Page 173 - KELAG Geschäftsbericht 2018
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KELAG-Konzerns hat sich im aktuell vorherrschenden instabilen Umfeld gut bewährt. Im Bereich
           Finanzmanagement dienen Richtlinien als Grundlage für die Geschäftsausübung, in der strikte Risi-
           komaßnahmen, Verantwortlichkeiten und Kontrollen verbindlich vorgeschrieben werden.


           Das Rating der KELAG wurde für 2018 von Standard & Poor's mit „A“ bestätigt, womit das Unterneh-
           men sowohl im nationalen als auch internationalen Vergleich eine Spitzenposition einnimmt. Das
           Bekenntnis zu einer nachhaltig stabilen und robusten Kapitalstruktur, die Einhaltung der wesentli-
           chen ratingrelevanten Kennzahlen sowie eine regelmäßige intensive Kommunikation und Diskus-
           sion der strategischen Zielsetzungen des Konzerns mit der Ratingagentur sind Grundvoraussetzun-
           gen, um diese Position zu halten.

           Die vollkonsolidierten Tochterunternehmen des KELAG-Konzerns verfügen grundsätzlich über kei-
           ne derivativen Finanzinstrumente. Ausnahmen bilden jene aus Handelsgeschäften sowie ein Zins-
           sicherungsinstrument.

           Die Risikominimierung der Zins- und Währungsrisiken erfolgt durch ein Internes Kontrollsystem für
           sämtliche in Verwendung stehenden Finanzprodukte. Der Einsatz von Derivaten zu Spekulations-
           zwecken ist nicht gestattet. Das Kontrahentenrisiko wird durch schriftliche Vorgaben verringert.
           Geschäfte mit Kontrahenten werden nur in der für die jeweilige Bonitätsklasse genehmigten Höhe
           abgeschlossen, wobei sich der KELAG-Konzern im Wesentlichen Kontrahenten mit „investment
           grade“-Rating, also geringem Ausfallrisiko, gegenübersieht.

           Per 31. Dezember 2018 sind für das Geschäftsjahr 2018 keine weiteren finanzwirtschaftlichen Risi-
           ken erkennbar, die den Geschäftsverlauf des KELAG-Konzerns wesentlich beeinträchtigen könnten.



           Kapitalmanagement

           Zielsetzung des Kapitalmanagements ist es, eine starke Kapitalbasis zu erhalten, den eingeschlage-
           nen Kurs der organischen Wachstums- und Innovationsstrategie auf Basis erneuerbarer Energien
           erfolgreich fortzusetzen und somit die zukünftige Entwicklung des Unternehmens zu fördern.

           Das Management betrachtet als Kapital das buchmäßige Eigenkapital nach IFRS. Zum Bilanzstich-
           tag betrug das Eigenkapital 893,7 Mio. EUR (im Vorjahr 855,5 Mio. EUR). Die Finanzschulden beliefen
           sich auf 701,8 Mio. EUR (im Vorjahr 678,1 Mio. EUR), die liquiden Mittel auf 134,7 Mio. EUR (im Vorjahr
           160,8 Mio. EUR). Der Konzern überwacht sein Kapital mithilfe der Kennzahl „Net-Gearing“, die dem
           Verhältnis der Nettofinanzschulden zur Summe des Eigenkapitals entspricht.

           Mit einem Net-Gearing von 60,6 % (im Vorjahr 57,5 %), bezogen auf die Finanzschulden zum
           Bilanzstichtag, weist der KELAG-Konzern eine stabile Kapitalstruktur auf.









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