Page 22 - KELAG Halbjahresfinanzbericht per 30.06.2019
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Der Ausfall von Handelspartnern oder Kunden birgt die Gefahr, dass bereits gelieferte  Energie
           nicht  bezahlt  wird  oder  Energie  nochmals  beschafft  werden  muss  (Settlement-  und  Re-
           placementrisiko). Darüber hinaus entstehen Risiken durch Wertveränderungen bei Commodity-
           Positionen sowie bei gesetzlichen Veränderungen von Verrechnungspreisen. Risikominimierung
           erfolgt durch eine initiale Bonitätsprüfung und laufende Bonitätsüberwachung in Abhängigkeit
           vom Vertragsvolumen mit den Handelspartnern bzw. Kunden sowie durch Schließen und Aus-
           gleichen von betroffenen Commodity-Positionen. In diesem Zusammenhang wurden spezielle
           Richtlinien für Commodity-Risiken entwickelt.



           Bei der Wasserkraft hängt das Erreichen einer geplanten Produktionsmenge im Wesentlichen
           von der Wasserführung und somit vom Wetter ab. Einflussfaktoren für die Erlöse sind neben der
           Wassermenge auch das Marktpreisniveau. Risikominimierung wird durch eine langfristige Ver-
           äußerungsstrategie und über rollierende Aktualisierung der Wasserführungsprognosen vorge-
           nommen.



           Das Risiko des Auftretens von Defekten bei technischen Anlagen – unter anderem auch durch
           flächendeckende  massive  Wetterereignisse  (Föhnstürme  bzw.  Nassschneefälle)  –  wird  durch
           eine entsprechende  Instandhaltungsstrategie  bzw.  durch Abschluss entsprechender Versiche-
           rungen minimiert.



           Dem Risiko der Nichtanerkennung von bestehenden Kostenpositionen bei der Tarifierung durch
           den Regulator wird durch ein aktives Regulierungs- und Kostenmanagement entgegengewirkt.


           Zusätzliche  Risiken  können  sich  durch  weitere  regulatorische  Eingriffe,  wie  zum  Beispiel  das
           Energieeffizienzgesetz  oder  erforderliche  Umsetzungsschritte  aus  dem  Pariser  Klimavertrag,
           ergeben.



           Investitionsentscheidungen  basieren  auf  einer  Investitions-  und  M&A-Richtlinie,  welche  klare
           Wirtschaftlichkeits-  und  Risikokriterien  beinhaltet.  Durch  die  Einhaltung  hoher  technischer
           Standards werden dadurch beispielsweise technische Risiken auf ein Minimum reduziert.



           Beteiligungsrisiken entstehen durch mögliche Schwankungen im Bereich der Dividenden von
           Tochter-  und  Beteiligungsunternehmen.  Durch  zielgerichtetes  Beteiligungsmanagement  ent-
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