Page 13 - Halbjahres-Finanzbericht_30062018
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Der KELAG-Konzern gehört zu den großen österreichischen Erzeugern von Strom aus Wasser-
           kraft.  Zusätzlich  ist  das  Unternehmen  im  Geschäftsfeld  Windkraft  tätig  und  realisiert  selektiv
           Projekte im Bereich Photovoltaik. Mit insgesamt 93 konzerneigenen Kraftwerken und über Be-
           zugsrechte an Kraftwerken Dritter kann über eine Kraftwerksleistung von insgesamt rd. 1.354
           MW  mit  einer  Erzeugungsmenge  von  rd.  3,4  TWh  im  Regeljahr  verfügt  werden.  Die  größten
           konzerneigenen Erzeugungsanlagen befinden sich in der Kraftwerksgruppe Fragant im Mölltal.
           Im Kraftwerkspark wurden zahlreiche Ersatzinvestitions- und Instandhaltungsmaßnahmen zur
           Gewährleistung der Verfügbarkeit und Sicherheit der bestehenden Anlagen sowie ökologische
           Maßnahmen getätigt.




           Das größte Laufkraftwerk der KELAG wird bis zum Jahr 2020 mit einem Investitionsvolumen in
           Höhe  von  rd.  25 Mio.  EUR  generalsaniert.  Durch  die  geplanten  Maßnahmen  werden  sowohl
           Leistung als auch Jahreserzeugung gesteigert. Nach erfolgter Sanierung wird das Kraftwerk über
           eine Leistung von rd. 12,4 MW und ein Regelarbeitsvermögen von rd. 62 GWh verfügen.



           Das Kraftwerk Kremsbrücke Oberstufe der Kraftwerksgesellschaft Kremsbrücke GmbH, ein Betei-
           ligungskraftwerk mit einem KELAG-Anteil in Höhe von rd. 25 % (die verbleibenden Anteile ent-
           fallen auf drei private Investoren) wurde im Jahr 2017 errichtet und ist seit dem Frühjahr 2018 in
           Betrieb. Die Ausbauleistung beträgt rd. 2,6 MW bei einer Jahreserzeugung von rd. 12,5 GWh. Bei
           diesem  Projekt  hat  die  KELAG  als  Dienstleister  die  Planung  inklusive  Bau-  und  Inbetriebset-
           zungsüberwachung übernommen und wickelt die Betriebsführung und Instandhaltung ab.



           Die Anforderungen der europäischen Wasserrahmenrichtlinie werden laufend weiter umgesetzt.
           Dies bedingte in der ersten Phase der Umsetzung vor allem die Herstellung der Durchgängigkeit
           im prioritären Sanierungsraum (Einzugsgebiete > 100 km²). Seitens der KELAG wurden aufgrund
           der  Vorgaben  in  den  vergangenen  beiden  Jahren  14  Fischaufstiegshilfen  neu  errichtet  bzw.
           adaptiert. Für die Aufstiegshilfen der Anlagen Kraftwerk Wartberg I bzw. Kraftwerk Schütt wurde
           eine Fristverlängerung erwirkt. In der zweiten Phase der Umsetzung (bis 2021) sind die Wasser-
           mengen von Restwasserstrecken so anzupassen, dass ein guter ökologischer Zustand bzw. ein
           gutes ökologisches Potential erreicht wird.
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