Page 211 - Kelag Jahresfinanzbericht 2018
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           Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips
           angesetzt.  Niedrigere  Wertansätze  früherer  Bilanzstichtage  wurden  beibehalten.  Der  Bewertung  lag  das  gleitende
           Durchschnittspreisverfahren zugrunde.

           Der Erdgasvorrat wurde nach dem FIFO-Verfahren bewertet.


           Die noch nicht abrechenbaren Leistungen wurden zu Herstellungskosten bewertet, welche die Fertigungslohneinzel-
           kosten, die Materialeinzelkosten sowie angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten unter Berücksichtigung der
           Leerkosten umfassten. Anteilige Fremdkapitalkosten und freiwilliger Sozialaufwand wurden nicht aktiviert.

           Bei den Forderungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

           In den Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe jenes Betrages, der
           nach sorgfältiger unternehmerischer Beurteilung notwendig war, berücksichtigt.

           Die  Rückstellungen  für  Abfertigungen,  für  Pensionsverpflichtungen,  für  Jubiläumsgelder  und  pensionsähnliche
           Verpflichtungen wurden unter Zugrundelegung von versicherungsmathematischen Gutachten angesetzt.

           Die Bewertung dieser Verpflichtungen erfolgte aufgrund der Bestimmungen des § 198 und § 211 UGB in der geltenden
           Fassung  unter  Berücksichtigung  der  AFRAC-Stellungnahme  27  „Personalrückstellungen  (UGB)“  vom  März  2018  mit
           Anwendung des Teilwertverfahrens.


           Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der unternehmerischen
           Vorsicht bewertet.


           Der  Erfassung  der  Erlöse  aus  dem  Haushalts-und  Gewerbekundensegment,  welches  in  der  Regel  einmal  jährlich
           abgerechnet  wird,  liegt  eine  bilanzielle  Abgrenzung  und  Simulation  von  bereits  gelieferten,  aber  nicht  abgelesenen
           Erlösen zugrunde. Diese Abgrenzung wurde im Jahr 2018 auf Grundlage einer im letzten Quartal 2018 durchgeführten
           Stichtagsablesung der jährlich abgerechneten Kunden im Eigennetz angepasst. Durch den technologischen Fortschritt
           und den sukzessiven Austausch der mechanischen Zähler auf Smart Meter wird die Abgrenzungsherleitung kontinuierlich
           weiter optimiert. Umsatzerlöse werden um allfällige Erlösschmälerungen gekürzt und ohne Umsatzsteuer sowie na Elimi-
           nierung konzerninterner Transaktionen ausgewiesen.


           Im Stromhandel wurde bedingt durch die erhöhte Abwicklung von kommissionsähnlichen Geschäften mit der Tochterge-
           sellschaft Interenergo d.o.o. eine Ausweisanpassung vorgenommen. Um dem möglichst getreuen Bild der Vermögens-,
           Finanz- und Ertragslage zu entsprechen, wurde die Nettodarstellung angewandt. Die Vorjahreszahlen wurden nicht ange-
           passt.
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