Page 107 - KELAG Geschäftsbericht 2018
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Der KELAG-Konzern ist im Tätigkeitsbereich Netz einem regulierten Tarifregime unterworfen, wobei
           die Energie-Control Austria für die Regulierung der Elektrizitäts- und Erdgaswirtschaft (E-Control) in
           Österreich als Regulierungsbehörde auftritt.

           In diesem Konzernabschluss werden weder regulatorische Vermögenswerte aktiviert noch regula-
           torische Schulden passiviert, da die allgemeinen Ansatzkriterien für Vermögenswerte und Schulden
           nicht erfüllt sind.


           Grünstromzertifikate sowie unentgeltliche CO 2-Zertifikate fallen unter die erfolgsbezogenen Zu-  CO2- und
           wendungen nach IAS 20. Diese sind nach IAS 20.7 zu dem Zeitpunkt bilanzansatzfähig, an dem   Grünstrom-
                                                                                          zertifikate
           gewährleistet ist, dass das Unternehmen die Voraussetzungen erfüllt und die Zuwendungen auch
           tatsächlich fließen. In diesem Fall werden die Zertifikate im KELAG-Konzern zum beizulegenden
           Zeitwert erfasst.

           Die Zertifikate werden bei Erwerb des Rechtsanspruches (in der Regel Produktion von Strom in
           zertifizierten Kraftwerken) als Vorrat erfasst. Der Ertrag aus der Zuteilung der Zertifikate wird in den
           sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Die Folgebewertung erfolgt ggf. zum niedrigeren
           Nettoveräußerungswert. Die Erlöse aus dem Verkauf von Grünstromzertifikaten werden in den Um-
           satzerlösen erfasst.

           Der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Ertragsteueraufwand für das abgelaufene   Ertragsteuern
           Geschäftsjahr umfasst die für die einzelnen Gesellschaften aus dem steuerpflichtigen Einkommen
           und dem anzuwendenden Steuersatz errechnete Ertragsteuer sowie die Veränderung der künftigen
           Steuerschulden und -ansprüche.

           Mit dem Gruppen- und Steuerausgleichsvertrag vom 7. Dezember 2004 bildete die KELAG als
           Gruppenmitglied mit der KEH als Gruppenträgerin eine steuerliche Unternehmensgruppe gemäß
           § 9 KStG. Seit dem Jahr 2005 wurde diese steuerliche Unternehmensgruppe um mehrere Gruppen-
           mitglieder aus dem Konzern erweitert. Vom Gruppenträger werden an die Gruppenmitglieder die
           von ihnen verursachten Körperschaftsteuerbeträge nach der Stand-Alone-Berechnungs-Methodik
           mittels Steuerumlage weiterverrechnet. Durch die Verrechnung von Steuerumlagen erfolgt eine
           Korrektur des Steueraufwandes in der Gewinn- und Verlustrechnung des Gruppenträgers.

           Temporäre Differenzen, welche aus der steuerlichen Abschreibbarkeit von Firmenwerten in Folge-
           perioden entstehen beziehungsweise sich verändern, werden einer latenten Steuer zugeführt.

           Künftige Steuern, die sich auf Posten beziehen, die erfolgsneutral erfasst werden, werden ebenfalls
           erfolgsneutral verbucht. Künftige Steuern werden dabei entsprechend des ihnen zugrundeliegen-
           den Geschäftsvorfalls entweder im sonstigen Ergebnis oder direkt im Eigenkapital erfasst.


           Der auf das Mutterunternehmen anzuwendende Körperschaftsteuersatz beträgt 25 %.













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