Page 113 - KELAG Geschäftsbericht 2018
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Erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Beteiligungsunternehmens;
                  Vertragsbruch wie beispielsweise ein Ausfall oder Verzug von Zins- oder Tilgungszahlungen;
                  Eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass das Beteiligungsunternehmen in Insolvenz oder ein
              sonstiges Sanierungsverfahren geht;
                  Beobachtbare Daten, die auf eine messbare Verringerung der erwarteten zukünftigen Cashflows
              des Beteiligungsunternehmens hinweisen.


           Bei Firmenwerten und immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmbarer Nutzungsdauer wird   Beurteilung der
           die Beurteilung der Werthaltigkeit zu jedem Abschlussstichtag vorgenommen. Bei anderen nicht fi-  Werthaltigkeit
                                                                                          nicht finanzieller
           nanziellen Vermögenswerten wird die Werthaltigkeit dann neu beurteilt, wenn interne oder externe   Vermögenswerte
           Anhaltspunkte für mögliche Wertminderungen vorliegen. Beispielsweise kommt es bei folgenden
           Anhaltspunkten zu einer Überprüfung der Werthaltigkeit nicht finanzieller Vermögenswerte:

                  Absinken des Marktwertes (über die nutzungsbedingte Abwertung hinaus);
                  Nachteilige Entwicklung im technischen, marktbezogenen, wirtschaftlichen oder rechtlichen Umfeld;
                  Anstieg der Marktzinsen;
                  Überalterung oder physischer Schaden;
                  Schlechter als erwartete wirtschaftliche Ertragskraft eines Vermögenswertes.

           Für die Berechnung einer eventuellen Wertminderung (siehe RZ 10 und RZ 11) eines nicht finanzi-
           ellen Vermögenswertes ist es erforderlich, den Nutzungswert bzw. den beizulegenden Zeitwert der
           zahlungsmittelgenerierenden Einheit, welcher der nicht finanzielle Vermögenswert zugeordnet ist,
           zu ermitteln. Die Ermittlung des Nutzungswertes basiert auf Schätzungen künftiger Cashflows un-
           ter Berücksichtigung von Risiken der zahlungsmittelgenerierenden Einheit sowie auf der Festlegung
           eines geeigneten Abzinsungssatzes. Bei der Berechnung des Nutzungswertes kommt es zu keiner
           Berücksichtigung von Erweiterungsinvestitionen bzw. Restrukturierungsmaßnahmen. Eine Berück-
           sichtigung spezifischer Synergien bei der Zeitwertermittlung kann jedoch zum Tragen kommen.


           Wenn keine verlässlichen Prognosen für einen längeren Zeitraum vorliegen, wird den Berech-
           nungen in der Regel ein Detailplanungszeitraum von fünf Jahren zugrunde gelegt. Falls spezielle
           Planungsannahmen (z. B. Strompreisprognosen) für einen längeren Zeitraum zur Verfügung stehen,
           werden diese verwendet. Zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung lassen sich keine wesentlichen Ände-
           rungen zu den verwendeten Annahmen erkennen.

           In der Regel stellen Strompreisentwicklungen wesentliche Schätzannahmen dar; falls diese für   Schätzungs-
           Wirtschaftlichkeitsrechnungen einzelner CGUs relevant sind, werden diese zur Bestimmung des   änderung
           erzielbaren Betrages wie folgt ermittelt:                                      betreffend
                                                                                          Preisgerüst bei
                                                                                          der Ermittlung
                                                                                          des erzielbaren
           Für  erzielbare  Beträge  aus  Wind-  und  Wasserkraft,  die  auf  Basis  des  Nutzungswertes  ermittelt   Betrages
           werden, werden Preisprognosen basierend auf einem Strompreisprognosemodell herangezogen.
           Für den Beginn des Planungszeitraumes (2019 bis 2022) wird das Preisgerüst anhand der Preis-
           notierungen für Energieforwards bzw. geschlossener Verträge bestimmt. In weiterer Folge erfolgt
           dann (durch lineare Interpolation) bis 2025 ein Heranführen des Preisniveaus an die Strompreis-
           prognosen. Für den Planungszeitraum 2025 bis 2040 wird das Preisgerüst durch ein energiewirt-







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