Page 120 - KELAG Geschäftsbericht 2018
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Konzernabschluss

















                                      Mit naturschutzrechtlichen Bescheiden wird für inländische  Windkraftanlagen die Pflicht zur
                                      Entfernung der Windkraftanlagen nach Beendigung des Betriebes sowie bei einer Betriebsunter-
                                      brechung, die länger als ein Jahr dauert, auferlegt. Für diese Rekultivierungsverpflichtungen wurde
                                      in Höhe von 2,6 Mio. EUR (im Vorjahr 2,6 Mio. EUR) vorgesorgt. Der gemäß IAS 37 ermittelte Barwert
                                      der Verpflichtung wurde buchwerterhöhend gemäß IAS 16.16c auf der Aktivseite der Bilanz erfasst.


                                      Die KELAG hat sich verpflichtet, Energielieferungen an Servitutsgeber zu leisten. Die Rück-
                                      stellungen bilden den zu erwartenden Ressourcenabfluss in Höhe von 18,6 Mio. EUR (im Vorjahr
                                      19,5 Mio. EUR) aus Abfindungsverhandlungen bezüglich bestehender, für die KELAG nachteiliger
                                      Kundenverträge ab.


                                      Ausständige Rechnungen für Kosten der Netzverluste und vorgelagerte Netzkosten sowie für
                                      Schadensersatzansprüche im Rahmen anhängiger Gerichtsverfahren betreffend der Rückzahlung
                                      von erhaltenen Netznutzungsentgelten wurden in Höhe des erwarteten Ressourcenabflusses von
                                      0,2 Mio. EUR (im Vorjahr 2,9 Mio. EUR) passiviert.


                                      In der Berichtsperiode 2015 wurden von mehreren Parteien Schadensersatzforderungen in
                                      Zusammenhang mit dem Drau-Hochwasser 2012 gegenüber der VERBUND Hydro Power GmbH –
                                      in diesem Konzernabschluss als assoziiertes Unternehmen einbezogen – erhoben. Die anteilig auf
                                      die KELAG entfallende Verpflichtung wird weiterhin als langfristige Rückstellung in Höhe von rd.
                                      15,2 Mio. EUR (im Vorjahr 13,8 Mio. EUR) ausgewiesen.


                                      Die übrigen Rückstellungen betreffen im  Wesentlichen Abgrenzungen sowie Drohverluste aus
                                      belastenden Verträgen, welche ihrer Höhe oder ihrem Eintrittszeitpunkt nach ungewiss sind.

                                      Der Ressourcenabfluss aus den kurzfristigen sonstigen Rückstellungen (siehe RZ 27) wird für das
                                      kommende Geschäftsjahr erwartet. Für die langfristigen Rückstellungen ist der Ressourcenabfluss
                                      durchschnittlich in einem Zeitraum von fünf bis zehn Jahren zu erwarten.































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