Page 112 - Kelag Jahresfinanzbericht 2018
P. 112

K O N Z E R N A B S C H L U S S                                                      112























             Fremdkapitalkosten       Fremdkapitalkosten werden im Konzern bei Vorliegen eines qualifizierten Vermögenswertes akti-
                                      viert. Gemäß den darauf abzielenden Bilanzierungsregeln entsteht aus einem Projekt nur dann
                                      ein qualifizierter Vermögenswert, wenn die Errichtungsdauer mindestens sechs Monate beträgt
                                      und die geplanten Herstellungskosten eine Wesentlichkeitsgrenze von 2,0 Mio. EUR überschrei-
                                      ten. Insoweit eine spezifische Fremdfinanzierung des qualifizierten Vermögenswertes vorliegt,
                                      werden die tatsächlichen Fremdkapitalkosten aktiviert. Erfolgt hingegen eine allgemeine Kon-
                                      zernfinanzierung,  so  werden  die  durchschnittlichen  Fremdkapitalkosten  aktiviert.  Für  im  Ge-
                                      schäftsjahr 2018 zu Buche stehende Investitionen beträgt der durchschnittliche Finanzierungs-
                                      kostensatz 2,70 % (im Vorjahr 2,65 %).


                                      Schätzungsunsicherheiten
             Beurteilung der          Die Beurteilung der Werthaltigkeit der Beteiligungsansätze von Unternehmen, welche at-Equity
             Werthaltigkeit at-Equity
             bilanzierter Beteiligungen   bilanziert werden, erfolgt auf Basis von Vorschaurechnungen für künftige Zahlungsströme sowie
                                      unter Anwendung eines an die Branche und das Unternehmensrisiko angepassten Abzinsungs-
                                      satzes (siehe RZ 12).

                                      Vor allem bei folgenden Hinweisen kommt es zu einer Überprüfung der Werthaltigkeit von Betei-
                                      ligungsansätzen von Unternehmen, welche at-Equity in den Konzernabschluss einbezogen wer-
                                      den:
                                         • Erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Beteiligungsunternehmens;
                                         • Vertragsbruch wie beispielsweise ein Ausfall oder Verzug von Zins- oder Tilgungszahlungen;
                                         • Eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass das Beteiligungsunternehmen in Insolvenz oder ein
                                          sonstiges Sanierungsverfahren geht;
                                         • Beobachtbare Daten, die auf eine messbare Verringerung der erwarteten zukünftigen Cash-
                                          flows des Beteiligungsunternehmens hinweisen.

             Beurteilung der          Bei  Firmenwerten  und  immateriellen Vermögenswerten  mit  unbestimmbarer  Nutzungsdauer
             Werthaltigkeit nicht
             finanzieller Vermögenswerte   wird die Beurteilung der Werthaltigkeit zu jedem Abschlussstichtag vorgenommen. Bei anderen
                                      nicht finanziellen Vermögenswerten wird die Werthaltigkeit dann neu beurteilt, wenn interne o-
                                      der externe Anhaltspunkte für mögliche Wertminderungen vorliegen. Beispielsweise kommt es
                                      bei folgenden Anhaltspunkten zu einer Überprüfung der Werthaltigkeit nicht finanzieller Vermö-
                                      genswerte:
                                         • Absinken des Marktwertes (über die nutzungsbedingte Abwertung hinaus);
                                         • Nachteilige Entwicklung im technischen, marktbezogenen, wirtschaftlichen oder rechtlichen
                                          Umfeld;
                                         • Anstieg der Marktzinsen;
                                         • Überalterung oder physischer Schaden;
                                         • Schlechter als erwartete wirtschaftliche Ertragskraft eines Vermögenswertes.
   107   108   109   110   111   112   113   114   115   116   117