Page 24 - Kelag Konzern Halbjahresfinanzbericht 2020
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Chancen, die mit unternehmerischem Handeln verbunden sind, gehen stets mit Risiken einher.
                                      Es gilt daher, den Grad der Risikobereitschaft und somit die jeweiligen Risikogrenzen zu definie-
                                      ren.

                                      Dementsprechend betreibt der KELAG-Konzern ein Risikomanagement, das sich mit den Risiken
                                      aus dem eigenen Handeln sowie mit den Risiken aus dem Marktumfeld befasst. Die konzernwei-
                                      te Vorgabe von Regeln und Mindeststandards stellt ein systematisches und konzerneinheitliches
                                      Risikomanagement sicher. Strategisches Ziel des KELAG-Konzerns ist es, über die reine Pflicht-
                                      umsetzung zur Erfüllung der gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus das Risikobewusstsein
                                      auf allen Ebenen zu erhöhen, Risikoaspekte systematisch in unternehmerische Entscheidungen
                                      einzubeziehen, die Leistungsfähigkeit der Internen Kontrollsysteme und des Berichtswesens zu
                                      verbessern und damit eine wertorientierte Risikokultur auf allen Ebenen des Konzerns zu etab-
                                      lieren.



                                      Der Ausfall von Handelspartnern oder Kunden birgt die Gefahr, dass bereits gelieferte Energie
                                      nicht  bezahlt  wird  oder  Energie  nochmals  beschafft  werden  muss  (Settlement-  und  Re-
                                      placementrisiko). Darüber hinaus entstehen Risiken durch Wertveränderungen bei Commodity-
                                      Positionen sowie bei gesetzlichen Veränderungen von Verrechnungspreisen. Risikominimierung
                                      erfolgt durch eine initiale Bonitätsprüfung und laufende Bonitätsüberwachung in Abhängigkeit
                                      vom Vertragsvolumen mit den Handelspartnern bzw. Kunden sowie durch Schließen und Aus-
                                      gleichen von betroffenen Commodity-Positionen. In diesem Zusammenhang wurden spezielle
                                      Richtlinien für Commodity-Risiken entwickelt.



                                      Bei der Wasserkraft hängt das Erreichen einer geplanten Produktionsmenge im Wesentlichen
                                      von der Wasserführung und somit vom Wetter ab. Einflussfaktoren für die Erlöse sind neben der
                                      Wassermenge auch das Marktpreisniveau. Risikominimierung wird durch eine langfristige Ver-
                                      äußerungsstrategie und über rollierende Aktualisierung der Wasserführungsprognosen vorge-
                                      nommen.



                                      Das Risiko des Auftretens von Defekten bei technischen Anlagen – unter anderem auch durch
                                      flächendeckende  massive  Wetterereignisse  (Föhnstürme  bzw.  Nassschneefälle)  –  wird  durch
                                      eine entsprechende  Instandhaltungsstrategie  bzw.  durch Abschluss entsprechender Versiche-
                                      rungen minimiert.
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