Page 99 - KELAG Geschäftsbericht 2018
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Bei der Bilanzierung eines Unternehmenszusammenschlusses ist die übertragene Gegenleistung   Firmenwerte und
           (zuzüglich etwaiger nicht beherrschender Anteile) dem beizulegenden Zeitwert des übernomme-  sonstige immaterielle
                                                                                          Vermögenswerte
           nen Reinvermögens gegenüberzustellen, um einen allfälligen Unterschiedsbetrag aus dem Unter-
           nehmenszusammenschluss zu ermitteln.

           Ist der Unterschiedsbetrag negativ, so sind die Ermittlung der übertragenen Gegenleistung und die
           Kaufpreisallokation erneut zu überprüfen. Ergibt sich nach neuerlicher Überprüfung ein negativer
           Unterschiedsbetrag, so wird dieser in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

           Bei Vorliegen  eines  positiven  Unterschiedsbetrages  wird  ein  Firmenwert  angesetzt.  Dieser  wird
           auf jene zahlungsmittelgenerierenden Einheiten verteilt, die erwartungsgemäß von den infolge
           eines Unternehmenszusammenschlusses entstehenden Synergien profitieren werden. Diese
           zahlungsmittelgenerierenden  Einheiten  entsprechen  dabei  der  untersten  Ebene,  auf  der  das
           Management den Firmenwert für interne Managementzwecke überwacht.

           Die jährliche Werthaltigkeitsprüfung der Firmenwerte auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden
           Einheiten erfolgt im KELAG-Konzern – sofern nicht zuvor ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung
           gegeben war – aufbauend auf der Mittelfristplanung im vierten Quartal der Berichtsperiode.
           Zusätzlich zur jährlich durchzuführenden  Werthaltigkeitsprüfung erfolgt zum Halbjahresab-
           schluss eine qualitativ ausgerichtete Analyse, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung bestehen.
           Werden dabei Anhaltspunkte für eine  Wertminderung erkannt, erfolgt eine (zusätzliche)  Wert-
           haltigkeitsprüfung.


           Für die Bildung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wird im KELAG-Konzern auf die weitge-
           hende Unabhängigkeit der Zahlungsmittelzuflüsse der entsprechenden Vermögenswerte abgestellt.


           Entgeltlich erworbene immaterielle  Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 zu Anschaffungs-
           oder Herstellungskosten und allfälligen Wertminderungen sowie, sofern ihre Nutzungsdauer nicht
           als unbestimmbar klassifiziert wird, abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet.
           Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten beinhalten für langfristige Projekte Fremdkapitalkosten
           (für weitere Ausführungen siehe Ermessensbeurteilungen), sofern die Ansatzkriterien erfüllt sind.
           Die Nutzungsdauern von  Wassernutzungsrechten sowie sonstigen Nutzungsrechten bemessen
           sich nach der Bestandsdauer der Anlagen bzw. nach vertraglichen Grundlagen. Software wird im
           KELAG-Konzern grundsätzlich über vier bzw. fünf Jahre abgeschrieben. Software, welche speziell
           auf die Bedürfnisse des Konzerns zugeschnitten ist, wird über zehn Jahre abgeschrieben.

           Solange immaterielle  Vermögenswerte noch nicht zum Gebrauch verfügbar sind, ist deren
           Werthaltigkeit jährlich zu überprüfen.


           Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten (einschließlich aktivierungspflich-  Sachanlagen
           tiger Rückbau- und Stilllegungskosten) abzüglich kumulierter, planmäßiger Abschreibungen und/
           oder kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt.

           In  den  Herstellungskosten selbst  erstellter  Anlagen  werden neben den Fertigungslohn-  und
           Materialeinzelkosten auch anteilige Gemeinkosten berücksichtigt.

           Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten beinhalten u. a. die Kosten für den Ersatz eines Teils
           einer Sachanlage sowie die Fremdkapitalkosten für langfristige Bauprojekte (für weitere Ausführun-
           gen siehe Ermessensbeurteilungen), sofern die Ansatzkriterien erfüllt sind.









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