Page 11 - KELAG Halbjahresfinanzbericht per 30.06.2019
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sich  das  österreichische  Wirtschaftswachstum  im  Jahresdurchschnitt  2019  auf  1,7 %  (2018:
           2,7 %), stabilisiert sich aber im Jahresverlauf und wird 2020 etwa 1,8 % betragen.





           Der österreichweite Stromverbrauch ist in den ersten sechs Monaten um rd. 0,1 % gegenüber
           dem Vergleichszeitraum des Vorjahres auf insgesamt 36,0 TWh gesunken. Trotz des gestiegenen
           Einsatzes von Gaskraftwerken sank der landesweite Erdgasverbrauch im Berichtszeitraum Jän-
           ner bis Juni gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode um 1,8 % auf insgesamt rd. 51,4
           TWh.

           Die Preisentwicklung an den internationalen Brennstoffmärkten verlief im ersten Halbjahr 2019
           überwiegend negativ. Die Preise der Commodities Öl, Gas und Kohle lagen unter den Notierun-
           gen des Jahres 2018.

           Der Preis für Rohöl der Sorte Brent lag in der ersten Jahreshälfte im Durchschnitt bei 66 USD je
           Barrel, was einem Rückgang von rd. 7 % gegenüber dem Vergleichszeitraum 2018 entspricht. Die
           Preisentwicklung  der  kommenden  Monate  wird  unter  anderem  von  der  Situation  im  Nahen
           Osten und den Sanktionen gegen den Iran sowie der am 1. Juli 2019 beschlossenen Verlänge-
           rung  der  bis  Mitte  des  Jahres  gültigen  Förderbegrenzung,  um  voraussichtlich  weitere  neun
           Monate, abhängen. Weitere bedeutende Einflussfaktoren sind der derzeitige Handelsstreit und
           die damit einhergehenden konjunkturellen Risiken.

           Die Gaspreise am Spotmarkt (NCG) notierten im ersten Halbjahr bei durchschnittlich 16,4 EUR je
           MWh und lagen somit um rd. 8 % unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahrszeitraums. Der
           Gasmarkt wird primär durch kurzfristige, ölpreisunabhängige Handelsgeschäfte bestimmt. Nur
           noch geringe Teile der Langfristverträge zur Gaseinfuhr nach Europa sind ölpreisindiziert.

           Die Preise für Steinkohle lagen im ersten Halbjahr 2019 mit durchschnittlich 74 USD je Tonne um
           rd. 12 % unter dem Durchschnittspreis der Vorjahresperiode von 84 USD je Tonne.

           Die Preise im europäischen Emissionshandel beliefen sich im ersten Halbjahr 2019 auf durch-
           schnittlich 24 EUR je Tonne CO2 und haben sich damit gegenüber dem Durchschnittspreis des
           Vergleichszeitraums 2018 nahezu verdoppelt.




           Mit Oktober 2018 trat die Preiszonentrennung Österreich-Deutschland in Kraft. Ab diesem Zeit-
           punkt gibt es an der Börse unterschiedliche Strompreisnotierungen für die österreichische und
           die deutsche Preiszone. An der Energiebörse EPEX SPOT lagen die Durchschnittspreise im Be-
           richtszeitraum für Grundlastkontrakte im österreichischen Spothandel bei 41 EUR je MWh und
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