Page 58 - KELAG Geschäftsbericht 2018
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Konzernlagebericht











                         Nachhaltige Energieerzeugung


                    Erzeugte Energie nach Quelle                  hen. Durch die Abhängigkeit der lastabhängigen Verluste
                                                                  vom Energietransport sind diese nicht wesentlich durch die
                    Der Konzern gehört zu den großen österreichischen Erzeu-  KNG-Kärnten  Netz  GmbH  beeinflussbar.  Zu  den  lastunab-
                    gern von Strom aus Wasserkraft. Zusätzlich ist das Unterneh-  hängigen Verlusten zählen z. B. Eisenverluste in Transforma-
                    men im Geschäftsfeld Windkraft tätig und realisiert selektiv   toren, elektrische Verluste von Kabeln oder Koronaverluste
                    Projekte im Bereich Photovoltaik. Mit insgesamt 93 konzern-   von Freileitungen. Durch die laufende Erneuerung des Ver-
                    eigenen Kraftwerken und über Bezugsrechte an Kraftwerken   teilernetzes werden die lastunabhängigen Verluste gesenkt.
                    Dritter kann über eine Kraftwerksleistung von insgesamt rd.
                    1.354 MW mit einer Erzeugungsmenge im Regeljahr von rd.   GRI Zusatzindikator EVU
                    3,4 TWh verfügt werden.

                                                                       Energieeffizienz und Klimaschutz
                       GRI 102-6, Zusatzindikator EVU
                       http://www.kelag.at/kraftwerke
                                                                  Direkter und indirekter Energieverbrauch
                       siehe auch Geschäftsbereiche
                    Durchschnittlicher Wirkungsgrad               Der Primärenergieverbrauch des Konzerns lag im Jahr 2018
                    der Erzeugung                                 bei rd. 2,8 Petajoule (PJ) und bringt zum Ausdruck, wie viel
                                                                  Primärenergie für den laufenden Betrieb sowie zur Erzeu-
                    Der  Gesamtwirkungsgrad  einer  Wasserkraftanlage  setzt   gung von Sekundärenergie benötigt wird. Hierbei handelt
                    sich aus den Wirkungsgraden der einzelnen Kraftwerkskom-  es sich um fossile Energieträger, die überwiegend zur Wär-
                    ponenten zusammen und liegt – je nach Anlagentyp – im   meerzeugung sowie im Bereich des Fuhrparks eingesetzt
                    Bereich von 70 bis 85 %. Neuanlagen erreichen Gesamtwir-  werden. Gemäß den Richtlinien wurde der Einsatz von
                    kungsgrade von bis zu 90 %. Bei bestehenden Erzeugungs-  Biomasse in den Heizwerken des Konzerns bei der Berech-
                    anlagen wird im Zuge von Erneuerungsmaßnahmen und   nung nicht berücksichtigt.
                    großen Instandhaltungsmaßnahmen zur Gewährleistung
                    der hohen Verfügbarkeit der Anlagen besonderes Augen-  Der indirekte Energieverbrauch gibt Auskunft über die
                    merk auf die Möglichkeit von Effizienzsteigerungen gelegt.   zugekaufte und verbrauchte Sekundärenergie. Dieser um-
                    In diesem Kontext setzt die KELAG ihre Strategie bei der Re-  fasst die Energie, die für die Pumpspeicherung benötigt
                    vitalisierung und Wirkungsgradsteigerung von bestehenden   wird,  als  auch  Netzverluste  sowie  die  für  die Verwaltung
                    Kraftwerksanlagen fort.                       und laufenden Betrieb eingesetzte elektrische Energie.
                                                                  Dieser Verbrauch liegt im Berichtsjahr bei ungefähr rd. 5,43
                       GRI Zusatzindikator EVU
                                                                  PJ und stammt aus rd. 93 % erneuerbarer Energie. Als Be-
                                                                  rechnungsbasis wurden hier neben den Erzeugungs- und
                    Effizienz der Fernleitungen und Verteilung    Verbrauchsmengen die Umweltauswirkungen des ENTSO-
                                                                  E-Mix (343,84 g CO 2/kWh) gemäß dem Stromkennzeich-
                    Beim Transport und der Verteilung von elektrischer Energie   nungsbericht der E-Control 2016 berücksichtigt.
                    über ein Stromnetz entstehen physikalisch bedingt Verluste.
                                                                     GRI 302-1
                    Diese Verluste können in lastunabhängige und lastabhän-
                    gige  Verluste unterteilt werden. Die lastabhängigen  Ver-
                    luste sind im Wesentlichen Stromwärmeverluste, die beim  Verringerung des Energieverbrauchs
                    Transport der elektrischen Energie aufgrund der ohmschen
                    Widerstände von Leitungen und  Transformatoren entste-  Die Initiative  „Energiezukunft“ etabliert neue Produkte










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