Page 104 - Kelag Jahresfinanzbericht 2018
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                                      Regelung betroffenen Arbeitnehmer zahlt der Arbeitgeber monatlich 1,53 % des Entgeltes in eine
                                      Mitarbeitervorsorgekasse, in der die Beiträge auf einem Konto des Arbeitnehmers veranlagt wer-
                                      den. Durch dieses Abfertigungsmodell ist der Arbeitgeber nur zur regelmäßigen Leistung der Bei-
                                      träge verpflichtet und es wird daher als beitragsorientierter Plan gemäß IAS 19 bilanziert.



                                      Altersteilzeitverpflichtungen
                                      Im Konzern wird Mitarbeitern im Rahmen von Altersteilzeitmodellen die Möglichkeit geboten, vor
                                      dem Eintritt des ASVG-Pensionsanspruches unter Entgeltfortzahlung bis zum gesetzlich veran-
                                      kerten Pensionseintrittsalter ein gefördertes Altersteilzeitmodell in Anspruch zu nehmen. Das Al-
                                      tersteilzeitmodell sieht ein Blockmodell vor, wobei die ersten 40 % des Zeitraumes vom Beginn
                                      der Altersteilzeit bis zum Pensionsantritt voll zu arbeiten sind und der Begünstigte für die restli-
                                      chen 60 % des Zeitraumes freigestellt wird. Die Höhe des Bezugs während der Altersteilzeit wird
                                      mit 70 % des Monatsbezuges vor Antritt der Altersteilzeit vereinbart.

                                      Bei der Bewertung der in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellung kommt die Projected-Unit-Cre-
                                      dit-Methode gemäß IAS 19 zur Anwendung, wobei die Neubewertung sofort ergebniswirksam
                                      realisiert wird. Die Bewertungsparameter entsprechen im Wesentlichen jenen für pensionsähnli-
                                      che Verpflichtungen. Die daraus zu erfassenden Aufwendungen werden in der Gewinn- und Ver-
                                      lustrechnung großteils unter den Gehältern ausgewiesen.

             Rückstellungen           Sonstige Rückstellungen werden entsprechend den Regelungen des IAS 37 angesetzt, wenn für
                                      das  Unternehmen eine  rechtliche  oder  faktische Verpflichtung  gegenüber  einem  Dritten  auf-
                                      grund eines vergangenen Ereignisses vorliegt und es wahrscheinlich ist, dass diese Verpflichtung
                                      zu einem Mittelabfluss führen wird. Hierzu muss die Höhe der Verpflichtung zuverlässig geschätzt
                                      werden können. Die Rückstellungen werden mit ihrem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag ange-
                                      setzt und nicht mit Erstattungsansprüchen saldiert. Der Erfüllungsbetrag wird auf Basis der best-
                                      möglichen Schätzung ermittelt, mit der eine gegenwärtige Verpflichtung am Bilanzstichtag er-
                                      füllt oder auf einen Dritten übertragen werden könnte. Dabei werden zukünftige Kostensteige-
                                      rungen, die am Bilanzstichtag absehbar und wahrscheinlich sind, berücksichtigt.

                                      Im KELAG-Konzernabschluss werden ferner Drohverlustrückstellungen für erwartete Verluste aus
                                      „belastenden“ Verträgen gemäß den Bestimmungen von IAS 37 gebildet. Der Bilanzansatz spie-
                                      gelt die Höhe des erwartet unvermeidbaren Ressourcenabflusses zu Vollkosten wider. Das ist der
                                      geringere Betrag aus der Erfüllung des Vertrages und allfälliger Kompensationszahlungen bei
                                      Nichterfüllung. Die Erfassung von Wertminderungen auf mit „belastenden“ Verträgen verbun-
                                      dene Vermögenswerte geht jedoch der Erfassung von Drohverlustrückstellungen vor.

                                      Langfristige Rückstellungen werden, sofern der Barwert des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages
                                      wesentlich von dessen Nominalwert abweicht, diskontiert. Gemäß den Bilanzierungs- und Bewer-
                                      tungsregeln des Konzerns werden grundsätzlich jene Rückstellungen, deren Erfüllung mehr als
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