Page 113 - Kelag Jahresfinanzbericht 2018
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           Für die Berechnung einer eventuellen Wertminderung (siehe RZ 10 und RZ 11) eines nicht finan-
           ziellen Vermögenswertes ist es erforderlich, den Nutzungswert bzw. den beizulegenden Zeitwert
           der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, welcher der nicht finanzielle Vermögenswert zugeord-
           net ist, zu ermitteln. Die Ermittlung des Nutzungswertes basiert auf Schätzungen künftiger Cash-
           flows unter Berücksichtigung von Risiken der zahlungsmittelgenerierenden Einheit sowie auf der
           Festlegung eines geeigneten Abzinsungssatzes. Bei der Berechnung des Nutzungswertes kommt
           es  zu  keiner  Berücksichtigung von  Erweiterungsinvestitionen bzw.  Restrukturierungsmaßnah-
           men. Eine Berücksichtigung spezifischer Synergien bei der Zeitwertermittlung kann jedoch zum
           Tragen kommen.

           Wenn keine verlässlichen Prognosen für einen längeren Zeitraum vorliegen, wird den Berechnun-
           gen in der Regel ein Detailplanungszeitraum von fünf Jahren zugrunde gelegt. Falls spezielle Pla-
           nungsannahmen (z. B. Strompreisprognosen) für einen längeren Zeitraum zur Verfügung stehen,
           werden diese verwendet. Zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung lassen sich keine wesentlichen Än-
           derungen zu den verwendeten Annahmen erkennen.

           In der Regel stellen Strompreisentwicklungen wesentliche Schätzannahmen dar; falls diese für   Schätzungsänderung
                                                                                         betreffend Preisgerüst bei der
           Wirtschaftlichkeitsrechnungen einzelner CGUs relevant sind, werden diese zur Bestimmung des   Ermittlung des erzielbaren
                                                                                         Betrages
           erzielbaren Betrages wie folgt ermittelt:
           Für erzielbare Beträge aus Wind- und Wasserkraft, die auf Basis des Nutzungswertes ermittelt wer-
           den, werden Preisprognosen basierend auf einem Strompreisprognosemodell herangezogen. Für
           den Beginn des Planungszeitraumes (2019 bis 2022) wird das Preisgerüst anhand der Preisnotie-
           rungen für Energieforwards bzw. geschlossener Verträge bestimmt. In weiterer Folge erfolgt dann
           (durch lineare Interpolation) bis 2025 ein Heranführen des Preisniveaus an die Strompreisprogno-
           sen. Für den Planungszeitraum 2025 bis 2040 wird das Preisgerüst durch ein energiewirtschaftli-
           ches Strompreisprognosemodell zur Erstellung mittel- und langfristiger Strompreisszenarien für
           Energiemärkte determiniert. Für die Extrapolation der Strompreisprognosen (ab 2041) wird von
           einer nachhaltigen Preissteigerungsrate in Höhe von 2,0 % ausgegangen. In jenen Fällen, in de-
           nen garantierte Einspeisetarife durch die jeweiligen öffentlichen Stellen gegeben sind, wurden
           diese für den relevanten Zeitraum angesetzt. Für erzielbare Beträge aus Wärmeprojekten dienen
           die Planpreisentwicklungen der Energieeinsatzmedien als Preisgerüst zur Ermittlung des erziel-
           baren Betrages. Diese werden vertragsgemäß über entsprechende Indexierungen auch zur An-
           passung der Wärmeverkaufspreise angewendet.

           Das Preisgerüst für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Veräußerungskosten
           wird analog zur oben angeführten Vorgehensweise ermittelt, wobei ein Abschlag für Veräuße-
           rungskosten angesetzt wird.
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