Page 25 - Kelag Konzern Halbjahresfinanzbericht 2020
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Dem Risiko der Nichtanerkennung von bestehenden Kostenpositionen bei der Tarifierung durch
           den Regulator wird durch ein aktives Regulierungs- und Kostenmanagement entgegengewirkt.

           Zusätzliche  Risiken  können  sich  durch  weitere  regulatorische  Eingriffe,  wie  zum  Beispiel  das
           Energieeffizienzgesetz  oder  erforderliche  Umsetzungsschritte  aus  dem  Pariser  Klimavertrag,
           ergeben.



           Investitionsentscheidungen  basieren  auf  einer  Investitions-  und  M&A-Richtlinie,  welche  klare
           Wirtschaftlichkeits-  und  Risikokriterien  beinhaltet.  Durch  die  Einhaltung  hoher  technischer
           Standards werden dadurch beispielsweise technische Risiken auf ein Minimum reduziert.



           Beteiligungsrisiken entstehen durch mögliche Schwankungen im Bereich der Dividenden von
           Tochter-  und  Beteiligungsunternehmen.  Durch  zielgerichtetes  Beteiligungsmanagement  ent-
           sprechend einer Richtlinie, die Frühwarnindikatoren sowie ein laufendes Monitoring und Repor-
           ting vorgibt, wird das Risiko verringert.



           Risikominimierung  der  Zins-  und  Währungsrisiken  erfolgt  durch  ein  ausreichendes  Internes
           Kontrollsystem für sämtliche in Verwendung stehende Finanzprodukte.

           Das Kontrahentenrisiko wird durch schriftliche Vorgaben für das Finanzmanagement verringert.
           Geschäfte mit Kontrahenten (Banken) werden nur durchgeführt, wenn diese über eine entspre-
           chende Bonität und ein damit in Zusammenhang stehendes Limit verfügen.



           Teil des Risikomanagements ist auch die Identifizierung von und der Umgang mit rechtlichen
           Risiken. Zu diesem Zwecke wurde in Zusammenarbeit mit einer internationalen Anwaltskanzlei
           ein  konzernweites  Compliance-System  implementiert.  Dieses  System  gewährleistet,  dass  die
           Wahrscheinlichkeit von Rechtsverstößen durch Mitarbeiter des KELAG-Konzerns so gering wie
           möglich  gehalten  wird.  Das  Compliance-System  dient  damit  sowohl  dem  Schutz  des  KELAG-
           Konzerns als auch jedes einzelnen KELAG-Mitarbeiters und leistet gleichzeitig einen Beitrag zur
           nachhaltigen Sicherstellung des Unternehmenswertes.



           Die  Auswirkungen  der  COVID-19-Pandemie  führten  zu  einem  moderaten  Rückgang  der  Ab-
           satzmenge sowie zu einem starken Rückgang der Strompreise am Spotmarkt. Der Rückgang der
           Absatzmenge hat sich insbesondere in den unmittelbar vom Lockdown betroffenen Branchen
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