im Geschäftsjahr
                                      2019, wobei eine Erfassung der kumulierten Anpassungsbeträge zum 01.01.2019 vorgenommen
                                      wurde. Die nun leasingnehmerseitig neu erfassten Leasingverhältnisse des KELAG-Konzerns ha-
                                      ben in Summe zum 01.01.2019 rd. 12,2 Mio. EUR ausgemacht; auf die Abzinsung entfallen dabei
                                      rd. 0,9 Mio. EUR, womit die unabgezinste Verpflichtung aus den neu erfassten Leasingnehmerver-
                                      trägen zum 01.01.2019 rd. 13,1 Mio. EUR ausmacht. In der Bilanz sind die Nutzungsrechte in den
                                      Bilanzpositionen enthalten, in denen auch die den Leasingverhältnissen zu Grunde liegenden
                                      Vermögenswerte dargestellt werden würden. Leasingverbindlichkeiten werden in den Finanzver-
                                      bindlichkeiten dargestellt.
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