Page 103 - Kelag Jahresfinanzbericht 2018
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           von notierten Wertpapieren entspricht er dem veröffentlichten Ankaufskurs. Das Pensionskassen-
           vermögen wird als Planvermögen im Sinne von IAS 19 bilanziert und mit den Rückstellungen für
           laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen saldiert.

           Die Veranlagung des Pensionskassenvermögens erfolgt durch die Pensionskasse vorwiegend in
           verschiedenen Investmentfonds unter Beachtung der Bestimmungen des Pensionskassengeset-
           zes.


           Beitragsorientierte Pensionsverpflichtung

           Die KELAG bietet ihren Mitarbeitern, welche ab dem 1. Januar 1992 in das Unternehmen einge-
           treten sind und sich in einem aufrechten, unbefristeten Dienstverhältnis befinden, eine Ergän-
           zung zur gesetzlichen Pensionsvorsorge (ASVG-Pension) mit der Pensionskasse und somit die
           Möglichkeit – in Eigenverantwortung und unterstützt vom Unternehmen – ein zusätzliches pri-
           vates Standbein für die Altersversorgung aufzubauen. Die Pensionskasse bietet ein beitragsori-
           entiertes Pensionssystem, bei dem sich die Höhe der künftigen Pensionen aus der Verrentung der
           Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteile bis zum Pensionsantritt errechnet.

           Ab Einbeziehung in das Pensionskassenmodell zahlt die KELAG monatlich bis zur Beendigung des
           Arbeitsverhältnisses oder Inanspruchnahme einer Leistung aus der Pensionskasse im Voraus 3 %
           der Bezugsbestandteile bis zur ASVG-Höchstbemessungsgrundlage (HBG) und 15 % der Bezugs-
           bestandteile über der HBG. Als Bezug gilt der jeweils laufende Monatsbezug inkl. Treueprämie,
           evtl. Mehrbezug, Funktionszulage exkl. aller sonstigen Zulagen, Zuschläge, Überstunden- und Er-
           reichbarkeitsvergütungen etc. Arbeitnehmerbeiträge können auf freiwilliger Basis in Höhe des
           Arbeitgeberbeitrages oder in Höhe von 2 % für Bezugsbestandteile unterhalb der HBG und 10 %
           über der HBG oder 1 % für Bezugsbestandteile unterhalb der HBG und 5 % über der HBG geleistet
           werden.



           Verpflichtung für gesetzliche Abfertigungen
           Mitarbeiter, deren (österreichisches) Dienstverhältnis bis zum 31. Dezember 2002 begann, erhal-
           ten auf Basis arbeitsrechtlicher Verpflichtungen bei Kündigung durch den Arbeitgeber bzw. zum
           Pensionsantrittszeitpunkt eine einmalige Abfertigung. Die Anspruchshöhe richtet sich nach der
           Anzahl der Dienstjahre und des bei Abfertigungsanfall maßgeblichen Bezuges. Die Berechnung
           dieser Verpflichtung erfolgt gemäß IAS 19 nach der Projected-Unit-Credit-Methode mit einem An-
           sparzeitraum von 25 Jahren. Daraus entfallende versicherungstechnische Gewinne und Verluste
           werden ebenfalls im sonstigen Ergebnis berücksichtigt.

           Für sämtliche nach dem 31. Dezember 2002 beginnenden (österreichischen) Arbeitsverhältnisse
           besteht kein Direktanspruch des Arbeitnehmers auf gesetzliche Abfertigung. Für die von dieser
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