Page 36 - Halbjahres-Finanzbericht_30062018
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Die oben dargestellte Tabelle zeigt, dass die Anwendung des IFRS 9 nur geringfügige Änderun-
           gen im KELAG-Konzern mit sich bringt.

           Bei  den  sonstigen  Anteilen  an  anderen  Unternehmen  wurde  die  IFRS 9-Einführung  dazu  ge-
           nutzt, die bilanzielle Darstellung der in dieser Position enthaltenen Anteile zu prüfen. Als Ergeb-
           nis dieser Betrachtungen wurden bislang aus Wesentlichkeitsgründen zu Anschaffungskosten
           geführte at-Equity Beteiligungen nachträglich at-Equity bewertet, anstatt diese einer Bewertung
           zum beizulegenden Zeitwert zuzuführen. Hierzu wurde zum 01.01.2018 eine Umgliederung von
           0,6 Mio. EUR von den Anteilen an sonstigen Unternehmen in die at-Equity bilanzierten Beteili-
           gungen  vorgenommen  und  außerdem  eine  diesbezügliche  Anpassungsbuchung  gegen  das
           Konzerneigenkapital im Ausmaß von 1,6 Mio. EUR vorgenommen. Die angepassten Anteile an
           at-Equity bilanzierten Beteiligungen haben zum 01.01.2018 nach den genannten Anpassungen
           163,5 Mio. EUR statt zuvor 161,3 Mio. EUR betragen.

           Das  Modell  für  die  Erfassung  von  Wertberichtigungen  unter  IFRS 9  erfordert  den  Ansatz  von
           Wertminderungen basierend auf erwarteten Kreditausfällen („expected credit losses“) und nicht
           nur – wie früher unter IAS 39 – von eingetretenen Verlusten („incurred credit losses“). Den neuen
           Wertminderungsvorschriften  unterliegen  im  KELAG-Konzern  insbesondere  Forderungen  aus
           Lieferungen und Leistungen, Wertpapiere des Anlagevermögens sowie Bank- und Termineinla-
           gen. Diesbezügliche Berechnungen für den 31.12.2017 und den 30.06.2018 haben jedoch ge-
           zeigt, dass die neue Wertminderungslogik keine wesentlichen Auswirkungen im KELAG-Konzern
           mit sich bringt.  Dies ist  insbesondere  auf ein  stringentes Forderungs-und  Risikomanagement
           zurückzuführen, wodurch sich der Konzern weitestgehend Kontrahenten mit „Investment Gra-
           de“-Einstufung, also hoher Bonität und geringem Kreditrisiko, gegenübersieht.

           Die  zum  31.12.2017  bestehende  Sicherungsbeziehung  (Cashflow-Hedge  der  KRV)  wurde  in
           Übereinstimmung mit den Übergangsbestimmungen per 01.01.2018 fortgeführt.

           Neben  den  neuen  Vorschriften  zur  Bilanzierung  finanzieller  Vermögenswerte  umfasst  IFRS 9
           geringfügige  Änderungen  im  Hinblick  auf  die  Bilanzierung  finanzieller  Verbindlichkeiten.  Für
           den KELAG-Konzern ergeben sich aus diesen Änderungen keine Auswirkungen.

           IFRS 15  „Erlöse  aus  Verträgen  mit  Kunden“  ersetzt  ab  dem  Geschäftsjahr  2018 IAS 11,  IAS 18,
           IFRIC 13, IFRIC 15, IFRIC 18 und SIC-31. In diesem neuen Standard betreffend die Erlösrealisation
           ist ein fünfstufiges Modell zur Umsatzerlöserfassung vorgesehen. Zuerst ist/sind der Vertrag/die
           Verträge mit Kunden und anschließend die eigenständigen Leistungsverpflichtungen zu identi-
           fizieren,  um  in  weiterer Folge  den  Transaktionspreis  zu  bestimmen  und  auf  die  vertraglichen
           Leistungsverpflichtungen aufzuteilen. Die Erlöserfassung erfolgt im fünften Schritt bei Erfüllung
           der Leistungsverpflichtungen durch das Unternehmen, somit zu einem bestimmten Zeitpunkt
           oder über einen Zeitraum. Im KELAG-Konzern wurde IFRS 15 erstmals zum 1. Januar 2018 unter
           Inanspruchnahme  der in  den  Übergangsvorschriften  vorgesehenen  modifizierten  retrospekti-
           ven Methode zur Erstanwendung angewandt. Eine Anpassung der Vorjahresvergleichszahlen ist
           nicht erfolgt.
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