Page 91 - Kelag Jahresfinanzbericht 2018
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           Die oben dargestellte Tabelle zeigt, dass die Anwendung des IFRS 9 nur geringfügige Änderungen
           im KELAG-Konzern mit sich bringt.

           Bei den sonstigen Anteilen an anderen Unternehmen wurde die IFRS 9-Einführung dazu genutzt,
           die bilanzielle Darstellung der in dieser Position enthaltenen Anteile zu prüfen. Als Ergebnis dieser
           Betrachtungen wurden bislang aus Wesentlichkeitsgründen zu Anschaffungskosten geführte at-
           Equity Beteiligungen nachträglich at-Equity bewertet, anstatt diese einer Bewertung zum beizu-
           legenden Zeitwert zuzuführen. Hierzu wurde zum 1. Januar 2018 eine Umgliederung von 0,6 Mio.
           EUR von den Anteilen an sonstigen Unternehmen in die at-Equity bilanzierten Beteiligungen vor-
           genommen und außerdem eine diesbezügliche Anpassungsbuchung gegen das Konzerneigen-
           kapital im Ausmaß von 1,5 Mio. EUR vorgenommen. Die angepassten Anteile an at-Equity bilan-
           zierten Beteiligungen haben zum 1. Januar 2018 nach den genannten Anpassungen 163,4 Mio.
           EUR statt zuvor 161,3 Mio. EUR betragen.

           Das Modell für die Erfassung von Wertberichtigungen unter IFRS 9 erfordert den Ansatz von Wert-
           minderungen basierend auf erwarteten Kreditausfällen („expected credit losses“) und nicht nur –
           wie früher unter IAS 39 – von eingetretenen Verlusten („incurred credit losses“). Den neuen Wert-
           minderungsvorschriften unterliegen im KELAG-Konzern insbesondere Forderungen aus Lieferun-
           gen und Leistungen, Wertpapiere sowie Bank- und Termineinlagen. Diesbezügliche Berechnun-
           gen für den 1. Januar 2018 und den 31. Dezember 2018 haben jedoch gezeigt, dass die neue
           Wertminderungslogik keine wesentlichen Auswirkungen im KELAG-Konzern mit sich bringt. Dies
           ist  insbesondere  auf  ein  stringentes  Forderungs-und  Risikomanagement  zurückzuführen,
           wodurch sich der Konzern weitestgehend Kontrahenten mit „Investment Grade“-Einstufung, also
           hoher Bonität und geringem Kreditrisiko, gegenübersieht sowie auf die Tatsache, dass geschäfts-
           bedingt Forderungsausfälle in der Regel von untergeordneter Bedeutung sind.

           Die zum 31. Dezember 2017 bestehende Sicherungsbeziehung (Cashflow-Hedge der KRV) wurde
           in Übereinstimmung mit den Übergangsbestimmungen per 1. Januar 2018 fortgeführt.

           Neben den neuen Vorschriften zur Bilanzierung finanzieller Vermögenswerte umfasst IFRS 9 ge-
           ringfügige Änderungen im Hinblick auf die Bilanzierung finanzieller Verbindlichkeiten. Für den
           KELAG-Konzern ergeben sich aus diesen Änderungen keine Auswirkungen.

           IFRS 15 „Erlöse aus Verträgen mit Kunden“ ersetzt ab dem Geschäftsjahr 2018 IAS 11, IAS 18, IFRIC   IFRS 15
           13, IFRIC 15, IFRIC 18 und SIC-31. In diesem neuen Standard betreffend die Erlösrealisation ist ein
           fünfstufiges Modell zur Umsatzerlöserfassung vorgesehen. Zuerst ist/sind der Vertrag/die Ver-
           träge mit Kunden und anschließend die eigenständigen Leistungsverpflichtungen zu identifizie-
           ren, um in weiterer Folge den Transaktionspreis zu bestimmen und auf die vertraglichen Leis-
           tungsverpflichtungen aufzuteilen. Die Erlöserfassung erfolgt im fünften Schritt bei Erfüllung der
           Leistungsverpflichtungen durch das Unternehmen, somit zu einem bestimmten Zeitpunkt oder
           über einen Zeitraum. Im KELAG-Konzern wurde IFRS 15 erstmals zum 1. Januar 2018 unter Inan-
           spruchnahme der in den Übergangsvorschriften vorgesehenen modifizierten retrospektiven Me-
           thode zur Erstanwendung angewandt. Eine Anpassung der Vorjahresvergleichszahlen ist nicht er-
           folgt.
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