Page 5 - Kelag Konzern Halbjahresfinanzbericht 2020
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Die Versorgungssicherheit mit Energie und die Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung
           bilden während der COVID-19-Pandemie eine wichtige Basis für den Wirtschafts- und Energie-
           standort  Kärnten.  Die  KELAG  und  ihre  Tochtergesellschaften  arbeiten  als  regional  verankerte
           Unternehmen  und  verlässliche  Partner  der  Region  deshalb  unter  den  Einschränkungen  des
           gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens weitestgehend im Normalbetrieb. Das Konzern-
           Krisenmanagement nahm bereits Ende Jänner 2020 seine Tätigkeit auf und setzt seitdem lau-
           fend Maßnahmen, um bei der Prävention der Ausbreitung des Corona-Virus mitzuwirken und
           den Betrieb aufrecht zu erhalten. Die systemerhaltende Betriebsführung sowie alle notwendi-
           gen  Wartungs-  und  Instandhaltungsmaßnahmen  werden  unter  Berücksichtigung  strenger
           Schutzmaßnahmen  weiterhin durchgeführt, um den Betrieb der Anlagen der kritischen Infra-
           struktur (Erzeugung, Netz, Wärme, IT) zuverlässig sicherzustellen. Die KNG-Kärnten Netz GmbH
           startete Anfang Mai wieder mit der Montage von Smart Metern bei ihren Kunden. Diese Arbei-
           ten waren Mitte März als Vorsichtsmaßnahme unterbrochen worden. Der persönliche Kunden-
           kontakt für sämtliche Dienstleistungen des KELAG-Konzerns wurde ab Mai schrittweise wieder-
           aufgenommen. Dazu zählen saisonal bedingte Arbeiten wie beispielsweise die Umsetzung von
           Bauprojekten, das Herstellen von Anschlüssen an das Fernwärmenetz, das Verlegen von Fern-
           wärmeleitungen,  Revisionsarbeiten  an  technischen  Anlagen  oder  Behördenkontakte.  Bei  all
           diesen Tätigkeiten gelten selbstverständlich strenge Verhaltensregeln und Hygienevorschriften.





           Unser Unternehmen war im ersten Halbjahr 2020 aufgrund der COVID-19-Pandemie mit zusätz-
           lichen Herausforderungen im ohnehin dynamischen und komplexen Marktumfeld konfrontiert.
           Die Großhandelspreise haben aufgrund des massiven Rückgangs der globalen Energienachfra-
           ge  und  der  rückläufigen  Brennstoff-  und  CO2-Preise  allen  voran  im  Kurzfristbereich  zunächst
           stark nachgegeben, wobei bis zum 30. Juni 2020 sukzessive eine Erholung zu verzeichnen war.
           Die Absatzmengen zeigten insbesondere in der Industrie aber auch in der Gastronomie- und
           Tourismusbranche einen deutlichen Rückgang, sodass wir in den Monaten April und Mai einen
           verminderten  Energieverbrauch  von  bis  zu  18 %  im  Tagesdurchschnitt  verzeichnen  mussten.
           Trotz  vorliegender  Erholungstendenzen  nach  der  schrittweisen  Rücknahme  der  Maßnahmen
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