Page 33 - KELAG Halbjahresfinanzbericht per 30.06.2019
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Zum 30. Juni 2019 werden in den Konzernabschluss neben der KELAG als Mutterunternehmen
           33 Tochterunternehmen (31. Dezember 2018: 31) und 12 Unternehmen at-Equity (31. Dezember
           2018: 12) einbezogen. Im ersten Halbjahr 2019 wurden zwei Unternehmenserwerbe im KELAG-
           Konzern getätigt. Die KELAG Energie & Wärme GmbH hat 100% der Anteile an der ZHO Fern-
           wärmeversorgung Ottenschlag GmbH mit Sitz in Martinsberg (Niederösterreich) erworben. Der
           Kaufpreis hat dabei rd. 0,4 Mio. EUR betragen. Außerdem hat die Interenergo d.o.o. 100% der
           Anteile an der Zarja Ekoenergija d.o.o. mit Sitz in Semič (Slowenien) erworben. Der Kaufpreis hat
           dabei rd. 0,2 Mio. EUR betragen. Aus den beiden Unternehmenserwerben sind Vermögenswerte
           und Schulden im unwesentlichen Ausmaß übernommen worden.





           Im  vorliegenden  Konzernzwischenabschluss  der  KELAG  wurden  grundsätzlich  die  gleichen
           Bilanzierungs-  und  Bewertungsmethoden  angewandt  wie  im  KELAG-Konzernabschluss  zum
           31.12.2018. Ausgenommen davon sind v.a. Änderungen, die sich durch die erstmalige Anwen-
           dung von IFRS 16 im Geschäftsjahr 2019 ergeben haben. Details zu diesen Änderungen und den
           daraus  resultierenden  Auswirkungen  im  KELAG-Konzern  finden  sich  in  den  nachfolgenden
           Absätzen.


           IFRS 16 Leasingverhältnisse ersetzt ab dem Geschäftsjahr 2019 im KELAG-Konzern IAS 17, IFRIC 4,
           SIC-15 und SIC-27 und sieht für Leasingnehmer vor, dass alle im Anwendungsbereich des Stan-
           dards befindlichen Leasingverhältnisse und die damit verbundenen vertraglichen Rechte und
           Verpflichtungen zu bilanzieren sind. Durch IFRS 16 werden bislang, also unter IAS 17, von Lea-
           singnehmern als operative Leasingverhältnisse eingestufte Leasingvereinbarungen nun ähnlich
           wie  frühere  IAS-17-Finanzierungsleases  behandelt.  Für  in  dieser  Art  und  Weise  verändert  zu
           bilanzierende  Leasingverhältnisse  kommt  es  zu  einer  Bilanzverlängerung  durch  Aktivierung
           eines Nutzungsrechtes am zugrundeliegenden Vermögenswert und der gleichzeitigen Passivie-
           rung einer Leasingverbindlichkeit in Höhe des Barwerts der künftigen Leasingzahlungen. Wäh-
           rend das Nutzungsrecht in der Folge planmäßig abzuschreiben ist, ist die Leasingverbindlichkeit
           finanzmathematisch fortzuschreiben.

           Erleichterungen gibt es für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasinggegenstände von gerin-
           gem Wert, für welche IFRS 16 jeweils Ansatzwahlrechte vorsieht. Der KELAG-Konzern macht von
           beiden Erleichterungen Gebrauch, weist die Leasingzahlungen aus betroffenen Verträgen daher
           weiterhin  ergebniswirksam  in  der  Gewinn-  und  Verlustrechnung  aus.  Kurzfristige  Leasingver-
           hältnisse  liegen in  diesem  Zusammenhang  dann  vor,  wenn zwölf  Monate  an  Vertragslaufzeit
           nicht überschritten werden.


           Im Rahmen der Erstanwendung von IFRS 16 werden ebenso Verträge mit einer Restlaufzeit von
           maximal 12 Monaten als kurzfristige Leasingverhältnisse behandelt. Darüber hinaus wurde im
           KELAG-Konzern  von  der  Möglichkeit  Gebrauch  gemacht,  bei  Leasingverhältnissen  auf  eine
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