Page 21 - Halbjahres-Finanzbericht_30062018
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Chancen, die mit unternehmerischem Handeln verbunden sind, gehen stets mit Risiken einher.
           Es gilt daher, den Grad der Risikobereitschaft und somit die jeweiligen Risikogrenzen zu definie-
           ren.

           Dementsprechend betreibt der KELAG-Konzern ein Risikomanagement, das sich mit den Risiken
           aus dem eigenen Handeln sowie mit den Risiken aus dem Marktumfeld befasst. Die konzernwei-
           te Vorgabe von Regeln und Mindeststandards stellt ein systematisches und konzerneinheitliches
           Risikomanagement sicher. Strategisches Ziel des KELAG-Konzerns ist es, über die reine Pflicht-
           umsetzung zur Erfüllung der gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus das Risikobewusstsein
           auf allen Ebenen zu erhöhen, Risikoaspekte systematisch in unternehmerische Entscheidungen
           einzubeziehen, die Leistungsfähigkeit der Internen Kontrollsysteme und des Berichtswesens zu
           verbessern und damit eine wertorientierte Risikokultur auf allen Ebenen des Konzerns zu etab-
           lieren.



           Der Ausfall von Handelspartnern oder Kunden birgt die Gefahr, dass bereits gelieferte Energie
           nicht  bezahlt  wird  oder  Energie  nochmals  beschafft  werden  muss  (Settlement-  und  Re-
           placementrisiko). Darüber hinaus entstehen Risiken durch Wertveränderungen bei Commodity-
           Positionen sowie bei gesetzlichen Veränderungen von Verrechnungspreisen. Risikominimierung
           erfolgt durch eine initiale Bonitätsprüfung und laufende Bonitätsüberwachung in Abhängigkeit
           vom Vertragsvolumen mit den Handelspartnern bzw. Kunden sowie durch Schließen und Aus-
           gleichen von betroffenen Commodity-Positionen. In diesem Zusammenhang wurden spezielle
           Richtlinien für Commodity-Risiken entwickelt.



           Bei der Wasserkraft hängt das Erreichen einer geplanten Produktionsmenge im Wesentlichen
           von der Wasserführung und somit vom Wetter ab. Einflussfaktoren für die Erlöse sind neben der
           Wassermenge auch das Marktpreisniveau. Risikominimierung wird durch eine langfristige Ver-
           äußerungsstrategie und über rollierende Aktualisierung der Wasserführungsprognosen vorge-
           nommen.



           Das Risiko des Auftretens von Defekten bei technischen Anlagen – unter anderem auch durch
           flächendeckende  massive  Wetterereignisse  (Föhnstürme  bzw.  Nassschneefälle)  –  wird  durch
           eine entsprechende  Instandhaltungsstrategie  bzw.  durch Abschluss entsprechender Versiche-
           rungen minimiert.
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