Page 16 - Halbjahres-Finanzbericht_30062018
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tels dem Energiemanagementsystem MEO in den Mittelpunkt. Somit leistet die KELAG im Zuge
           der Initiative „Energiezukunft“ einen wertvollen Beitrag zum aktiven Ausbau erneuerbarer Ener-
           gieträger in Kärnten.






           Die KNG-Kärnten Netz GmbH stellt als Verteilernetzbetreiber für Strom und Erdgas in Kärnten
           die Netzinfrastruktur allen Kunden und Energielieferanten diskriminierungsfrei zur Verfügung.
           Die leistungsfähige Netzinfrastruktur muss rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr funktionieren.
           Zu den Hauptaufgaben der KNG-Kärnten Netz GmbH gehören die Betriebsführung, der bedarfs-
           orientierte Ausbau der Verteilernetze für Strom und Erdgas, die notwendigen Instandhaltungs-
           maßnahmen sowie ein effizientes Entstörungsmanagement.



           Im Oktober 2015 wurde aufgrund einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes (VwGH) der
           Bau des für die Absicherung der zukünftigen Stromversorgung des Großraums Villach erforderli-
           chen   220/110-kV-Umspannwerkes   Villach   Süd   und   der   dazugehörigen   110-kV-
           Leitungsverbindung unterbrochen. Im Juni 2016 stellte das Bundesverwaltungsgericht in einer
           Berufungsverhandlung fest, dass für das Projekt 220/110-kV-Netzabstützung Villach Süd keine
           UVP-Genehmigung erforderlich ist. Dies wurde im Juni 2017 mit der Rückweisung der a. o. Revi-
           sion der Gemeinden Villach und Finkenstein durch den VwGH bestätigt. Auf Landesebene wurde
           bis Jänner 2018 die elektrizitätsrechtliche und forstrechtliche Bewilligung wiederhergestellt. Die
           Wiederaufnahme der Bauarbeiten ist ab September 2018 geplant.



           Die  flächendeckende  Implementierung  von  Smart  Metern  ist  das  bislang  größte  Projekt  der
           KNG-Kärnten  Netz  GmbH  und  in  mehrfacher  Hinsicht  eine  besondere  Herausforderung.  Im
           ersten Halbjahr 2018 wurden die Umsetzungsmaßnahmen für den gesetzlich vorgeschriebenen
           Rollout im Bereich Smart Metering fortgesetzt. Schwerpunkte bildeten die Produktivsetzung der
           zweiten  Produktionsstufe  des  Meter-Data-Management-Systems  und  die  Weiterführung  des
           flächendeckenden Rollouts. Bisher wurden rd. 25.000 Smart Meter mit P2P-Technologie (Kom-
           munikationsverbindung über das Mobilfunknetz) im Netzgebiet der KNG-Kärnten Netz GmbH
           installiert.  Durch  die  Installation  der  zweiten  Produktionsstufe  des  Meter-Data-Management-
           Systems  werden  auch  Zähler  mit  PLC-Technologie  (Kommunikationsverbindung  über  das
           Stromnetz) installiert. Die Koordinierung der Montagetätigkeiten wird durch das Einsetzen von
           automatisierten Planungs- und Optimierungsprozessen mittels einer Workforce-Management-
           Software unterstützt.

           Um das vom Gesetzgeber vorgegebene Ziel, bis 2020 rd. 80 % der Smart Meter zu installieren,
           erreichen  zu  können,  wurden  organisatorische  und  prozesstechnische  Maßnahmen  ergriffen
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