Page 96 - Kelag Jahresfinanzbericht 2018
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                                      Zusammenfassung wesentlicher
                                      Rechnungslegungsmethoden
             Klassifizierung in kurz- und   Der Konzern gliedert seine Vermögenswerte und Schulden in der Bilanz in kurz- und langfristige
             langfristig
                                      Vermögenswerte bzw. Schulden.

                                      Die rollierende, einmal jährlich stattfindende Abrechnung des Endkundengeschäftes ist als Indiz
                                      für die Bestimmung des Geschäftszyklus gemäß IAS 1.68 zu werten. Demzufolge beträgt der
                                      normale Geschäftszyklus des KELAG-Konzerns zwölf Monate und bildet somit die Abgrenzung für
                                      kurz- und langfristige Vermögenswerte und Schulden.

                                      Latente  Steueransprüche  und  -schulden  werden  nicht  als  kurzfristige  Vermögenswerte  bzw.
                                      Schulden eingestuft.

             Firmenwerte und sonstige   Bei der Bilanzierung eines Unternehmenszusammenschlusses ist die übertragene Gegenleistung
             immaterielle Vermögenswerte
                                      (zuzüglich etwaiger nicht beherrschender Anteile) dem beizulegenden Zeitwert des übernom-
                                      menen Reinvermögens gegenüberzustellen, um einen allfälligen Unterschiedsbetrag aus dem
                                      Unternehmenszusammenschluss zu ermitteln.

                                      Ist der Unterschiedsbetrag negativ, so sind die Ermittlung der übertragenen Gegenleistung und
                                      die Kaufpreisallokation erneut zu überprüfen. Ergibt sich nach neuerlicher Überprüfung ein ne-
                                      gativer Unterschiedsbetrag, so wird dieser in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

                                      Bei Vorliegen eines positiven Unterschiedsbetrags wird ein Firmenwert angesetzt. Dieser wird auf
                                      jene zahlungsmittelgenerierenden Einheiten verteilt, die erwartungsgemäß von den infolge ei-
                                      nes Unternehmenszusammenschlusses entstehenden Synergien profitieren werden. Diese zah-
                                      lungsmittelgenerierenden Einheiten entsprechen dabei der untersten Ebene, auf der das Ma-
                                      nagement den Firmenwert für interne Managementzwecke überwacht.

                                      Die jährliche Werthaltigkeitsprüfung der Firmenwerte auf Ebene der zahlungsmittelgenerieren-
                                      den Einheiten erfolgt im KELAG-Konzern – sofern nicht zuvor ein Anhaltspunkt für eine Wertmin-
                                      derung gegeben war – aufbauend auf der Mittelfristplanung im vierten Quartal der Berichtsperi-
                                      ode. Zusätzlich zur jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitsprüfung erfolgt zum Halbjahresab-
                                      schluss eine qualitativ ausgerichtete Analyse, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung beste-
                                      hen. Werden  dabei  Anhaltspunkte  für eine Wertminderung erkannt, erfolgt eine  (zusätzliche)
                                      Werthaltigkeitsprüfung.


                                      Für die Bildung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wird im KELAG-Konzern auf die weit-
                                      gehende Unabhängigkeit der Zahlungsmittelzuflüsse der entsprechenden Vermögenswerte ab-
                                      gestellt.
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