Page 20 - Kelag Konzern Halbjahresfinanzbericht 2020
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schäftsjahr 2021 verschoben werden. Andere Projekte wiederum konnten mit geringen Zeitver-
                                      zögerungen begonnen werden. Auch der Vertrieb der KELAG Energie & Wärme GmbH war im
                                      ersten Halbjahr 2020 durch die COVID-19-Pandemie beeinflusst. Einerseits wurde in dieser unsi-
                                      cheren Zeit die Kommunikation mit den Kunden entsprechend erhöht, andererseits war man
                                      aufgrund der günstigen Commodity-Preise mit größeren Kundenbestellungen konfrontiert. Hier
                                      galt es, mit entsprechender unternehmerischer Weitsicht und Risikoabwägung vorzugehen. Das
                                      Anfang  2021  in  Kraft  tretende  „Erneuerbaren  Ausbau  Gesetz“  unterstützt  die  Strategie  der
                                      KELAG Energie & Wärme GmbH, durch  Projekte auf Basis von  Biomasse und industrieller Ab-
                                      wärme die Ökologisierung der Wärmeversorgung voranzutreiben.







                                      Die Stromaufbringung des Konzerns lag im ersten Halbjahr 2020 mit 7.527 GWh um 1.089 GWh
                                      bzw.  12,6 %  unter  jener  des  Vergleichswertes  des  Jahres  2019.  Während  die  Eigenerzeugung
                                      primär von dem besseren Wasserdargebot mit einer Wasserführungsquote in Höhe von 106,0 %
                                      (2019: 104,5 %) profitierte und um 166 GWh auf 1.680 GWh stieg, sank der Fremdstrombezug
                                      mit 5.847 GWh (2019: 7.101 GWh) um rd. 17,7 %.

                                      Der außenwirksame Stromabsatz des Konzerns sank auf 6.738 GWh. Die Veränderung gegen-
                                      über dem Vorjahr entspricht einem Minus von 1.560 GWh bzw. 18,8 % und ist im Wesentlichen
                                      auf veränderte Handelsstrategien zurückzuführen.

                                      Der Endkundenabsatz in Höhe von 1.796 GWh lag mit rd. 6,1 % unter dem Niveau des Vorjahres
                                      (1.912 GWh).  Rund  50 %  des  Geschäftskundenabsatzes  entfielen  im  ersten  Halbjahr  2020  auf
                                      Kunden außerhalb des Versorgungsgebietes der KNG-Kärnten Netz GmbH.



                                      Die Gasaufbringung sank gegenüber dem Vorjahr um 173 GWh bzw. 12,8 % auf 1.180 GWh und
                                      beinhaltet den seitens der KELAG Energie & Wärme GmbH über die KELAG beschafften Erdgas-
                                      bezug.  Der  konzernweite  Gasabsatz  reduzierte  sich  um  147 GWh  bzw.  15,3 %  auf  in  Summe
                                      816 GWh.



                                      Der Netzabsatz Strom der KNG-Kärnten Netz GmbH sank im ersten Halbjahr 2020 gegenüber
                                      dem Vergleichszeitraum des Geschäftsjahres 2019 um rd. 134 GWh bzw. 6,4 % auf rd. 1.953 GWh.


                                      Der Netzabsatz Erdgas  verringerte sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2019 um rd. 80 GWh
                                      bzw. 7,8 % auf rd. 946 GWh. Der Mengenrückgang in den Bereichen Strom und Erdgas ist auf die
                                      COVID-19-Pandemie zurückzuführen.
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