Page 175 - KELAG Geschäftsbericht 2018
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Risikopolitik


           Unternehmerisches Handeln bedeutet: keine Chance ohne Risiko. Es gilt daher, den Grad der Risiko-
           bereitschaft und somit die jeweiligen Risikogrenzen zu definieren. Dementsprechend betreibt die
           KELAG ein Risikomanagement, das sich mit den Risiken aus eigenem Handeln sowie mit den Risiken
           aus dem Marktumfeld befasst. Die konzernweite Vorgabe von Regeln und Mindeststandards stellt
           ein systematisches und konzerneinheitliches Risikomanagement sicher. Strategisches Ziel des
           KELAG-Konzerns ist es, über die reine Pflichtumsetzung zur Erfüllung der gesetzlichen Mindest-
           anforderungen hinaus das Risikobewusstsein auf allen Ebenen zu erhöhen, Risikoaspekte systema-
           tisch in unternehmerische Entscheidungen einzubeziehen, die Leistungsfähigkeit der Internen Kon-
           trollsysteme und des Berichtswesens zu verbessern und damit eine wertorientierte Risikokultur auf
           allen Ebenen des Konzerns zu etablieren.

           Im Fokus des unternehmensweiten Risikomanagements stehen die  für den KELAG-Konzern
           identifizierten Risiko-Kategorien Markt- und  Wettbewerbsrisiken, Kreditrisiken, Betriebsrisiken,
           Finanzrisiken, Umfeldrisiken und sonstige Risiken. Diese werden je Geschäftsbereich sowie für die
           wesentlichen Beteiligungen erfasst und gesteuert.

           In allen Geschäftsbereichen und bei allen Beteiligungen können Risiken bei der Umsetzung be-  Prozessrisiken
           trieblicher Prozesse und durch menschliches Fehlverhalten auftreten. Diese werden unter anderem
           durch ein umfassendes Internes Kontrollsystem, durch entsprechende Qualifikation der Mitarbeiter
           und  durch  die  Unterstützung von entsprechender  Hard-  und  Software  mit  Back-up-Systemen
           minimiert.

           Der Ausfall von Handelspartnern oder Kunden birgt die Gefahr, dass bereits gelieferte Energie nicht   Markt- und
           bezahlt wird oder Energie nochmals beschafft werden muss (Replacement- und Settlementrisiko).   Kreditrisiken in
                                                                                          Energiehandel
           Darüber hinaus entstehen Risiken durch Wertveränderungen bei Commodity-Positionen sowie bei   und Vertrieb
           gesetzlichen Veränderungen von Verrechnungspreisen. Risikominimierung erfolgt durch initiale Bo-
           nitätsprüfung und laufende Bonitätsüberwachung in Abhängigkeit vom Vertragsvolumen mit den
           Handelspartnern bzw. Kunden sowie durch Schließen und Ausgleich von betroffenen Commodity-
           Positionen.

           Der KELAG-Konzern verfügt über Sicherheiten in Form von Bankgarantien, Patronatserklärun-  Erhaltene
           gen sowie Haftrücklässen, welche das Ausfallrisiko von finanziellen Vermögenswerten mindern.   Sicherheiten und
                                                                                          sonstige Kredit-
           Hierbei handelt es sich um Absicherungen von Forderungen aus dem Energiehandel sowie um   verbesserungs-
           Sicherheiten im Zusammenhang mit vorfinanzierten Investitionen.                maßnahmen

           Die Nettoergebnisse gemäß IFRS 7 umfassen im Wesentlichen Wertminderungen und Wertaufho-  Nettoergebnis
           lungen, Zinserträge und -aufwendungen, Fremdwährungsgewinne und -verluste sowie realisierte   nach
                                                                                          Bewertungs-
           Abgangsergebnisse.                                                             kategorien













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