Page 106 - Kelag Jahresfinanzbericht 2018
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             Regulatorische           Werden Netztarife durch einen Regulator auf Basis von Kosten- bzw. Erlösschätzungen festgelegt
             Vermögenswerte und
             Schulden                 und Minder- oder Mehrkosten bzw. -erlöse aus der Vergangenheit bei der Tariffestsetzung in der
                                      Zukunft berücksichtigt, so ist der Netzbetreiber berechtigt, Mehrkosten bzw. Mindererlöse in zu-
                                      künftigen Jahren von den Netznutzern im Wege höherer Tarife abgegolten zu bekommen oder
                                      verpflichtet, Minderkosten bzw. Mehrerlöse den Netznutzern im Wege niedrigerer Tarife rückzu-
                                      vergüten. Solche Ansprüche bzw. Verpflichtungen werden als regulatorische Vermögenswerte
                                      bzw. Schulden bezeichnet.

                                      Der KELAG-Konzern ist im Tätigkeitsbereich Netz einem regulierten Tarifregime unterworfen, wo-
                                      bei die Energie-Control Austria für die Regulierung der Elektrizitäts- und Erdgaswirtschaft (E-Con-
                                      trol) in Österreich als Regulierungsbehörde auftritt.

                                      In diesem Konzernabschluss werden weder regulatorische Vermögenswerte aktiviert noch regu-
                                      latorische  Schulden  passiviert,  da  die  allgemeinen  Ansatzkriterien  für  Vermögenswerte  und
                                      Schulden nicht erfüllt sind.

             CO2- und                 Grünstromzertifikate sowie unentgeltliche CO2-Zertifikate fallen unter die erfolgsbezogenen Zu-
             Grünstromzertifikate
                                      wendungen nach IAS 20. Diese sind nach IAS 20.7 zu dem Zeitpunkt bilanzansatzfähig, an dem
                                      gewährleistet ist, dass das Unternehmen die Voraussetzungen erfüllt und die Zuwendungen auch
                                      tatsächlich fließen. In diesem Fall werden die Zertifikate im KELAG-Konzern zum beizulegenden
                                      Zeitwert erfasst.


                                      Die Zertifikate werden bei Erwerb des Rechtsanspruches (in der Regel Produktion von Strom in
                                      zertifizierten Kraftwerken) als Vorrat erfasst. Der Ertrag aus der Zuteilung der Zertifikate wird in
                                      den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Die Folgebewertung erfolgt ggf. zum niedri-
                                      geren Nettoveräußerungswert. Die Erlöse aus dem Verkauf von Grünstromzertifikaten werden in
                                      den Umsatzerlösen erfasst.

             Ertragsteuern            Der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Ertragsteueraufwand für das abgelaufene
                                      Geschäftsjahr umfasst die für die einzelnen Gesellschaften aus dem steuerpflichtigen Einkommen
                                      und dem anzuwendenden Steuersatz errechnete Ertragsteuer sowie die Veränderung der künfti-
                                      gen Steuerschulden und -ansprüche.


                                      Mit dem Gruppen- und Steuerausgleichsvertrag vom 7. Dezember 2004 bildete die KELAG als
                                      Gruppenmitglied mit der KEH als Gruppenträgerin eine steuerliche Unternehmensgruppe gemäß
                                      § 9 KStG. Seit dem Jahr 2005 wurde diese steuerliche Unternehmensgruppe um mehrere Grup-
                                      penmitglieder aus dem Konzern erweitert. Vom Gruppenträger werden an die Gruppenmitglieder
                                      die von ihnen verursachten Körperschaftsteuerbeträge nach der Stand-Alone-Berechnungs-Me-
                                      thodik mittels Steuerumlage weiterverrechnet. Durch die Verrechnung von Steuerumlagen er-
                                      folgt eine Korrektur des Steueraufwandes in der Gewinn- und Verlustrechnung des Gruppenträ-
                                      gers.
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